Niemand hatte die Absicht einen Tag Pause zu machen
14. August 2011
Hat es jemand gemerkt? Ich habe gestern eine Schreibepause bei meinem Blog eingelegt. Ich dachte mir, wenn schon Busse, Bahnen und Flugzeugträger zu Ehren der Maueropfer eine Minute lang ihre Fahrt unterbrechen und gedenken, dann ist es für mich doch eine verdammte Pflicht und Schuldigkeit dies in aller Deutlichkeit zu überbieten. Und so habe ich den ganzen Tag lang eben gedacht. Und zwar draußen, vor den Toren der Stadt. Und außerdem habe ich gefastet. Also fast. Hab nur ein Brötchen zu mir genommen. Also früh. Mittags gabs dann Pilzpfanne und als Nachtisch noch Kuchen und abends haben wir gegrillt. Schorfwürste. Klingt eklig, oder? Schorfwürste? Aber die heißen in echt so. Also jedenfalls könnten sie so heißen. Es handelt sich bei ihnen nämlich um original Schorfheider Bratwürste. Die sind lecker eingelegt. In Sud. Schorfwürste in Sud. Mmh. Ich glaub, ich ess gleich noch eine von ihnen, in Gedenken, an die arme Stadt Berlin, die 50 Jahre lang von einer brutalen Mauer durchgeschnitten worden ist.
Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heimchen & Weltchen mit Heiko Werning, Uli Hannemann, Jakob Hein, Falko Hennig und mich sowie dem gigantomanischen Supersondergaststar Nils Heinrich
2 Kommentare zu “Niemand hatte die Absicht einen Tag Pause zu machen”
01
Eyh, Ahne, die Mauer hat nur 28 Jahre lang Berlin brutal durchschnitten. Aber du hast schon recht. 50 Jahre habense uns belogen und be…
02
Du machst mich ganz traurig.
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