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Auf hunderttausendfachen Wunsch (27)

1. Februar 2013

Hier die Spielliste meines gestrigen Liedermachermagazines:

1. Bergen – Bärenmann I

2. Fraktus – Affe sucht Liebe

3. Fanta Dorado und Der Innere Kreis – Die Insel

4. Nicolas Sturm – Schiffbruch

5. Bonaparte – Dieses Lied

6. Prag – Argumente tausendfach

7. Danilo Guilherme – Mil Setas

8. Sebastian Krämer – Patricks Zimmer

9. Radierer – Angriff auf ’s Schlaraffenland

10. Billy Rückwärts – Kinderkreuzzug

11. Trailerpark – Immer noch egal

12. Berti Kurz – Kinderlied

13. Nikolic, die goldene Stimme Kreuzbergs – Keine Lust zu ficken

Tipp für heute: Auch mal was tun wozu man keine Lust hat, es kann schließlich nicht alles Spaß machen.

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Hey, hey, Wettbewerb

31. Januar 2013

Welch seltsame Blüten das Poetry-Slam-Unwesen mittlerweile treibt konnte ich gestern live bei einem sogenannten Bücher-Battle erleben. Im Kreuzberger Monarch-Klub trugen Menschen aus ihren Lieblingsbüchern jeweils 5-10 min vor und anschließend entschied das Publikum via Applausbarometer wer von ihnen den Sieg einheimsen durfte. Da wurde dann um die Wette geklatscht zwischen einem Text über Vergewaltigung, einem englischsprachigen, den ich nicht verstanden habe und einem über ’ne Liebesgeschichte vor Beginn des chinesisch-japanischen Krieges in den dreißiger Jahren. Gewonnen hat die Vergewaltigung. Zur Pause bin ich gegangen, als Einziger der mehr als 100 Anwesenden.

Heute: Berlin, Potsdam und Internetz, Pi Radio auf Radio 88vier, 20:30-21:30 Uhr: Ahnes Liedermachermagazin (das Liedermachermagazin mit Ahne) Ausgabe 33

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Funky Nummer

30. Januar 2013

Ein klein wenig einen Schreck habe ich ja schon bekommen, als ich gestern in der Sauna den Rainer Brüderle dem Gitarristen der großartigen Funk-Combo ‚Freddy Fischers Cosmic Rocktime Band‘ gegenüber stand und sich herausstellte, dass er hier nicht etwa zum Vergnügen war, sondern seiner Arbeit nachging, nämlich dem Massieren von Leuten. Ich nämlich wollte just an diesem Abend meinen vor etwa 7 Jahren erhaltenen Gutschein einlösen, welcher mich nicht nur zum kostenlosen Saunieren berechtigte sondern ében auch eine Massage beinhaltete. Da dachte ich, oh du heiliger Strohsack, ach du beige Neune, wenn er mich jetzt nackig sieht und wenn ich da beim Massieren schreie oder einen harten Puller kriege oder von der Liege falle oder einschlafe, und er dieses dann zu einem tanzbaren Song verarbeitet, der überall im Radio läuft, nachdem Milliarden von Teenagern engagiert mit ihren Zehen wippen, das wäre ja fast so peinlich wie beim Schwesterle. War dann aber nicht so, war nur gut, sehr gut sogar und er hat das nicht mal studiert. Bestätigt mich mal wieder in meiner Theorie, dass es immer besser ist beim Abitur durchzufallen. Zweimal durchzufallen. Warum? Darum.

Heute: Berlin-Kreuzberg, Monarch, 20 Uhr: Bücherbattle (mit mich und die Vorstellung von einen Lieblingsbuch von mich)

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Sätze seltsamer Schönheit (68)

29. Januar 2013

„Tatsächlich ist es doch so: das meiste von dem, was für unser Leben Bedeutung hat, geschieht halt in unserer Abwesenheit.“ (Fritz Ostermayer, Sänger der Wiener Liedermacherkapelle ‚Neigungsgruppe Sex, Gewalt und gute Laune‘)

Tipp für heute: Sich rar machen.

