Marsch durch die Institutionen
10. Februar 2009
Konrad Endler hat ja vor eine Partei zu gründen. Eine Partei, die wirklich libertär ist und all die überflüssigen Zwänge bekämpft, denen wir heutzutage noch ausgesetzt sind. Er wollte diese Partei ‚Die Blauen‘ nennen, stellte dann allerdings fest, dass es wohl schon eine Partei namens ‚Die Blauen‘ gibt. Da ja nun die Farbenlehre, was Parteien betrifft, fast ausgereizt sein dürfte, Grüne, Schwarze, Gelbe, Rote, Braune, auch Orange ist irgendwie besetzt, wie wäre es mit dem Namen ‚Die Karierten‘? Würde mich freuen dort dann im kleinkarierten Hemd eine große Kariertenkarriere starten zu dürfen.
Heute: Frankfurt/Main, Club Voltaire, 20:30 Uhr: Titanic-Peak-Preview mit Leo Fischer, Stefan Gärtner, Oliver Maria Schmitt, Mark-Stefan Tietze, Thomas Gsella, Stephan Rürup und mich.
25 Kommentare zu “Marsch durch die Institutionen”
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und das Individium im Volk ist ein kleinstes Karo,nicht schlecht.
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Mittlerweile bin ich bei „Die Liga“ angekommen. Das Programm wird auf ein einziges Blatt passen und beschränkt sich auf ein Minimum an Konventionen, nämlich zunächst jene Ideologien und politische Einstellungen auszuschließen, die gegenseitige Akzeptanz unmöglich machen (z.B. Dogmatismus, Chauvinismus, Rassismus, Sexismus, Käuflichkeit, Eifer) und zweitens die Mindestkonvention anzunehmen, die jeder fortschrittlichen Partei zugrunde liegen muss, den Wunsch nach:
Freiheit Fortschritt Respekt Frieden Demokratie Bildung Wohlstand Selbstbestimmung Gleichberechtigung Teilhabe Versöhnung und Lust für ALLE.
Mit so einem Mini-Programm schlösse man solchen Kack wie Parteidisziplin und Ochsentour von vornherein aus, d.h., es wäre eine Partei, die keinen Block darstellt. Hoffe, dass ich bis zum 2.Mai alles fertig habe. Und auch, wenn ich das einzige Mitglied bleiben sollte, weiß ich doch, dass wenigstens ich das Richtige gemacht hab;-)
Zur Zeit hab ich aber andere Sachen zu tun, zum Beispiel Döner essen.
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„Die Blauen“ und „Die Karierten“ ist aber ganz schön was anderes. Schade, um das Blau, auf jeden Fall, das schon vergeben. Weil ist ja wirklich eine Gute. Ultra, Kobalt, Himmel und Zahlreichere gibt es doch aber noch. Und dis ganze Spektrum bietet ja noch viel Unzähligere. Lila beispielsweise. Vielleicht.
LilaLiga.
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Partei an sich ist aber schon sehr wenig libertär?
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Hätten die Ockernen eine Chance? Oder gehts ncht um Chancehaben?
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@Generator
„Partei“ ist eigentlich nur „Parteinahme“. Die kann auch libertär sein.
@Dan
Die Ockernen klingen mir zusehr nach Mark Brandenburg, irgendwelche Ziegeleienbesitzer, die Beton verbieten lassen wollen.
@p.friede
Lila ist leider schon die Farbe des Feminismus
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Orange schon vergeben außer an die Müllmänner?
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Achja, da war was in der Ukraine und auch mit dem holländischen Fußball, geht natürlich nicht.
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und die Bagwahns waren auch voll orange ,jeht schon garnicht.
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Warum nicht die Farblosen? Oder Cyan, das klingt schon richtig giftig.
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@ Konrad: Das Programm find ich klasse aber den Namen ‚Die Liga‘, ick weeß nich, ick weeß nich, klingt ziemlich nach ‚Die Partei‘ bei denen ich gerade aufgetreten bin.
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@ Generator: Obwohl Orange natürlich trotzdem was hätte. ‚Die Orangen‘ oder noch besser ‚Die Orangenen‘.
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@ jens kassner: Farblos is eventuell n bisschen blass.
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An Konrad Endler.
Ich dachte ja nur an die Mischung blau und rot, die lila wird. Und Liga passte da dann gleich noch klanglich gut ran; aber könnte man ja auch als BindungsBündnis oder so bezeichnen.
RotBlauBindungsBündnis? Mh. Ganz schön kompliziert, ick weeß.
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Die „Weißen“. Klingt ein wenig wie „weise“ und zu weiß passen auch nur die ganz guten Wünsche. Und Weiß verträgt sich auch nicht mit irgendeiner anderen (Partei)Farbe – weil es eigentlich gar keine Farbe ist. Aber trotzdem mehr Farbe als farblos, ein perfekter Gegensatz zu Schwarz und überhaupt kann man auf ein weißes Blatt Papier ganz schön viel schreiben.
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@ berlinpankowblogger: Bist du Drucker? Wissen ja sonst nur wenige, dass das keine Farbe ist. Weiß ist trotzdem, finde ich auch schon besetzt, durch die tollen Leute, die den Menschen in aller Welt Glasperlen gebracht haben und Branntwein geschenkt.
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Nee, kein Drucker, aber so ähnlich. Glasperlen, Branntwein – ist mir da etwas entgangen?
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… und Syphillis und den Weltwirtschaftsfond. Weiß ist ja ne Farbe. Neonweiß sogar ne Hautfarbe.
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So gesehen ist dann Weiß wohl doch nichts für Herrn Endler. Wie wäre es dann mit Blau-Weiß? Ach nee, dit ist zu bajuwarisch. Tja, das ist nicht so einfach. Wobei ich die „Weiße Liga“ gar nicht sooo schlecht finde.
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@ berlinpankowblogger: ‚Weiße Liga‘, ach du meine Nase! Und dann noch so ne spitzen Kapuzen aufsetzen vielleicht? Wäre nichts für mich.
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War jetzt nicht so ganz ernst gemeint;-) Nein, nein. „Liga“ geht eigentlich gar nicht. Mal abgesehen vom Sport gibt es da zuviele undurchsichtige Vereine. Ganz zu schweigen von der Ligabank oder gar der Bibelliga…
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Weiß-Weißes Rauschen.Für mich der Gipfel des uns umgebenen Farbterrors.Bin manchmal dumm-romantisch und sehne mich nach der bräunlich grauen Umgebung meiner Kindheit zurück.Also Symbolfarbe weglassen.Bleibt noch die Namensgebung des Neuen Vereines.Alle Wörter sind schon so vorbelastet.Schwierig,schwierig!
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Nach der Anarchistischem Pogopartei kann auch eigentlich nichts mehr kommen. Das (zu Unrecht völlig unterschätzte) Parteiprogramm enthielt alle wesentlichen Defizite, von der Rückverdummung bis zu den Gewalterlebnisparks. Die haben sich nicht bei der Farbe aufgehalten, die Punker.
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@ generator: Ja, hat was. Allerdings haben sie die wichtigen Sachen immer wieder mit Kabarettistischem gemischt. Rückverdummung, Balkanisierung.Und wirklich offen für Omas und Opas klingt für mich eine Partei nicht, die das Wort Pogo schon im Namen führt.
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@ahne
Die meisten von denen nähern sich ja selbst dem Rentenalter. Du hast recht, was die Seriosität angeht, aber Rückverdummung hielt ich immer für ein realistisches politisches Ziel.
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