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Ein Geheimnis wird gelüftet

22. September 2024

Gestern einen Auftritt, heute zwei Auftritte, viele fragen mich, wie machst du das eigentlich, dass du das alles so schaffst und dabei jung, frisch, dynamisch, aufgeweckt, gutgelaunt, indirruhend wirkst. Nun, es gibt da im Prinzip nur einen Grund, ich lebe gesund. Jeden Morgen laufe ich drei große Runden nackt im Wald, schwimme danach durch einen eiskalten See, meditiere, esse anschließend Salat aus rohem Knoblauch, wilder Zitrone und Sauerampfer, trinke Bergquellwasser und Eigenurin vom Mittelstrahl, danach Kneipp-Übungen (Dehnen ist wichtig!), Hanteltraining und abreiben mit frischen Brennnesseln, ich inhaliere heiße Kamillen-Dämpfe, esse ein (auf keinen Fall mehr!) Knäckebrot (Vollkornknäcke!) mit Magerquark (aus streng biologischem Anbau!) und als Krönung noch zwei Stunden lächeln am Stück. Schon kann der Tag beginnen (falls man früh genug aufsteht). Ist wirklich keine Hexerei ein gesundes Leben zu führen.

Heute: Berlin, Kunstfabrik Schlot, 13 Uhr: Der Frühschoppen mit u.a. mich als Gast

und danach

Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Mandana Katebian, Andreas ‚Spider‘ Krenzke, Frank Sorge, Falko Hennig, Gott und mich, sowie den ultraüberzeugenden Superstargästen Captain Zorx (außerirdischer Disco-Metal)

 

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Das liebe Geld

21. September 2024

In Island ist jetzt ein Eisbär, der erste, der seit 8 Jahren, vermutlich per Eisscholle, es schaffte dorthin zu kommen, erschossen worden. Er hätte keinerlei Überlebenschance gehabt, sei eine Gefahr für Mensch und Vieh gewesen, sagten die verantwortlichen Behörden. Ach so, und die Kosten für eine Betäubung und Rückführung nach Ostgrönland, woher das „verhältnismäßig gesunde“ Tier höchstwahrscheinlich stammte, waren „deutlich zu hoch“.

Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen mit Franziska Hauser, Piet Weber, Falko Hennig, Uli Hannemann und mich

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Filmisch bestimmt interessant

19. September 2024

Diese ganzen Pager-Explosionen (ich habe den Begriff „Pager“ erst seit vorgestern überhaupt in meinem Wortschatz) ließen mich darüber nachdenken, ob wir damit die Schwelle zu einer neuen Form des Terrorismus überschritten haben. Sicher, vereinzelt wird es das schon gegeben haben, aber in der Masse? Werden nun auch andere „Organisationen“ solche „Kampfmethoden“ in Betracht ziehen? Was ließe sich nicht alles während der Produktion bereits mit Sprengstoff versehen und per Fernzündung in Fülle zur Explosion bringen? Autos? Flugzeuge? Kaffeemaschinen? Wie viele Menschen haben momentan ein mulmiges Gefühl, wenn sie sich ihr Handy in die Hosentasche stecken? Können wir lediglich darauf hoffen, dass die „Bösen“ nicht so schlau sind wie die „Guten“, oder? Ansonsten bliebe nur der Weg auf alles Elektronische zu verzichten. Ab in den Wald und Grube buddeln. Zurück zur Natur. Ach was, ich lass es auf mich zukommen.

Tipp für heute: Ein massives Holztelefon ist besser für die Umwelt.

