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10. Februar 2018
An einem Aufsteller liegt die Abendzeitung aus. Sie titelt zum 20. Todestag des österreichischen Sängers Falco: „So haben sie ihn noch nie gesehen“. Grabschändung? Direkt daneben am Josephsplatz befindet sich ein Campingwagen vom Egeler Hof, welcher Bio-Spezialitäten offeriert. Auf einer Tafel steht geschrieben: „Egeler ’s Tomatensauce, großes oder kleines Glas, fix und fertig zubereitet!“ Fix und fertig? Donnerwetter! Ist allerdings dienstagmorgens um 9 Uhr noch geschlossen. Hätte ein Glas genommen, denn wo bekommt man schon mal Sachen, die fix und fertig zubereitet sind? Geöffnet hat die Buchhandlung gegenüber. Im Schaufenster zu sehen, ein Bildband mit dem Titel: „Frauen mit Seil“. Sicher auch interessant.
Heute: Brandenburg/Havel, Fontane-Klub, 20 Uhr: ‚Schockstarre Zukunft‘ (Ahne liest, singt und trinkt) neue Texte, alte Schlager, Bier
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5. Februar 2018
- lange Haare
- die Möglichkeit, einfach mal an die Börse zu gehen
- Konsum-Jeans
- die eine Platte von Hansaplast, die mit dem Strickmuster
- Schnee zum Rodeln
- eine Wand zum Festhalten
- Monotonie in der Südsee
- Außerirdische
- ein Bett
- die Müllabfuhr
Heute: München, Seidl-Villa, 20 Uhr: Poetry & Parade mit Frank Klötgen und Jaromir Konecny sowie Katinka Buddenkotte, Felix Kladen und mich als Gästen
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4. Februar 2018
„Musste durch als Lurch, wenn de ’n Frosch werden willst“ sprach ein biertrinkender Hertha-Fan älterer Bauart am Sonnabend-Vormittag auf dem Bahnsteig in Belzig (am Schalter der Deutschen Bahn musst du Bad Belzig sagen um eine Fahrkarte zu bekommen) vor sich hin und prostete mir anschließend zu. Ich wies ihn nicht auf die offensichtliche biologische Schieflage seiner Feststellung hin, weil ich annahm, er sei sowieso nicht an einem Wissenszuwachs in jener Hinsicht interessiert, außerdem hatte es angefangen leicht zu schneien und das hob meine Laune und senkte die Bereitschaft, mich in rhetorische Konfrontationen zu begeben. Ich baute in Gedanken einen Schneemann, dann kam der Zug. Ich stieg ein und drinnen waren sämtliche Sitzplätze von Fröschen besetzt. Hertha-Frösche?
Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Jürgen Witte und mich, sowie den außerordentlich gut gepflegten Superstargästen Spider (L.S.D. – Liebe statt Drogen) und Lüül (Ashra Temple, Agitation Free, 17 Hippies)
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2. Februar 2018
Arme SPD! „Wir werden die Schulen ins 21. Jahrhundert befördern“ plant die designierte Zukunftsministerin der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Manuela Schwesig eine Reise durch die Zeit mit schwerem Gepäck. Dumm nur, dass die Schulen sich längst im 21. Jahrhundert befinden, genau wie die gute Frau Schwesig selbst, nämlich bereits seit 18 Jahren und ein paar Zerquetschten. Okay, ich weiß, seit 17 Jahren und ein paar.., Man-O-Meter, Krümelkacker!
Heute: Rädigke/Fläming, Fläming-Bibliothek im Moritzhof, 19:30 Uhr: ‚Schockstarre Zukunft‘ (Ahne liest, singt und trinkt) neue Texte, alte Schlager, Bier
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30. Januar 2018
Als ich zusagte am 30. Januar in Mainz zu lesen war ich natürlich mal wieder sehr naiv. Ick mein, ick bin Berlina und zwar würkich, nich nur wie hier olle Kennedy, der dit lediglich von sich behauptite. Weeß ick doch nich, wat an 30. Januar ürgendwo uffe Welt für Volksfeste zugange sind. Und.., dit würd nämich zun Problem. Denn gestern schaltete ich ahnungslos den Fernseher an, wollte eine dieser belanglosen Polittalkshows sehen, weil ich doch seit jüngster Zeit Schwierigkeiten beim Einschlafen habe und da lief aber gar keine belanglose Polittalkshow sondern.., oder sagen wir so, Politiker waren schon zu sehen und redeten ähnlich substanzlos daher („Hähä Politikerbashing, mach es doch mal besser!“), nur reimte sich sehr Vieles und die Zuhörer und Innen lachten und freuten sich, worüber, entzog sich meiner Auffassungsgabe und alle hatten komische Hüte auf dem Kopf und es gab niemanden, der die drögen Amtsträger in ihrem Redefluss unterbrach. Und als dann auch noch Fanfarenklänge erklangen und irgendwoher Konfetti flog, dämmerte es mir: Gab es da nicht diese Zeit, wo Spießbürger die Sau rauslassen dürfen? Richtig, im Internetz, die Lösung! Es war Karneval! Und neben Köln und Düsseldorf ist welche Stadt eine Hochburg des närrischen Treibens? Genau! Und da habe ich heute eine Lesung und die Menschen erwarten bestimmt, dass ich Büttenreden halte, oh, oh! Werde im Zug wenigstens versuchen meine schwer depressiven Texte in Reime zu kleiden.
