Mamos
6. Juli 2009
Auf dem Weg vom Kindergarten ‚Regenbogen‘ zurück nach Hause laufend fiel mir heute morgen an einer Hauswand in der Sonne nach oben krauchend eine circa 5 cm lange Raupe auf, welche einen beeindruckenden blauen Stachel an ihrem Hinterteil mit sich führte. Ich bewunderte diese Vorform eines Insektes, dachte mir allerdings erstmal nichts weiter dabei. Als kurz danach ein kleiner Junge vorüberlief wies ich ihn auf dieses Kleinod hin, im selben Moment jedoch flatterte ein Spatz heran und hackte die Raupe zu Tode. Zuhause angekommen bemerkte ich dann Risse in der Erde meiner Topfpflanze und erinnerte mich, dass gestern die Spülmaschine bei dem über uns kaputtgegangen war. Immer noch aber fügten sich die Bruchstücke nicht zu einem vollständigen Ganzen. Erst als ich las, was uns die ‚Großen Brüder‘, die Völker in der Sierra Nevada de Marta in Kolumbien zu sagen hatten, ging mir ein Licht auf. ‚Wir sollen unser Leben ändern‘ sagen sie und schweigen ansonsten. Auf der Surfpoeten-Seite kann man das Gebet gegen die Arbeit übrigens in mittlerweile 8 Sprachen lesen. Darüberhinaus sind Bulgarisch, Finnisch, Norwegisch und Schwedisch in Arbeit Hobby.
Tipp für heute: Wenn man etwas wegnimmt auch mal wieder was hinlegen.
2 Kommentare zu “Mamos”
01
Was bedeutet denn Mamos? Ein deutsches Fremdwort? Spanisch? Oder rückwärts zu lesen? Nee, wa?
02
@ p.friede: Mamos ist ein sehr schönes Wort. Außerdem bedeutet es in der Sprache der dortigen Indianer ‚Hüter der Welt‘, also Mamo. Und Mamos, das sind dann eben die Mehrzahl davon.
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