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13. September 2012
„Wenn du mir sagst, was ich tun kann, werde ich es tun, selbst wenn ich weiß, dass ich dazu nicht in der Lage bin.“ ein verzweifelter Mann in einem Beziehungsgespräch auf der Schönhauser Allee
Heute: Berlin, Potsdam und Internetz, Pi-Radio auf Radio 88vier, 20:30 Uhr: Ahnes Liedermachermagazin (das Liedermachermagazin mit Ahne), Ausgabe 28, mit meinem heutigen Battlegaststar Karl Neukauf
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12. September 2012
‚Gebannt blicken alle auf das Bundesverfassungsgericht‘ melden heute fast unisono sämtliche Zeitungen der Bundesrepublik. Erinnert mich ein bisschen an DDR. ‚Jeder jeden Tag mit guter Bilanz‘ oder so. Also ich jedenfalls blicke heute keineswegs gebannt auf das Bundesverfassungsgericht, weil mir nämlich ziemlich schnuppe ist, ob es so einen Euro-Rettungsschirm gibt oder nicht. So lange man verlangt, dass es dafür den einfachen Menschen in z.B. Griechenland erheblich viel schlechter gehen soll als den einfachen Menschen in z.B. Deutschland ist das nur eine Farce eines Vereinten Europas.
Heute: Berlin, Pfefferberg (Haus 13), 21 Uhr: Die Surfpoeten (mit mich als Gast)
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11. September 2012
Hurra! Ich weiß gerade gar nicht warum ich so fröhlich bin, aber egal. Hurra! Vielleicht liegt es ja daran, dass es mir gut geht, ich keinen Hunger leide, auch nicht müde und abgekämpft bin, die Sonne scheint, der Bauarbeiter mopsfidel zu mir ins Zimmer lächelt um gleich darauf wieder seinen Presslufthammer anzuschmeißen, huch, jetzt hätte ich schmeißen fast mit Doppel-ß geschrieben. Hurra! Ich schreib einfach nochmal: Hurra! Und jetzt fang ich an mit arbeiten. Och nö, wa? Doch. Och nö. Doch. Och, dis find ich jetzt aber echt ein bisschen schade. Tja, mir doch egal.
Tipp für heute: Wie ein Pferd wiehern obwohl man kein Pferd ist.
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10. September 2012
Nachdem ich gestern bei der Reformbühne einen Text zu meiner legendären Wandzeitung in den achtziger Jahren gegen die Neutronenbombe, „Neutronenbombe Stop!“ war darauf zu sehen gewesen, gelesen hatte, kam eine Frau aus dem Publikum auf mich zu und meinte, ob ich nicht in der DDR Schwierigkeiten wegen dieser Wandzeitung gekriegt hätte, weil doch, nach ihren Erinnerungen zumindest, die sozialistischen Staaten die Neutronenbombe als vorteilhaft gesehen hätten und Kritik gegen den Bau jener Waffe unterdrückt worden sei. Nun habe ich mal kurz das weltweite Netz befragt und dort stand lediglich was von amerikanischen und französischen, Ende der achtziger Jahre auch von chinesischen, Entwicklungen in diese Richtung. Weiß da jemand von euch Genaueres? Muss die Geschichte schon wieder umgeschrieben werden? Jedenfalls die Geschichte, die in meinem Kopf existiert?
Tipp für heute: Sich Zeit lassen.
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9. September 2012
Entschuldigen möchte ich mich bei jener älteren Dame, die sich selbst als Liane vorstellte, könnte aber auch Diana oder Lieselotte gewesen sein, das war entweder auf Grund eines Sprachfehlers oder wegen fortgeschrittenen Alkoholkonsums schwer zu verstehen gewesen, ihr Enkelkind hieß auf jeden Fall Joana (Dschoähna ausgesprochen), auch wenn sie es immer mal wieder anders nannte, was ja aber auch nicht verwunderlich ist, wenn man mehr als zwei (nämlich drei) Enkelkinder hat, na jedenfalls konnten wir leider heute dann doch nicht zu einem netten kleinen Umtrunk vorbeikommen, weil wir ja ab und zu Vegetarier sind und außerdem gläubige Sikhs und auch keine Zeit hatten wegen des schlechten Wetters und Arbeit und Silberne Hochzeit und es ging uns auch gar nicht so gut, weil wir ja morgen in Urlaub fahren und packen mussten und ich vertrag ja auch nichts und bin einfach, okay, sagen wir es ehrlich, stinkend langweilig. Das ist leider wirklich so. Tschuldigung.
Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig (frisch zurück aus Äthiopien), Jakob Hein, Jürgen Witte, Uli Hannemann und mich sowie den phantastischen Sternengästen Robert Rescue und Manfred Maurenbrecher
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8. September 2012
Heute nacht geträumt, ich kröche eine kopfsteingepflasterte Dorfstraße entlang, auf der Suche nach hart gekochten Eiern, jedoch alle Eier, die ich abgreifen kann, sind entweder roh oder weich gekocht. Das ärgert mich gewaltig.
Tipp für heute: Den Stecker ziehen.
