Corona-Tagebuch 230

6. Februar 2021

Gestern die örtliche Gastronomie unterstützt, viele Gaststätten kämpfen ja gerade ums Überleben, mit dem Kauf dreier vegetarischer Gerichte und einer Vorspeise und einem Bhatura-Brot, womit man bereits weiß, ich bestellte beim Inder und holte auch selber ab. Machte mich sogar gleich zweimal auf den Weg, weil ich erst kurz vor dem Laden bemerkte, ich habe ja meine Maske vergessen. Dies war früher, jetzt schreibe ich schon früher, dabei ist es gerade mal zwei Wochen her, einfacher, denn meine Alltags-Stoffmaske trug ich immer in der Hosentasche, hatte sie also ständig parat, während die jetzt notwendige OP-Maske bei mir im Flur am Haken hängt, um sie auszulüften und trocknen zu lassen, ich also jedes Mal dran denken muss, sie auch wirklich mitzunehmen. Und dieses Mitdenken fällt mir zunehmend schwerer mit meinen 54, Quatsch, 53 Jahren. Oder sind es 52? 86? Nee, dann hätte ich ja bereits einen Impftermin. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC (erinnert nur mich der Name an AC/DC, „Highway to hell“?) gibt zum zusätzlichen Nutzen von FFP-2-Masken zu bedenken: „Der erwartete Mehrwert der universellen Verwendung von FFP-2-Atemschutzmasken in der Gemeinschaft ist sehr gering.“ Auf Anfrage der Deutschen Presse Agentur (dpa) heißt es weiter, mögliche Kosten und Schäden rechtfertigen keine Empfehlung FFP-2-Masken anstelle von anderen Masken in der Öffentlichkeit zu tragen. Spanien hat seinen ersten Infizierten mit der brasilianischen Virus-Variante B.1.351. Der 44-jährige sei am 29.01. per Flugzeug aus Brasilien in Madrid eingetroffen und habe ein Dokument dabei gehabt, demzufolge ein PCR-Test keine Infektion angezeigt hätte. Insgesamt verzeichnete Spanien am Freitag 28.565 Neuinfektionen. Großbritannien geht dazu über sämtliche Einreisenden zweimal zu testen. Die deutsche Bundesregierung stuft ab sofort die afrikanischen Länder Botswana, Malawi, Mocambique, Sambia und Simbabwe ebenfalls als Corona-Risikogebiete mit gefährlichen Virus-Mutationen ein und hat ein Beförderungsverbot für Fluggesellschaften erlassen. Nicht davon betroffen sind deutsche Staatsbürger und Transitpassagiere. Weil die nicht ansteckend sind? Aus zwei Betrieben in Bremerhaven werden Infektionen mit Virus-Mutationen gemeldet, in einem gab es zwei, in dem anderen 14 Fälle. Um welche Varianten es sich handelt, wurde nicht mitgeteilt. Köln meldet einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen, während sie insgesamt in Deutschland weiter zurück gehen. Drei nach Impfungen Verstorbene mit schweren Vorerkrankungen werden derzeit im rechtsmedizinischen Institut in Köln untersucht, um einschätzen zu können, „ob es einen kausalen Zusammenhang zwischen Impfung und Todeseintritt gibt“. Rechtsmediziner Prof. Markus Rothschild plädiert für eine systematische Obduktion von Covid-19-Todesfällen: „Die gibt es bislang nicht, auch nicht von Todesfällen, die in näherem zeitlichen Zusammenhang einer Corona-Impfung verstorben sind.“ Lettland verlängert den Corona-Notstand bis 6. April. Eingereist werden darf künftig nur noch mit triftigem Grund. Der Passagierverkehr mit Großbritannien, Irland und Portugal wird komplett ausgesetzt. Lettische Buchläden und Läden deren Sortiment zu mindestens 70% aus Lebensmitteln oder Hygieneprodukten besteht dürfen dagegen wieder öffnen. In Belgien öffnen seit heute Frisöre, ab Montag Campingplätze, ab nächsten Sonnabend die Außenbereiche von Tierparks. In Polen dürfen ab nächsten Freitag Hotels, Kinos, Theater, Opern- und Konzerthäuser, sowie Sportanlagen und Schwimmbäder unter freiem Himmel öffnen. Zwei Wochen soll das getestet werden. Die Ausgangssperren in Athen und Saloniki werden dieses Wochenende auf 18 Uhr vorverlegt. Rio de Janeiro verbietet sämtliche Karnevalsumzüge. Tschechien hat mit einer Krankenwagenkolonne Corona-Patienten  aus dem stark betroffenen Grenzgebiet zu Bayern und Sachsen in andere Landesteile verlegt. Über 600 Covid-19-Tote meldet Eswatini (Swasiland), über 900 die Vereinigten Arabischen Emirate, über 5.000 die Slowakei, über 75.000 Russland, über 230.000 Brasilien. Das ostafrikanische Land Burundi möchte vorerst auf Impfungen gegen das Virus verzichten, Gesundheitsminister Thaddee Ndikumana: „Weil sich mehr als 95% der Patienten erholen, schätzen wir, dass Impfungen noch nicht nötig sind.“

Tipp für heute: Lieber eine Zweitmeinung einholen.

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