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Zirkus

17. September 2024

Ich bin ja bereits ausgestiegen, als die UEFA den Cup der Landesmeister in „Champions-League“ umbenannte, in welcher plötzlich zwar die Dritten und teilweise sogar die Vierten aus bestimmten reicheren Ländern antreten konnten, dafür aber nicht mehr automatisch die Meister aus vielen anderen ärmeren Nationen. Nun schrauben die Herren Funktionäre ein weiteres Mal an dem Geldverdienkonstrukt herum. Jetzt soll es eine Liga aus 36 Vereinen sein, in der allerdings nicht jeder gegen jeden spielt. Wer Zeit und Lust hat, sich mit dem System zu beschäftigen, kann es von mir aus tun. Ich hab es nicht verstanden und vermutlich geht es auch nicht darum, es zu verstehen. Hauptsache der Rubel (Dollar, Euro) rollt. Aber warum lassen sie dann nicht einfach zwei Mannschaften, die bekanntesten, zum Beispiel Real Madrid und Paris St. Germain, täglich gegeneinander spielen? Wer 183 mal siegt ist Universal-Champion? Und dann geht es wieder von vorne los? Nur ’ne Idee.

Tipp für heute: Hinterhoffußball.

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Poesie zum Träumen (150)

15. September 2024

Der gewöhnliche Kapitalismus

Wer wär nicht gerne Millionär,

du könntest dann den Armen geben,

und trotzdem fröhlich weiter leben,

du könntest konsequenzlos Gründe schmähen,

die dafür sorgten, dass du reich bist,

plädieren für ein bessres Morgen,

ohn Unterschied des Stands, voll fair,

wärst du ein Millionär,

oder ich.

Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Susanne M. Riedel, Andreas ‚Spider‘ Krenzke, Heiko Werning, Frank Sorge, Falko Hennig, Gott und mich, sowie dem Supergaststar Martin ‚Gotti‘ Gottschild (Texte zum Schmunzeln)

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Hoffentlich machen sie nicht dieselben Fehler wie wir

13. September 2024

Ein bisschen Zeit hatte ich, als ich vorgestern in Dresden eintrudelte. Mit Absicht nicht den letztmöglichen Zug gewählt, um gewappnet zu sein vor „Störungen im Betriebsablauf“, meiner aktuellen Lieblingsfloskel. Doch wir kamen pünktlich an und bis zum Beginn von ‚Sax Royal‘ waren es noch über 2 Stunden. ‚Geh ich mir die eingestürzte Carolabrücke angucken?‘ dachte ich, verwarf es aber sogleich. Katastrophentourismus, nicht mein Ding. Obwohl es schon zeckt, muss ich zugeben. Das Böse, ebenso faszinierend wie das Gute. Mindestens! Warum sonst gibt es diese Unmengen an Hitler-Dokumentationen? Doch wir besitzen ja ein entwickeltes Gehirn, welches ab und zu interveniert: „Nein, nein, das möchtest du überhaupt nicht.“ Und so lief ich ziellos durch die Neustadt. Das letzte Mal Dresden war bereits ein Jahr her. Mir fiel auf, die Zahl der Obdachlosen hat zugenommen. Viele Bänke sind von ihnen belegt. Ich trank einen Tee beim Vietnamesen, mit Aussicht auf ein gegenüberliegendes Pissoir, wo oben die Köpfe, unten die Füße der Pullernden herausguckten. Davor stolzierten in typischer Manier, sie sind sich, denke ich, ihrer geistigen Überlegenheit bewusst, vier Krähen umher. Zwei von ihnen schwarz, zwei zur Hälfte grau. Zwei Nebel- und zwei Rabenkrähen. Sie schienen sich gut zu verstehen.

Heute: Berlin-Hirschgarten, ABC-Klub, 19 Uhr: Toni Mahoni & Benno machen ’ne Show und ick darf mitmachen

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Alle guten Dinge

11. September 2024

Drei Sachen. Erstens hat nach Wladimir Putin jetzt auch Taylor Swift zur Wahl von Kamala Harris aufgerufen, das TV-Duell hätten sie sich also ruhig schenken können. Zweitens … hab ich vergessen. Und drittens, komme ich heute nach Dresden. Ich sage aber nicht, auf welchem Weg, da sie scheinbar angefangen haben ihre Brücken dort zu sprengen. Zwecklos, werden sie einsehen müssen.

