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Nörgel, nörgel

8. Juli 2018

Ein Tipp an die Verantwortlichen der ARD-Mediathek. Es ist nicht unbedingt spannungsfördernd, wenn man, um auf die Komplett-Übertragung eines bereits gelaufenen Fußballspieles zurück greifen zu können, das Foto von jubelnden Kickern eines der beiden Teams anklicken muss.

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Jakob Hein, Gott und mich, sowie den spannungsfördernden Superstargästen Roman Israel (Sax Royal), Rita Apel (Bremer Poetry-Slammerin) und Esels Alptraum (antikapitalistisches Jodel-Duo)

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Dunkle Ahnung

7. Juli 2018

Schön, dass das ganze Land mit den Jungen aus Thailand bangt, die dort in einer Höhle eingeschlossen sind und nun vielleicht das Tauchen lernen müssen, zumindest aber mit Lebensmitteln versorgt werden. Ein wenig dieser Empathie würde ich mir auch für jene Flüchtlinge wünschen, die in Schlauchbooten aus Afrika übers Mittelmeer kommen. Aber das sind ja in den Augen vieler nicht so richtige Menschen, wie es auch des Öfteren jetzt in der Tagesschau zu hören ist, da sterben keine Menschen, in unmittelbarer Nähe unserer Urlaubsgebiete, da ertrinken Migranten und Migranten können uns Europäern ja unter Umständen gefährlich werden. Wie schnell doch die Stimmung kippen kann. Und wie wenig die Kenntnis der Geschichte hilft. Es kann durchaus alles wieder passieren.

Heute: Chemnitz (Karl-Marx-Stadt), Nikola-Tesla-Klub, 20 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt im Rahmen des Sonnenbergkiezfestes ‚Hang zur Kultur‘ (mit anschließender Disko, ab 23 Uhr, von DJ Sir Henry und DJ mich)

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Sätze seltsamer Schönheit (126)

1. Juli 2018

„Eine Ameise, ja, die kann ja auch nicht Auto fahrn.“ (ein Verstrahlter gestern nachmittag auf der staubtrockenen Fusion)

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Falko Hennig, Heiko Werning, Gott und mich, sowie den unverstrahltesten Superstargästen Europas Roman Israel (Lausitzer Märchenkönig) und Sedlmeir (Neuköllner Champignon des Rock’n’Roll) Maik Martschinkowsky fehlt entschuldigt wegen Virenalarm

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Blumen ins Haar und ab geht die Lucie

30. Juni 2018

Schlimme Nachrichten erreichten mich von der Fusion (gesprochen: Fjuhschen). Zuerst verriet mir mein Sohn, dass es auf diesem alternativen Festival kein Bier gebe, dann erhielt ich Post von einem bekannten Rock’n’Roll-Star, der hier nicht genannt werden will, deshalb nur soviel, er fängt mit S an und hört mit edlmeir auf, wonach man auf der Fjuhschen angeblich nicht mehr in Badehose ans Frühstücksbuffet dürfe, weil das eine sexualisierende Wirkung hätte. Oh nein, und ich dachte, man würde dort alles vollkommen nackt erledigen. Na, mal sehen, ich eile an Ort und Stelle und werde mich selbst überzeugen. Vielleicht sind das ja auch alles Fakenews.

Heute: Lärz, Flugplatz Müritz Airport, 21:15 – 22:15 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt auf der diesjährigen Fusion

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Erste Forderungen von Pegida umgesetzt

29. Juni 2018

Endlich ein Durchbruch in Sachen Flüchtlingspolitik. Bei den EU-Verhandlungen wurde heute Nacht beschlossen Lager zu bauen. Nicht in Deutschland, da gab es wohl Vorbehalte, warum auch immer, aber in anderen EU-Ländern, auf freiwilliger Basis, vor allem aber außerhalb der EU, möglichst in Nordafrika. Diese Länder haben zwar allesamt abgelehnt, solche Lager auf ihrem Grund und Boden zu errichten, aber hey, was interessieren uns Europäer die Aussagen irgendwelcher Kolonien, Verzeihung, ehemaliger Kolonien. Ich frage mich allerdings, warum man diese Lager nicht gleich in den Herkunftsstaaten der Flüchtlinge bauen lässt, von den Diktaturen dort selbst, die sind schließlich auch die Verursacher. Das Problem vielleicht mal an der Wurzel anpacken? Über die Bezahlung ließe sich bestimmt reden.

Heute: Berlin, Theaterbühne Nostitzstraße, 21-21:30 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt eine ganze halbe Stunde auf dem Bergmannstraßenfest

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Zum Glück waren die Straßen auf dem Heimweg sehr viel breiter als auf dem Hinweg

