Corona-Tagebuch 620

30. April 2022

Weizenmehl scheint es wieder problemlos zu geben, jedenfalls gelang es mir gestern eine Packung zu erwerben und mit ihr Eierkuchen zu backen. Braten, muss es sicher korrekt heißen, das Gericht wird schließlich in einer Pfanne zubereitet. Dafür lichten sich die Reihen bei den Nudeln wieder, zumindest in unserer Kaufhalle. Und, ich erlebte zum ersten Mal, wie an der Kasse einem Mann zwei Flaschen Sonnenblumenöl vom Band genommen wurden. Nur eine durfte er kaufen. Andere wollen schließlich auch was haben. Der Mann unterließ es zu meckern. Für das gesamte Wochenende rechnet die Berliner Polizei mit gewalttätigen Ausschreitungen. Groß angelegte europaweite Militärübungen plant die NATO in den nächsten Wochen. Mit dabei Schweden und Finnland, die höchstwahrscheinlich dem Bündnis beitreten werden. Russland erklärte, es befinde sich nicht im Krieg mit der NATO. Noch nicht? In der ‚Emma‘ richteten 28 Intellektuelle und Künstlerinnen, darunter Andreas Dresen, Juli Zeh und Alice Schwarzer, einen Offenen Brief an den Bundeskanzler, in welchem sie ihn auffordern, keine schweren Waffen an die Ukraine zu liefern, um nicht selbst Kriegspartei zu werden. Sah mir gestern im ZDF eine Zoom-Ausgabe über Xavier Naidoo an, der sich vor Kurzem von Rechtsradikalen und Verschwörungstheoretikern lossagte. Die Reportage war in großen Teilen vor dieser Aussage entstanden. Am Ende bezweifeln die Macher dessen Ausstieg aus der Szene. Ist natürlich ihr gutes Recht, andererseits würde ich mir wünschen, dass Menschen, welche die Kraft finden, Rechtsradikalen den Rücken zu kehren, auch Unterstützung finden, so lange zumindest, bis sie nicht wieder anfangen Hetze zu verbreiten. Und in Sachen Corona? Wenig Neues. Nach Angaben des Redaktionsnetzwerkes Deutschland wurden in den 20 größten Städten der BRD bisher mehr als 47.000 Verstöße gegen die Impfpflicht im Gesundheitswesen gemeldet. Bußgelder oder Betretungsverbote gab es bisher in keinem einzigen Fall.

Heute: Kremmen, Kunst & Beeren (Open Air), 19 Uhr: ’54 Jahre Achselzucken‘ (Ahne liest, singt und trinkt) neue Texte, alte Schlager, Bier

und morgen, 1.5. 2022

Berlin, Mariannenplatz, ca. 15:30 Uhr: ’35 Jahre 1. Mai‘, Ahne hält eine emotional vorgetragene Rede bei der Partei ‚Die Partei‘

sowie

Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Spider, Frank Sorge, Heiko Werning, Gott und mich, sowie dem äußerst interessanten Superstargast Tito Maffay (Musik)

Allgemein | Kommentare

Kommentar schreiben

  •  
  •  
  •  

Verfolge neue Kommentare zu diesem Beitrag mit diesem Kommentar-Feed.

Kategorien