Heute: Mainz, Kulturcafe, 20 Uhr: ‚Schockstarre Zukunft‘ (Ahne liest, singt und trinkt) Texte, Schlager, Bier
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28. Januar 2018
„Kanada ist ein großer Platz.“ Lee White beim Kantinenlesen gestern über seine Heimat Kanada (von mir aus dem Kanadischen ins Deutsche übersetzt)
Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Jürgen Witte, Jakob Hein, Gott und mich, sowie den toppintellektuellen Superstargästen Ruth Herzberg (Surfpoeten) und Andreas Max Martin (Gotha, Weimar, Saalfeld)
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27. Januar 2018
Aufgrund des vollkommen fehlenden Winters ist in der Natur derzeit etwas eingetreten, was zumindest ich bisher so noch nicht erlebt habe. Es treffen sich nämlich in den Wäldern die noch wachsenden Pilze aus dem Herbst mit den schon wachsenden Frühblühern aus dem Frühling. Das hört sich erst einmal schön an und sieht vor allem schön aus, die Konsequenzen allerdings sind manchmal vielleicht nicht ganz so einfach zu hören oder zu sehen. Na ja. Lassen wir uns überraschen.
Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen mit Lee White, Micha Ebeling, Frank Sorge, Clint Lukas und mich (Dan Richter ist leider erkrankt, Gute Besserung!)
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25. Januar 2018
Mark E Smith is tot. Ich hab ma geträumt, dass ich Pizza essen gewesen bin, mit ihm. Ach nee, dis haben Tocotronic geträumt. Trotzdem. Schlaf gut und träum was noch Schöneres.
Tipp für heute: The Fall.
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24. Januar 2018
Gerade richten sich ja viele Blicke auf die SPD, ob die nun plötzlich nach links rücken würde und somit ein soziales Gewissen bekäme. Der Juso-Chef fordert gar zum massenhaften Eintritt in die Partei Gerhard Schröders auf, damit dort dann die so genannte Große Koalition mit der CDU verhindert werde. Wie ich finde passend dazu erschien vorgestern in der Berliner Zeitung ein Artikel von Maritta Tkalec über die Hungerunruhen in Berlin während des 1. Weltkrieges, in welchem sie auch die Rolle der SPD damals ansprach. Diese hatte nämlich zu einem „Burgfrieden“ im Innern aufgefordert, so lange die deutsche kaiserliche Armee gegen ihre „äußeren Feinde“ kämpfe. „Vaterlandsverteidigung“ statt Streik und Revolte. Verantwortlich damals Friedrich „Blut-Ebert“ Ebert und Philipp Scheidemann, nach denen heute diverse Straßen und Plätze benannt sind. Nun ja, vielleicht sollte man die Hoffnung trotzdem niemals aufgeben, so wie ich dies bereits getan habe.
Tipp für heute: Grundlos lachen.
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21. Januar 2018
Langeweile? Versuchen Sie es doch mal mit einem feinen Spielchen. Zum Beispiel um den Küchentisch herum setzen und wer am längsten „Ommm“ sagen kann hat gewonnen. Ich kann das übrigens überhaupt nicht. Habe haushoch verloren, gegen meine Tochter und deren Freundin. Die beide waren doppelt, wenn nicht gar dreifach so gut, wie ich. Das kann ich natürlich absolut nicht verknusen und war danach stinksauer. Die mussten anschließend bei der Hausarbeit mithelfen, abwaschen, ausfegen, Zimmer aufräumen, denen habe ich das ganze Wochenende verdorben. Aber, nun ja, Erziehung ist mir eben eine Herzensangelegenheit.
Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Jürgen Witte, Jakob Hein und mich, sowie den inoffiziellen Weltmeistern der Supergaststars The Knorke (zeitgenössischer Pop-Gesang) und Jürgen Beer (mit den Händen lesend)
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