Crazy World

21. November 2010

Zwei merkwürdige Sachen sind mir heute passiert. Zum einen wollte ich nach meinem morgendlichen Auftritt in Dresden noch schnell eine Kirche in Magdeburg putzen, um mir was dazuzuverdienen, bevor ich dann abends wieder in Berlin auf der Bühne zu stehen hatte, doch was musste ich sehen, als ich kurz nach 14 Uhr im Magdeburger Gotteshaus ankam? Da hatten sie doch tatsächlich unter der Woche die Hartz IV-Ausgabestelle einquartiert und die Leute standen an einem Sonntag, das muss man sich mal vorstellen, bis 18 Uhr Schlange um sich ihr Geld dort abzuholen. Ich konnte also frühestens gegen 18:30 Uhr mit putzen beginnen, benötigte aber den 18:45 Uhr-Zug um in Berlin pünktlich zur Reformbühne wieder dazusein. Keine Chance also, vor allem wo ich doch die Fenster putzen sollte, die mosaikmäßig aus verschiedenfarbigem Glas zusammengesetzt waren, da musste man ja häufig das Wasser wechseln und auch den Lappen, was in der Kürze der Zeit absolut nicht zu bewältigen gewesen wäre. Zum Zweiten haben mir, nachdem ich erwachte, zwei Menschen vollkommen unabhängig voneinander den sehr schönen Satz: „Ich hoffe, ich habe nichts verwirrt“ zugemehlt. Dank dafür an Herrn Samurai Kindaibio aus Japan und an Herrn Prialgauskas aus Litauen. Leider kann ich aber, trotz der Schönheit ihrer Sprache, das Angebot zur Beteiligung an ihren millionenschweren Firmen (Penisverlängerung?) nicht annehmen, da ich im Moment zu beschäftigt bin (Kirchenreinigung). Ich hoffe sie verzeihen mir.

Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Heiko Werning, Uli Hannemann, Jakob Hein und mich, sowie den Gästen Andreas Monning und Bruno Meister und natürlich einer neuen Ausgabe von ‚Verschenken gegen Kapitalismus‘.

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