Heute: Dresden, Groove-Station, 19:30 Uhr: Sax Royal mit Gesine Schäfer, Roman Israel, Max Rademann und den Gästen Christian Kreis (Halle) sowie mich (Wolkenkuckucksheim)

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Sie haben verstanden

10. September 2024

Sechs Monate will Innenministerin Nancy Faeser (SPD) jetzt die deutschen Staatsgrenzen durch Kontrollen schützen lassen, vor „irregulärer“ Migration und Terrorismus. Sehr gute Idee. Besonders Terroristen können so unserem Land keinen Schaden mehr zufügen, in den nächsten 6 Monaten. Und danach? Könnte es vielleicht sogar sein, dass ein Terrorist mal darauf käme, es gäbe auch Wege ins Land, die nicht kontrolliert werden? Nein? So schlau sind Terroristen nicht? Na, da bin ich mir nicht ganz so sicher. Ich denke, wir werden letzten Endes nicht drum herum kommen, eine Mauer um das gesamte Land zu bauen, mit Stacheldraht oben drauf, damit niemand rüberklettert. Und um zu verhindern, dass sich Leute mit entsprechenden Werkzeugen am Stacheldraht zu schaffen machen,damit sie den Frieden hier in unserer wunderschönen Heimat doch noch stören können, müsste ein Schießbefehl her. Ach so, das Ganze ginge natürlich auch, wenn wir eine Mauer um ganz Europa bauen, dauert nur etwas länger.

Tipp für heute: Sich schon mal Gedanken machen, wie die Abfertigung an den Grenzübergängen für reiselustige Landsleute so angenehm wie möglich gestaltet werden kann.

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Ideen, die die Welt verändern (2)

8. September 2024

Vielleicht könnten sich ja Anarchistinnen und Anarchisten, die Israels Existenzrecht lediglich deshalb ablehnen, weil sie gegen alle Nationalstaaten weltweit sind, dazu durchringen, dass zunächst einmal sämtliche anderen Nationalstaaten verschwinden sollten, bevor auch der israelische Staat, immerhin potenzieller Zufluchtsort für Jüdinnen und Juden, die hier und da ja schon ganz gerne diskriminiert, verfolgt, vertrieben oder ermordet wurden beziehungsweise werden, verschwindet? Das müsste doch eigentlich genügen, um sie vom Vorwurf des Antisemitismus freizusprechen, oder? Und, ja, ich weiß, dass Antisemitismus ein falscher Begriff ist, da neben Hebräern auch Araber, Malteser und viele weitere Völker zu den Semiten gerechnet werden. Judenhass trifft es besser (besser = schlechter?). Doch halte ich Wortklauberei für zweitrangig. Jede/r weiß, was heutzutage unter Antisemitismus verstanden wird, zumindest hierzulande.

Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Susanne M. Riedel, Heiko Werning, Andreas ‚Spider‘ Krenzke, Frank Sorge, Falko Hennig, Gott und mich, sowie der Superstargästin Jana Berwig (Musik!)

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Drückeberger ärgert sich

5. September 2024

Schade, dass ich nicht gefragt worden bin, mitzumachen, bei dieser neuen Imagekampagne für Berlin. Die kommt ja ein bisschen ironisch um die Ecke. Ein ganz kleines bisschen nur. So, wie sich Werbetreibende Ironie eben vorstellen. Dabei wäre mehr drin gewesen. ‚Berlin – Da gibts nichts zu sehn‘ oder ‚Schlechtet Essen, nüscht zum Anziehn, große Fresse, immerhin: Berlin‘ oder ‚Hier könnte etwas Schönes über Berlin stehn‘ oder ‚Berlin – Jemeckert wird imma‘ oder ‚Berlin – Zuhause is mehr Platz‘ oder ‚Schade um das viele Geld – Berlin‘. Ach, vielleicht sollte ich ma mit arbeiten anfangen. Seufz.

Tipp für heute: Nestbeschmutzer sind nirgendwo beliebt (außer in Berlin!).

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