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Küchenphilosophen unter sich

28. Januar 2013

Ziemlich skurril finde ich die Begründung, mit der mir Gläubige schon oft erklären wollten, dass man ja gar nicht nichtgläubig sei, weil, und jetzt kommt ’s, man ja daran glaube, dass es keinen Gott gebe. Wenn man dieser Argumentation folgt dürfte dann aber auch niemand mehr behaupten er glaube nicht an den Weihnachtsmann, an Feen und Einhörner, Trolle, Elfen, Drachen und Riesen, sondern man glaube eben, es gebe keinen Weihnachtsmann, keine Feen, Elfen und durchsichtige Zauberpinguine. Das Beweisen einer Nichtexistenz dürfte sich immer als äußerst schwierig herausstellen, manche behaupten ja sogar als unmöglich. Das heißt sie glauben natürlich daran, dass es unmöglich sei.

Tipp für heute: Den durchsichtigen Zauberpinguin fein zum Essen ausführen.

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Na klar, jetzt muss der Typ hier ooch noch seinen Senf dazugeben

27. Januar 2013

Kann mir das vielleicht mal jemand erklären? Die Äußerungen und Berührungen (oder Berührungsversuche) einer Journalistin gegenüber von diesem Herrn Brüderle, wenn sie denn so stattgefunden haben, sind nach meinem bisherigen Verständnis doch sexuelle Belästigung und in diesem Sinne abstoßend und (womöglich) verurteilenswert. Aber haben sie auch etwas mit Sexismus zu tun? Hätte er gesagt: „Sie können doch gar keine intelligenten Fragen stellen, sie sind doch eine Frau.“, dann wäre das sexistisch, er aber wollte sie betatschen, küssen, womöglich ins Bett kriegen und wenn sie dies zurückweist und er trotzdem weitermacht ist das eindeutig sexuelle Belästigung. Da sehe ich keinen Unterschied ob Brüderle nun ein Mann oder eine Frau ist. Wenn er als sie, also als Frau die Frau weiter belästigt hätte wäre es trotzdem sexuelle Belästigung. Sexistisch wäre die sexuelle Belästigung wenn er gesagt hätte: „Wenn sie mit mir im Bett waren könnten sie vielleicht intelligentere Fragen stellen“ (sexistische Unterfickt-Theorie bei Frauen) oder wenn er gesagt hätte: „Sie haben es doch gar nicht nötig hier Fragen zu stellen, so wie sie aussehen“ (sexistische Sicht von Frauen und Beruf) oder: „Wenn sie mir eine Frau gegenüber setzen zum Interview müssen sie sich nicht wundern, dass ich über sie herfalle“ (sexistisches Frau als Beute-Schema). Das aber was bisher über den Vorfall bekannt wurde, würde ich unter sexueller Belästigung einstufen. Oder? Was die Sache natürlich nicht besser macht.

Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Jürgen Witte, Uli Hannemann, Jakob Hein, Falko Hennig und mich sowie den beiden unübertroffenen Spitzengästen der Superlative Luci van Org und Karl Neukauf.

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Wankelmütig

26. Januar 2013

Gehn wir nun in der Sonne spazieren oder gehn wir in die Sauna, gehn wir in die Sauna oder gehn wir in der Sonne spazieren, gehn wir in der Sonne spazieren oder gehn wir in die Sauna? Einerseits ist heute wahrscheinlich der letzte Tag für lange Zeit wo so schönes Wetter ist, kalt und Schnee und blauer Himmel und Sonne, andererseits sind die Sauna-Gutscheine nun mittlerweile auch schon wieder über ein Jahr alt und wer weiß, wann wir das nächste Mal Zeit finden. Hmm. Vielleicht, wenn beide Optionen gleich viel wiegen, sollten wir lieber eine dritte Variante wählen? Die Wohnung putzen oder den Keller aufräumen oder das Haus anzünden oder Krieg oder streiten. Ach, vielleicht doch lieber Sauna. Oder in der Sonne spazieren? Oder ins Bett.

Tipp für heute: Nichts übers Knie brechen.

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Ist Heino der deutsche Johnny Cash?

