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21. März 2013
Heute durfte ich in einem Gymnasium vor Schülern der 10. Klassen vorlesen und das war, nun ja, eine Erfahrung. Positiv wurde vermerkt, dass ich singen könne, das wird mir ja sonst des Öfteren vorgeworfen, dass ich das nicht könne, negativ aber wurde erwähnt, der Inhalt hätte nicht so gefallen. Auf meine Nachfrage, was denn am Inhalt nicht so gefallen hat, antwortete ein Schüler: „Alles, außer das Wort Scheiße.“ Na ja. Immerhin.
Tipp für heute: Die Schultern hängen lassen.
Ahne |
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20. März 2013
Aus Protest gegen die diktatorische Finanzpolitik des Merkel-Regimes, durch welche jetzt auch die Mittelmeerinsel Zypern zu sinken droht, habe ich heute beschlossen in Oranienburg im Hermelinmantel aufzutreten, nebst goldener Krone, Schuhen aus gezuckerter Sahne und mit jeder Menge Ringe und Glitzer und so. Auch wenn die Lesung ein ganz anderes Thema zum Thema hat, völlig, nämlich den schnöden Rassismus in diesem unserem Lande. Trotzdem. Man muss ein Zeichen setzen. Und in einer Zeit in der man nur noch Zeichen setzen kann, wenn man im Hermelinmantel auftritt (ja, ja, mit Federboa geht auch), trete ich eben im Hermelinmantel auf die Bühne, klar, noch dazu wenn man die Möglichkeit hat in einem leibhaftigen Schloss zu posieren. Wer holt mich ab? Mit einer Sänfte natürlich?
Heute: Oranienburg, Schloss Oranienburg, 18 Uhr: Manja Präkels, Karsten Krampitz, Markus Liske und mich lesen aus ‚Kaltland‘
Ahne |
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19. März 2013
„Sag mal okay.“ „Okay.“ „Dein nackter Papa kocht Kaffee.“
„Sag mal Tischdecke.“ „Tischdecke.“ „In der Ecke sitzt ’ne Nacktschnecke.“
„Sag mal Hi Hei Ho.“ „Hi Hei Ho.“ „Du hast ’ne Spinne am Popo.“
„Sag mal Plastetüte.“ „Plastetüte.“ „Eine nackige Frau auf der Autobahn ruft: ‚Meine Güte‘.“
„Sag mal Unterhose.“ „Unterhose.“ „Du hast ’n Kind mit Miroslav Klose.“
„Sag mal Pinguin.“ „Pinguin.“ „Eine nackige Frau will die Gardine zuziehn.“
„Sag mal Feuerwehr.“ „Feuerwehr.“ „Dem Müllmann ist der Müll zu schwer.“
„Sag mal Nase.“ „Nase.“ „Da rennt ’n Osterhase, ’n nackiger.“
Tipp für heute: Sich mal in der großen Hofpause umhören.
Ahne |
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18. März 2013
Ich muss dir mal was sagen
Alles ist gut,
Baby, Baby,
oh, alles ist so gut,
oh, alles ist gut,
oh, Baby, Baby,
oh, alles ist so supersupergut,
oh, lass uns tanzen,
Baby, Baby,
oh, lass uns richtig krass im Kreise drehn,
bis uns schlecht wird,
Baby, Baby,
bis uns so richtig schön schlecht wird,
dann setzen wir uns hin,
oh, Baby, Baby,
dann setzen wir uns so richtig schön hin,
und ruhen uns aus,
Baby, Baby,
dann ruhen wir uns so richtig schön aus.
Tipp für heute: Der Katze Zucker geben.
Ahne |
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17. März 2013
Interessantes habe ich gestern auf einer Hochzeit im Wedding erfahren, nämlich zum ersten, dass ein T, ein rotes T, welches man als Anstecker am Kragen trägt, das Zeichen für Franziskaner darstellt, es heißt Tau (oder Tao?), was allerdings Tau (oder Tao?) zu bedeuten hat, habe ich bereits wieder vergessen. Außerdem wusste ich bis gestern Nacht noch was Saltimbocca heißt, weil nämlich eine Halbitalienerin zugegen war, die allerdings gar kein Italienisch verstand, bis auf Saltimbocca. Ein junger Liedermacher nannte sich übrigens Ely Meyer, obwohl er mit richtigem Namen ganz anders heißt, nämlich Tarek Irgendwas, also nicht Irgendwas aber den Nachnamen habe ich natürlich schon wieder vergessen, nicht vergessen aber habe ich die Begründung, warum Tarek als Liedermacher nicht Tarek heißen will, weil Tarek nämlich nach Gangsterrap klingen würde. Finde ich ziemlich crazy. Also mir jedenfalls käme beim Namen Tarek niemals Gangsterrap in den Sinn, beim Namen Ely aber sehr wohl. Na ja, auch eher nicht, werde ich auf jeden Fall mal spielen, im nächsten Liedermachermagazin, den Typen.
Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Uli Hannemann, Jürgen Witte, Jakob Hein und mich, sowie den abgefahrensten Gangsterrappern Bühnenkünstlern, die die Welt je gesehen hat Thilo Bock und Olaf Guercke
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16. März 2013
Zurück vom Laufsteg der Manga-Mode. Der neueste Trend scheint dieses Jahr zu sein, dass sich Mädchen Handwerkerkostüme anziehen, mit Schweißerbrille, Arbeitshandschuhen und Zimmermannshammer am Gürtel, dazu in der Hand einen wunderschönen Eimer. Krasse Scheiße! Allerdings gibt es natürlich auch immer noch Rokoko-Elfen zu bestaunen, welche besonders süß daherkommen, wenn sie so ’ne Pommestüte von Mc Donald’s leermampfen. Einige werden sich sicher auch erkälten, kurzärmlig, bauchfrei und mit knappen Miniröckchen nur bekleidet…, ach, mir altem Mann läuft schon wieder der Geifer aus dem Maul. Nächstes Jahr komme ich auf alle Fälle wieder, selbst wenn sie mich nicht mehr dort lesen lassen wollen.
Tipp für heute: Heiraten.
Ahne |
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15. März 2013
Frohgemut stapfe ich gleich los, zwei Arbeiterstullen im Stoffbeutel, zum Bahnhof Berlin Hauptbahnhof, um von dort mit einem D-Zug zur Messe der Meister von Morgen zu düsen, nach Leipzig, der wunderschönen Prunkstadt an der Pleiße. Ich werde vor Millionen von Menschen dort meinen allerneuesten Roman Kurzgeschichtenband ‚Wieder kein Roman‘ vorstellen, der ja hier in Berlin schon letzten Herbst rausgekommen ist, aber psssst, darf keiner wissen, sonst denken die Sachsen nachher noch ich könne sie nicht leiden. Dabei liebe ich die Sachsen! Ich bin voll der Sachsenfreund. Direkt sachsophil. Am liebsten mag ich Schnitzel mit Soße und Leipziger Allerlei und die Lebensart und die Sprache und die Kleidung und die Sitten und Gebräuche und die Architektur und die Luft, das sächsische Wetter, die dortigen Launen, die Öffnungszeiten, der Wein, die Straßenbahn. Genug geschleimt, sonst verpass ich den Bus.
Heute: Leipzig, Messehalle 5 (Bühne der jungen Verlage), 13 Uhr: ‚Wieder kein Roman‘ (icke lese ’n bisschen aus diesen zukünftigen Welterfolg und singe noch ’n Lied)
und
Leipzig, Centraltheater, 23 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt
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14. März 2013
„Sag mal Tomate.“ „Tomate.“ „Deine Oma kann Karate.“
Heute: Berlin-Friedrichshain, Szimpla-Das Badehaus, 20:30 Uhr: Chaussee der Enthusiasten mit einer Rumpfmannschaft der Enthusiasten und den Gästen Micha Ebeling, Spider und mich
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13. März 2013
„Weißt du wie die Seele aussieht?“ fragte mich meine Tochter gestern abend. „Nein“ antwortete ich wahrheitsgemäß. „Die Seele sieht genauso aus wie ein Mensch, nur unsichtbar, also mit ganz wenig Farbe, wie, wenn man mit Buntstiften auf Klebeband malt.“
Heute: Berlin-Kreuzberg, BKA, 20 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt (neue Texte, alte Schlager, Bier)
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12. März 2013
Zwei wunderschöne Begriffe der neueren deutschen Sprache sind ja auch Teilzeit und, gerade aktuell gehört, Vollzeit. Laut dieses Verbrechers, dieses ehemaligen Bundeskanzlers Schröder.., ach nein, wahrscheinlich ist seine Schwester gemeint oder Tochter oder vielleicht sind sie auch gar nicht miteinander verwandt, diese Familienministerin meine ich, die auch Schröder heißt und von der ich mir nie den Vornamen merken kann, die jedenfalls soll gesagt haben, dass Mütter wieder die Möglichkeit bekommen sollten in Vollzeit zurückkehren zu dürfen. Schon vor längerer Zeit habe ich ja mal vorgeschlagen, dass es Zwischenzeit geben sollte, also eine Zeit, die man zur freien Verfügung hat, von der der Rest der Welt aber nicht mitbekommt, dass sie existiert. Kann man von mir aus auch Teilzeit nennen, is mir wurscht, besteh da nich auf geistiges Eigentum. Würde mir auf jeden Fall gehörig Zeit lassen, bevor ich in die Vollzeit zurückkehre. Lieber noch ein wenig ausruhen.
Tipp für heute: Um den heißen Brei herumreden.
Ahne |
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