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7. September 2012
Nachdem in der Lottumstraße die Klingelschilder eines ganzen Mietshauses zur Verschleierung (Verschleierung?) der Nutzung als Ferienwohnung mit den Namen berühmter Fußballstars, Frings, Ronaldo, Beckham, Messi etc., beschriftet worden sind, hat nun ein findiger Geschäftsmann (oder eine Geschäftsfrau?) in der Choriner Straße nachgezogen. Dort kann man jetzt bei den Familien (oder Singles, EP’s, LP’s?) Schulz, Scholz, Meier, Mayer, Meyer, Hinz, Kunz, Lehmann, Schmidt, Müller, Bauer, Schneider, Fischer, Schwarz, Klein und Krüger klingeln. Vielleicht hat ja aber auch die NPD das Haus im Prenzlauer Berg gekauft und eine National Befreite Zone geschaffen? Wer weiß, wer weiß, wer weiß das schon.
Tipp für heute: Einfach mal klingeln überall und nachfragen.
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6. September 2012
Warnen kann ich nur all jene, die im Raum Berlin, Brandenburg und angeschlossene Funkhäuser sich heute vom Sonnenschein draußen blenden und in kurzen Hot Pants, schnurlosen Blüschen sowie Badelatschen mit ohne Strümpfe die schützende Hütte verlassen wollen. Arglistig versucht uns nämlich die Natur zu täuschen. Bitterkalt ist ’s. Also mir jedenfalls froren sofort sämtliche Gesichtsmuskeln ein, als ich gegen Mittag die Wohnung verließ. Erst dachte ich ja, es würde am Alkoholkonsum liegen, am gestrigen, aber dann fiel mir ein, dass ich ja gestern gar kein…, okay 3 Bier waren es doch gewesen. Doch das ist bei mir im Prinzip nichts. Ich trinke ja sonst mindestens 10 oder sogar 12 Bier. „Angeber, Angeber“ höre ich es schon von den hinteren Plätzen krakeelen. Sind natürlich kleine Bier. 0,05 Liter-Flaschen. Ja, die werden extra für mich hergestellt. In Bierstadt, dem heutigen Plzen. Glaubt ihr nicht? Na, dann eben nicht. Aber zieht euch trotzdem warm an. Bitte!
Heute: Kleinmachnow (nicht zu verwechseln mit Klein-Machnow oder Klein Machnow), Cafe Medoc, 20 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt leider schon ausverkauft
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5. September 2012
Gestern hatte ja der schlechteste deutsche Außenminister seit Kriegsende noch in einer großen Berliner Tageszeitung erklärt, er könne, seit er nicht mehr Parteivorsitzender sei, sich besser auf die Außenpolitik konzentrieren, da ja „die Lage in Europa und der Welt (..) außerordentlich kompliziert und fordernd“ wäre. Frage mich zwar wann die „Lage in Europa und der Welt“ mal weniger „außerordentlich kompliziert und fordernd“ gewesen ist, zu Kaltenkriegszeiten? Nach der Implosion des Ostblocks? Nach dem 11. September 2001? Aber gut, zumindest kann er sich jetzt besser konzentrieren. Zum Beispiel auf das einzige Ziel seiner Amtszeit, was mir, aus seinem Munde jedenfalls, im Gedächtnis geblieben ist, nämlich dem Abzug der amerikanischen Atomwaffen aus Deutschland. Diese dürfen jetzt, laut einer NATO-Erklärung vom Mai diesen Jahres, die auch die Bundesregierung, zu der unser Außenminister bekanntlich gehört, mit unterzeichnet hat, bis mindestens 2024 einsatzfähig gehalten, ja, sie sollen sogar modernisiert werden. „Schmerzhaft“ für ihn, schreibt die gleiche große Berliner Tageszeitung heute. Aber wenn dieses Ziel nun endlich vom Tisch ist, kann er sich ja vielleicht auf andere komplizierte Sachen konzentrieren. Auf das Binden der Krawatte vielleicht? Oder wie man einen Handkuss gibt?
Heute: Berlin, Pfefferberg, 21 Uhr: Die Surfpoeten (mit mich als Gast)
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4. September 2012
Jürgen Witte hat am Sonntag bei der Reformbühne Insiderinformationen zu einem Gewinnspiel bei der Kaufhallenkette Penny weiter gegeben. Da soll es wohl Autos oder Reisen oder Gold im Wert von mehreren Sack zu gewinnen geben. Wenn ich mich recht erinnere, hat es wohl was mit Karten zu tun. Gewinnkarten? Auf jeden Fall habe ich, gierig wie ich bin, mir natürlich sämtliche Zahlen notiert. Es sind die 3, die 2, die 4, die 1, die 5, die 2 (zum zweiten Mal), die 4 (zum zweiten Mal) und die 1 (zum zweiten Mal). Warum ich dieses Herrschaftswissen nicht für mich behalte? Warum ich nicht einfach ganz alleine dort abräume und in Saus und Braus lebe, die letzten Tage, die mir bleiben? Ach, wisst ihr, es macht doch viel mehr Spaß, wenn man nicht nur solo so Glück hat. Wenn man von Menschen umgeben ist, die genauso viel Gold, Autos und Reisen besitzen, wie man selber. Dann nämlich gibt es auch keinen Neid, also weniger und dafür viel mehr Partys, unter Freunden. Ach so, Jürgen meinte übrigens, die erste Zahl, also die 3 sei die wichtigste. Warum, weiß ich nicht mehr. Auto?
Tipp für heute: Mit Kreide Anarchiezeichen auf ’s Pflaster malen.
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