Trauer
25. September 2013
Am meisten fehlen wird mir nach der Wahl ja Guido Westerwelle. Aber noch ist der Außenminister im Amt. Er könnte doch wenigstens einmal noch seine Besorgnis äußern, seine tiefe Besorgnis vielleicht sogar, oder sich alternativ betroffen zeigen. Zum Beispiel über das Verbot der Partei der Muslimbrüderschaft in Ägypten. Ja, dieses Land gibt es noch, auch wenn es in den hierzulande agierenden „regierungsnahen“ Medien derzeit keine Rolle zu spielen scheint. Bestand der „Westen“ kurze Zeit nach dem Militärputsch in Ägypten noch auf eine Beteiligung, die jene in die Regierungsverantwortung gewählte Partei dort übernehmen sollte, auf baldige Neuwahlen und Rückkehr zur Demokratie, so herrscht mittlerweile Schweigen. Was da gerade abgeht, wer in die Gefängnisse wandert oder wieder herauskommt scheint von untergeordnetem Interesse und es fällt mir schwer zu glauben, dass es mit Syrien demnächst anders sein sollte.
Heute: Frankfurt an der Oder, Stadt- und Regionalbibliothek, 19 Uhr: Wissen trifft Ahne (icke in Jespräch mit Dr. Dirk Wissen zu meinen Schaffen und denn lesick noch eins, zwei, drei und sing ’n bisschen und so)
2 Kommentare zu “Trauer”
01
Wie immer. Ist jemand durch Wahlen an die Macht gekommen aber diese/r passt dem ach so freien demokratischen Westen nicht, werden gern mal Putschisten (dann gerne Demokraten genannt) unterstützt oder man lässt die Regierung / das Volk am ausgestreckten Arm verhungern. Und die deutsche weitestgehend freiwillig gleichgeschaltete Journaille spielt ebenfalls gerne mit. Präsidenten sind dann Machthaber und Regierungen Regime.
Jetzt hat die geifernde Meute damit zu tun, wer nicht mit wem kopoliert, äh koaliert. Öde.
Ist das Bad noch sauber? Unsere Rangen haben vor so was ja keine Achtung. Soll´n sie. Werden sie später schon bereuen.
02
Ach Mensch Olaf.
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