Spießer rebellieren gegen Spießer
6. Mai 2009
Im ‚Spiegel‘ den Beitrag eines gewissen Jan Fleischhauer gelesen, in welchem sich jener darüber ausließ, wie er in einem Reichenviertel in Hamburg unter lauter ‚Linken‘ großwurde, die ihm Zitrusfrüchteessen verboten, ihm das Fastfoodessen verleideten, Helmut Kohl-Witze erzählten, Atomkraft blödfanden und die SPD und die Grünen wählten. Jan merkte dann im Laufe seines Lebens, wie er mehr und mehr ein ‚Rechter‘ wurde. Er lachte nicht mehr über Helmut Kohl-Witze, aß ab und zu einen Burger, fand die Ehe eine tolle Sache und verteidigte einmal sogar die Atomkraft. Dass er damit so wenig rechts ist wie sein Umkreis vorher links war steht allerdings nicht in dem Artikel.
Heute: Berlin, Klub der Republik (Pappelallee 81), 21 Uhr: Die Surfpoeten
5 Kommentare zu “Spießer rebellieren gegen Spießer”
01
Wäre der Bub in einem ordentlich konservativen oder traditionell Nazi-autoritären Haushalt aufgewachsen, hätte es aber was hinter die Löffel gegeben. Undankbare Brut!
Und dann gleich ein ganzes Buch über solchen Mist…?
02
Ein wahres Jammerläppchen. Aber lustig sein letzter Satz in dem Interview: „Wenn Linke lustig sind, dann wider Willen oder in bewusster Distanz zu ihrer Gesinnung“. Da spricht der Fachmann. Ach, ich werd mir jetzt erstmal diesen duften rechten Komiker Fipps Asmussen reinziehen.
03
Fips meine ich natürlich, Fips Asmussen, ich Trottel.
04
„Ein Hardcore-SPD-Haushalt“: Hm. Gibt es eigentlich auch Hardcore-Weichspüler, Hardcore-Zwergkaninchen und Hardcore-Sängerknaben?
05
@ Uli: Hardcore-Sängerknaben gibt es schon, kennste nich, ‚Die Prinzen‘? Mir fällt gerade ein, dass der noch bessere Titel hätte lauten müssen: „Rebellion in der Puppenstube“.
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