Corona-Tagebuch 231
7. Februar 2021
Mehrmals in der Nacht aufgewacht und immer wieder aus dem Fenster geguckt, ob der versprochene Schneefall denn eingesetzt hat. Doch bis gegen 8 Uhr, meinem Weg zum Bäcker, nichts, gar nichts. Mittlerweile, 9:55 Uhr, fallen ein paar Flocken vom Himmel, ob es aber zum Schlitten fahren reichen wird, da bin ich skeptisch. Kalt jedoch ist es geworden, -5°C und ein strammer Ostwind. Ich mag das ja, bin da gerne draußen. Denke sowieso, es wird zu wenig betont, dass man, gerade während der Covid-19-Pandemie, raus gehen sollte. Die Ausgangssperren haben meiner Auffassung nach in noch keinem Land irgend etwas gebracht, wenn, dann eher in negativer Hinsicht. Auch die Konzentration der Virenlast bei Infizierten spielt ja eine gewisse Rolle für die Schwere der Krankheit und ein paar dieser Viren könnte man doch beim Rausgehen, mit gebotenem Abstand zu anderen, aus der Lunge schütteln, behauptet Prof. Dr. Dr. Laiensprech, der sich die akademischen Titel selbst verliehen hat. Vielleicht sollte ich mich bei der Beurteilung mal ein bisschen zurückhalten? Das allerdings, so fürchtet der Autor, übersteigt meine Kräfte. Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse Agentur (dpa) sind derzeit 37% der Deutschen für eine Verlängerung der Corona-Maßnahmen, 13% für eine Verschärfung, 30% für eine Lockerung, 13% für die Rückkehr zur Normalität. Bei einer nicht genehmigten Demonstration protestierten gestern in Mannheim circa 1.200 Menschen in 600 Autos auf einem Parkplatz gegen jene Maßnahmen. Die Polizei löste die Versammlung auf. Im oberbayrischen Freilassing demonstrierten aus gleichem Grunde mehr als 1.000 Menschen. Etwa 600 demonstrierten in Kopenhagen gegen die dänischen Maßnahmen, insbesondere gegen den geplanten Impfpass. Sie riefen „Wir haben genug“ und „Freiheit für Dänemark“. Selbstkritisch blickt Baden/Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zurück: „Der Lockdown light im November war falsch, die Einschränkungen gingen nicht weit genug.“ Der Leiter der Tübinger Kinder- und Jugendpsychiatrie, Tobias Renner, gibt zu bedenken: „Aktuell zählen wir bei uns einen enormen Anstieg des Versorgungsbedarfs.“ Israel lockert die Maßnahmen. Beschäftigte, welche keinen Kontakt zu Kunden haben, dürfen wieder zur Arbeit gehen. Besuche im privaten Kreis und Ausflüge in die Natur sind wieder erlaubt. Kindergärten und Schulen sollen ab Dienstag öffnen. Der internationale Flughafen bleibt dagegen geschlossen. Weltweit ist der Flugverkehr 2020 um 66% zurück gegangen. Keine schlechte Nachricht, für die Umwelt zumindest und somit auch für uns. Über 800 Covid-19-Tote meldet Malawi, über 15.000 Ekuador, über 165.000 Mexiko, über 460.000 die USA. In Großbritannien müssen wegen der Corona-Beschränkungen und der damit verbundenen Pub-Schließungen 50 Millionen Liter Fassbier vernichtet werden, dessen Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Das entspricht ungefähr 495.000 Badewannen voll Bier und das wiederum ist.., ganz schön viel. Ebensolches unnützes Wissen gibt es garantiert auch heute Abend wieder, bei unserer Reformbühne, die aus dem Wedding gesendet wird, wohin ich, falls wegen Schneeverwehungen die Straßenbahn nicht fahren sollte, zur Not auch laufen würde, sehr gerne sogar.
Heute: Weltweites Internetz, Facebookkanal der Reformbühne Heim & Welt, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt (Livestream) mit Susanne Riedel, Heiko Werning, Spider, Gott und mich, zugeschaltet aus Gran Canaria: Falko Hennig, zugeschaltet aus Steglitz mit seiner legendären Anneliese-Hülschrath-Gedächtniskolumne Jürgen Witte, einem Text unseres Technik Genies Frank Sorge und mit dem Super-Duper-Gaststar Robert, der Schlagerstar (depressive Schlager) Spenden bitte per Pay Pal an reformbuehne@gmail.com oder klassisch an Heiko Werning IBAN: DE78 100 500 00 0310264790
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