Fröhlich sein und singen

11. Juni 2009

Oh, oh, oh. Zum Glück habe ich gestern nacht hier nichts mehr reingeschrieben. Ich habe mich nämlich auf dem Rückweg vom Klub der Republik in einen wahren Hassrausch hineingesteigert. Sag ich jetzt aber nicht gegen wen. Da waren überall Jugendliche auf dem Heimweg, gut gelaunte Jugendliche, dermaßen gut gelaunte Jugendliche, mit Geld, viel Geld und die kicherten und quatschten und mir fiel auf, wie langweilig die alle waren. Die waren total langweilig alle und doof, doof waren die, total doof, allesamt! Und aber reich. Alle! Die waren alle so was von reich aber noch mehr an ihnen störte mich, wie doof die alle waren, total doof und langweilig, vor allem langweilig. Stinkend langweilig. Eine ganze Generation, die langweilig ist, dachte ich, das ist doch schlimm! Was sollen die denn mal ihren Enkeln erzählen, später? Die müssen sich doch schämen, tun sie aber wahrscheinlich nicht, weil sie strunzdumm sind und dann im Alter eher noch mehr verblöden. Ach…, ich war in einer solch schlechten Verfassung gestern nacht, na, zum Glück habe ich hier nichts mehr reingeschrieben.

Tipp für heute: Die Erinnerung verblassen lassen.

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9 Kommentare zu “Fröhlich sein und singen”

  1. 01

    Ja, gestern war so ein Tag. Aber was meinen Sie, wie gut gelaunt, doof, bekifft, langeweilig und nein, reich nicht, aber langweilig wir früher waren in dem Alter. Richtiggehend ekelhaft. Man möchte echt nicht mich sich tauschen von früher.

    generator am 11. Juni 2009 um 16:46
  2. 02

    @ generator: Nein. Nein, nein, nein, nein! Wir waren überhaupt nicht so. Wir waren ganz anders! Wir waren niemals langweilig! Da irrst du dich total! Das kann nämlich gar nicht sein, weil ich mich nämlich ganz genau erinnere.

    Ahne am 11. Juni 2009 um 18:05
  3. 03

    es hat schon seinen grund, warum seit nunmehr 40 jahren keine jugendlichen mehr aufbegehren in deutschland. schon 2 generationen lang stille. glaubst du, dass zwischen ipod, iphone, youtube, meinvz , … noch nächtelange intellektuelle / praktisch-kämpferische weltverändererdiskussionen passen?
    die trinken ja nicht mal mehr anständiges bier.
    da aber seit inzwischen mehreren tausend jahren die jugend von heute immer schlimmer wird sind wir alle schon längst vor die hunde gegangen, haben es nur noch nicht gemerkt…

    nomadyss am 11. Juni 2009 um 20:48
  4. 04

    @Ahne
    stimmt, wir waren nicht gut gelaunt. Früher war alles besser.

    generator am 11. Juni 2009 um 21:24
  5. 05

    Früher wars besser,
    aber trotzdem nicht gut.

    Edward am 12. Juni 2009 um 09:49
  6. 06

    Ach nee, jetzt fällt es mir wieder ein. Früher war es doch eher schlechter.

    Ahne am 12. Juni 2009 um 09:55
  7. 07

    Ich hab gestern von jemandem erfahren, dass man auch mit 70 noch rebellieren kann, sein wahres Ich entdecken und ausbrechen aus dieser festgefahrenen Welt. So gesehen, es besteht Hoffnung.

    Ahne am 12. Juni 2009 um 09:59
  8. 08

    Ich hab mich am letzten Sonnabend auch geärgert über die doofen Jugendlichen am U-Bahnhof Eberswalder, wie sie eine Art unbewusste Becks-Parade veranstalteten, und ich verstand meine Freundin, warum sie auf gar keinen Fall nach Prenzlauer Berg ziehen will.
    Eine halbe Stunde später auf meinem Heimat-S-Bahnhof Treptower Park. Statt Becks: Sternburg-Parade. Die Hälfte der besoffenen Jugendlichen Nazis. Und ich sehnte mich nach Prenzlauer Berg.
    Merke: Nicht nur früher war alles besser, sondern auch woanders ist alles besser.

    Dan Richter am 12. Juni 2009 um 11:41
  9. 09

    Na also dies Erfahrung mit Jugendlichen, die noch dazu Geld haben, woher auch immer, dazu doof sind bzw dumm, hab ich früher sehr, sehr selten in Berlin machen müssen. Aber dann bewege man sich in München, da möchte man nur noch nen Hass-Tracktor, mir eigentlich eher bekannt als Hass-Trecker ausfahren.
    Jedenfalls macht Geld schon langweilig und fast noch mehr einfallslos, ob neue Techniken hin und her, ob web 2.0005467832 oder die ganze iWorld, da wo das Geld nicht stimmt, da sind die Jugendlichen meist nicht doof. Viele überspringen aber auch ihre Sturm und Drang Zeit und machen sich gleich in ihrer Klassik breit. zum Wohle aller nicht alle.

    ico am 18. Juni 2009 um 23:38

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