Sätze seltsamer Schönheit (6)
5. Mai 2009
‚Auch als empirisch denkender Mensch wird dadurch eine Gesellschaft zu eben dies was Marx seinerseits so vortrefflich beschrieb eine Utopie.‘
oder auch:
‚Ich frage einfach dreißt nach der von dir favorisierten Gesellschaftsform und kann jetzt schon sagen, dass sie letztendlich in ein Parallelogramm von Utopie Kommunismus-Stalinismus endet.‘ (ein Mensch namens Hevob in den Kommentaren zu einem Beitrag im Schnipselfriedhofsblog)
Tipp für heute: Utopisieren.
4 Kommentare zu “Sätze seltsamer Schönheit (6)”
01
Besonders der erste ist eher ein Satz schöner Seltsamheit. Auch als in schönen Satzstellungen denkender Mensch endet dieser Satz gammatisch grammatikalisch in einem Trapezrechteck aus Unwissenheit und Verschrobenheit.
02
… und sparsamer Kommaheit auch noch, oder?
03
„sparsame Kommaheit“ ist schön. Als Wortgruppe. Als grammatisches Diktat nicht so schön. Auch wenn man heute selbst erweiterte Infinitive mit zu ohne Komma schreiben darf. Über diese Todsünde komme ich einfach nicht hinweg.
04
Empirisch denkend?
Seltsam, ja.
Schön, mh.
Ist doch eher dis eine auch dis Eine. Und das Andere das Andere.
Und Marx war da wohl ja eher vielmehr nur Zweiteres. Wie der Empirismus bis jetze zeigte.
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