24. Juni 2018

Krasse Regeln sind das! Nicht beim Fußball, sondern gestern, bei ‚Lesen für Bier‘. Ich dachte, man liest da eben Leuten so Sachen vor, die diese mitgebracht haben und bekommt dafür Bier zu trinken, wenn man es zufriedenstellend erledigt. Und, nun ja, im Prinzip stimmt das ja auch, nur hatte ich die Kürze der Zeit und die Menge des Biers nicht so richtig einkalkuliert. Man bekommt nämlich, wenn der Vortrag besser war als der Text, was das Publikum entscheidet, einen halben Liter Bier und diesen muss man, bevor der nächste Leser mit dem nächsten Text fertig ist (2-6 min.) ausgetrunken haben. Dadurch, dass nur zwei Leser mitmachen und das Publikum in der Regel meint, sich mit einem betrunkenen Vorleser besser amüsieren zu können, kommt man schon auf gute 4 bis 5 halbe Liter, in der ersten Hälfte! In der Zweiten gibt man sich dann Mühe besonders langweilig vorzulesen, um nicht total abgefüllt zu werden, doch es ist gar nicht mal so einfach langweilig vorzulesen, besonders wenn einem die Zunge nicht recht gehorchen will. Keine Ahnung, was die Gewerkschaft dazu sagt, die Schriftstellergewerkschaft. Arbeitsbedingungen sind das.

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Jürgen Witte, Falko Hennig, Heiko Werning, Gott und mich, sowie den unglaublich trinkfesten Superstargästen Katharina Greve (preisgekrönte Karikaturistin) und Lüül (einziger Gastsänger bei uns, der in einem Wachsfigurenkabinett in Japan ausgestellt steht)

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Nichts gelernt

23. Juni 2018

Vielleicht sollte man nicht jeden ersten Satz, der einem nach dem Aufwachen in den Sinn kommt, gleich online stellen. (erster Satz, der mir heute nach dem Aufwachen in den Sinn gekommen ist)

Heute: Berlin, Periplaneta-Literaturcafe, 20 Uhr: Lesen für Bier mit Robert Rescue und mich als Gast (es empfiehlt sich übrigens Karten zu reservieren, da die letzten drei Veranstaltungen restlos ausverkauft waren)

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Niemand hat die Absicht…

21. Juni 2018

Nachdem Sachsen damit gescheitert ist eine Mauer zu bauen um dem Asyltourismus der Flüchtlingshorden Einhalt zu gebieten, will es nun Bayern probieren, allerdings nur an drei ausgewählten Punkten. Drei Mauerstücken sollen an bisher nicht genannten Orten aufgestellt werden um ein Signal zu setzen, wie es heißt. Damit wolle man die besorgte Bevölkerung beruhigen und der Anti-Abschiebe-Industrie sagen: „Du, du, du!“. Wer das nicht verstehe, ja, gar weiterhin für offene Grenzen plädiere, sei übrigens gegen die Demokratie, so ein Kettenhund aus der Nähe der AfD, Verzeihung, CSU-Parteizentrale.

Tipp für heute: Sich kneifen um endlich aufzuwachen.

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Drei Farben Sommer-Bashing

19. Juni 2018

Ich freue mich ja immer wenn Deutschland verliert, dafür gibt es keinen guten Grund, das ist bei mir einfach ein Bauchgefühl, so wie es bei anderen wahrscheinlich ein Gefühl ist für Deutschland zu sein, was sie nicht erklären können und deshalb sind sie noch lange nicht nationalistisch oder so. Könnte ich jetzt eigentlich froh sein, nach der Auftaktniederlage gegen Mexiko. Mich nervt allerdings das totale Bashing, was derzeit in der Öffentlichkeit betrieben wird. Plötzlich sind die ganzen Spieler nur noch gierige lahme Säcke, die nichts können und vollkommen überschätzt werden. Von wem, frage ich mich. Seid nicht eigentlich ihr die ganzen Idioten, die so eine Weltmeisterschaft aufblast zu einer nationalen Schicksalsschlacht? Was für Fans seid ihr eigentlich, wenn ihr nach einer knappen Niederlage, ich habe das Spiel gesehen und es war zumindest in der zweiten Halbzeit durchaus glücklich, dass Mexiko das 1:0 halten konnte,wenn ihr da euer Team in Grund und Boden verdammt. Und wie mit Gündogan und Özil umgegangen wird, ja, es war bescheuert mit dem türkischen Präsidenten zu posieren, aber nicht weil er türkischer Präsident ist, sondern weil er eine nationalistische, religiös-faschistoide Politik präferiert, Journalisten und Bürgerrechtler einsperrt und seine Macht versucht diktatorisch auszubauen, aber dieses Treffen kann man unabhängig vom Fußball kritisieren. Dass die beiden so dermaßen heftig angegangen werden, hat, meiner Meinung nach, eher damit zu tun, dass sie Türken sind (Deutsche sind sie übrigens auch). So, gestern im Fernsehen gesehen, ein „Fußballfan“ auf Usedom: „Ich freue mich, wenn Deutschland verliert, weil ich gegen Özil und Gündogan bin.“ Solch eine Meinung ist nationalistisch. Vielleicht werde ich ja am Sonnabend zum ersten Mal für Deutschland sein, in einem Özil-Trikot? Ach, wenn das mal so ginge, mit den Gefühlen.

Tipp für heute: Schach spielen.

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Gute Frage

17. Juni 2018

Wenn man alle Arschlöcher dieser Welt zusammen nehmen würde, wie groß wäre dann wohl das Loch?

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Jürgen Witte, Falko Hennig, Jakob Hein, Gott und mich, sowie den sehr guten Superstargästen Jacinta Nandi (Surfpoeten) und Auge mit Hering (Musik zum Stampfen und Verschnaufen)

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