Entwarnung
23. September 2008
Ein wenig Bammel hatte ich ja schon, vor dem heutigen Treffen mit dem Weltbank-Präsidenten Robert Zoellick. Was, wenn mir da plötzlich eine gefräßige Riesenheuschrecke gegenübertreten würde, hatte ich gedacht, eine, die ohne mit der Wimper zu zucken mir sämtliche sauer verdienten Ersparnisse aus dem imaginären Brustbeutel fressen würde. So gesehen, war ich dann doch ziemlich erleichtert, als er mir als Mensch erschien. Zugegeben, er roch etwas streng, ja, er sah auch etwas wirr aus, sein Hemd hing aus der Hose, den Hosenstall, den hatte er vergessen zuzumachen und die Haare, mein Gott, wer Wasser spart tut immerhin was für die Umwelt. Aber sonst. Sehr symphatisch, der Mann. Zwar verstand ich nicht was er sagte, ich hab ja kein BWL-Studium, aber wie er es sagte, a la bonneur, Dialekt, Slang, was weiß ich, sehr symphatisch. Ein Mann, der mit beiden Beinen auf dem Boden geblieben ist. Kein Champagnertyp eher so Futschi. Ich glaube die Weltfinanzen, die sind bei ihm in den richtigen Händen. Mein Konto werde ich auf alle Fälle nicht auflösen, vorerst.
Tipp für heute: „Die Wundervolle Nacht der Kaufhallenwiedereröffnung am Teutoburger Platz mit Riesenfeuerwerk und anschließendem Mitternachtseinkaufen gegen die Weltwirtschaftskrise“ ab 21:30 Uhr, in Berlin (für Nichtberliner mit dem Flugzeug bis Schönefeld und dann durchfragen).
Ein Kommentar zu “Entwarnung”
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Einer wie Du und Ich,fein! Werde mal gleich dem ehemaligen Röntgentaler Geldadel davon berichten.
Denen werden Steine von den Herzen fallen.
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