Nitzkydorf, Nitzkydorf, Nitzkydorf
9. Oktober 2009
Freuen möchte ich mich heute über die Verleihung des Literaturnobelpreises an Herta Müller. Nicht jetzt, dass ich bisher etwas gelesen hätte von ihr, aber ich finde es einfach wunderschön, dass eine Frau mit so einem Namen mal einen Nobelpreis erhält. Noch mehr gefreut hätte es mich natürlich, wenn sie noch dazu Verkäuferin in einer Kaufhalle gewesen wäre oder Straßenbahnfahrerin oder gar Reinemachefrau. Aber gut, vielleicht ja nächstes Mal. Mit mir freut sich scheinbar auch der Bürgermeister des Geburtsortes der rumänisch/deutschen Autorin: „Man wird künftig mehr über Nitzkydorf sprechen“ so der stolze Ioan Mascovescu. Ach, und ganz toll finde ich es übrigens auch, dass die tolle neue deutsche Regierung die tolle deutsche Sprache als Sprache der tollen Bundesrepublik Deutschland ins tolle Grundgesetz aufnehmen will. Warte jetzt allerdings schon gespannt darauf, wann endlich Nasen im Gesicht, Abtrocknen nach dem Waschen und Augen zukneifen beim in die Sonne gucken ins Grundgesetz aufgenommen werden.
Heute: Leipzig, Horns Erben, 20 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt (Leipziger Buchpremiere von ‚Neue Zwiegespräche mit Gott‘.
Ein Kommentar zu “Nitzkydorf, Nitzkydorf, Nitzkydorf”
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ich las bisher zwei bücher von h.müller, hörte eines im radio vorgelesen, gefiel mir alles dreies sehr gut…
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