25. Januar 2013

So fragen sich wohl derzeit fast alle Menschen auf diesem Planeten. Gestern teilte es Heiko Werning uns bei den Brauseboys mit, Heino habe eine Schallplatte mit Liedern von den Ärzten, Rammstein und anderen deutschen Pop-Gruppen aufgenommen, welche er in bewährter volkstümlicher Manier intoniert, eigentlich nicht weiter der Rede wert, aber die BILD-Zeitung steckt wohl dahinter und deshalb muss gleich ein Skandal draus gemacht werden. Angeblich sollen die Bands wohl „kotzen“ und „prozessieren“ wollen. Zwar gibt es kein einziges Statement dafür, doch ohne diverse Publicity würde jenes beim „Indie-Label“ Sony erscheinende Heino-Produkt womöglich untergehen und das darf natürlich nicht sein. Also werden Menschen aus dem „Umfeld“ zitiert, Menschen, die „gewöhnlich gut informiert“ sind, „Menschen“, deren „Name“ nicht „genannt“ werden „darf“, weil das „die“ Menschen „nicht“ mögen, weil sie sonst „Unannehmlichkeiten“ von „bestimmten“ „Kreisen“ „befürchten“. Wo das wohl noch enden wird? Ich bin „gespannt“.

Heute: Berlin-Lichtenberg, Anna Seghers-Bibliothek, 19 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt (ohne Heino!)

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Dabei haben wir uns doch solche Mühe gegeben

24. Januar 2013

Normalerweise würde mir ja diese Langweilerzeitschrift gar nicht in die Finger kommen, aber manchmal ist in meinem Lieblingsimbiss alles andere bereits vergriffen und dann nimmt man eben was übrig bleibt, ist ja umsonst, hähä, Umsonstmentalität, und so geschah es, dass heute zum gebratenen Reis mit Gemüse ich den ‚Stern‘ durchblätterte, jenen, vom 17.01. 2013, keine Ahnung wie oft der so erscheint, Ignorant, hähä. Na, jedenfalls passiert es scheinbar doch aller Jubeljahre, dass man selbst im größten Scheißhaufen einen makellos geschliffenen Diamanten entdeckt. Tyll Schönemann, ehemaliger Chefredakteur jenes Käseblattes aus keine Ahnung hat die Schnauze voll. Von Berlin. Und das lässt ja fast hoffen. Nach zehn Jahren reicht es ihm endgültig. „München, Hamburg, Heimatstadt – egal, nur raus hier.“ Und dann listet er zwei volle Seiten auf, was ihn so nervt. Nämlich genau das, was Berlin so ausmacht, wovon man selber aber schon dachte, dass es am Verschwinden sei. Dieses Unfertige, diese Gleichgültigkeit, dieses „Wechselbad der Gefühle“ zwischen „himmelhoch jauchzend“ und „zu Tode betrübt“ , nebst den unfreundlichen Busfahrern natürlich, den U-Bahn-Schnorrern, den hässlichen Graffitis (im Gegensatz zu den schönen Graffitis), den frechen Migranten, den Menschen, die auch ohne viel Arbeit ihr Auskommen haben, von allem gibt es zu viel, „weit über ein erträgliches Maß hinaus“. Tyll Schönemann resümiert: „Der Berlin-Hype ist zu Ende. Spätestens mit dem Flughafen-Desaster wurde der Stadt ihre Maske abgenommen. Zum Vorschein kommt eine notorisch unehrgeizige, osteuropäische Hauptstadt mit einer notorisch unehrgeizigen Regierung und Bürgern, die sich autistisch in ihre jeweiligen Milieus zurückziehen.“ Ach, wie schön wäre es, wenn Tylli-Boy recht haben würde und dies auch all die anderen Weltstadtmanager endlich erkennen und ihre Koffer packen. „Berlin ist Leinwand für allerlei Phantasten.“ Tja, gibt vielleicht doch noch Hoffnung. Oder wie der Busfahrer meinte: „Wat will ik denn da?“

Heute: Berlin-Wedding, La Luz, 20:30 Uhr: Brauseboys (mit Billy Rückwärts und mich als Gäste)

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Poesie zum Träumen (50)

23. Januar 2013

Event-Kultur

Der Super-Sonntag im September,

am Super-Sonntag wird gewählt,

was super ist entscheiden welche,

die wissen, was uns wirklich quält.

Tipp für heute: Unter ferner liefen laufen.

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