Ob arm, ob reich, die WM macht alle gleich (zu Deutschen)
9. Juni 2014
Unverkennbar, es ist wieder soweit. Die ersten Fußballeventpatrioten haben bereits ihre schwarz-rot-gelben Fähnchen aus den Fenstern gehängt. Kein Blockwart, kein Hausgemeinschaftsfunktionär (mir fällt gerade das Wort nicht ein, welches man in der DDR benutzte) muss sie ermahnen, sie tun es freiwillig. Vollkommen unverkrampft. Sollte man ja auch irgendwann mal in die Ecke schleudern dürfen, diesen ungesunden Schuldbewusstseinsrucksack, wir sind wieder ein Land wie jedes andere, in Russland hissen sie ja auch ihre Fahne und in den USA erst, aber Achtung! Wie ich heute im U-Bahn-Fernsehen las (danke U-Bahn-Fernsehen, dass es dich gibt!) muss man, will man seinen Arbeitsplatz schwarz-rot-gelb ausstaffieren, zuerst einmal seinen Chef befragen, ob das auch statthaft sei. Ja, muss alles seine Ordnung haben, das bleibt so, Vergangenheitsbewältigung hin oder her.
Tipp für heute: Der Rahmer See hat bereits jetzt 23°C Wassertemperatur.
5 Kommentare zu “Ob arm, ob reich, die WM macht alle gleich (zu Deutschen)”
01
Hm, lecker, lauwarmer Rahm.
02
KWV-Beauftragter
03
Hausvertrauensmann/frau
https://de.wikipedia.org/wiki/Hausbuch_%28DDR%29
04
@ Dagmar: Stimmt! Danke!
05
@ Nachbars Spitz: Aber KWV-Beauftragte gab es sicher auch. Die mussten bestimmt ganz viel Kaffee trinken.
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