29. November

29. November 2015

Heute früh fragte mich meine Tochter, ob ich wüsste welcher Tag heute sei und ich antwortete: „Selbstverständlich. Sonntag.“ Was sie aber nicht meinte. Sie meinte etwas Anderes. Und dann überlegte ich und dann fiel es mir ein und ich sagte: „Ich weiß es. Aber sag du es.“ Und dann sagte sie nach langem Hin und Her, dass ja heute erster Advent sei und das meinte ich aber gar nicht und sie sagte dann: „Bestimmt hast du gedacht heute wäre erster Dezember“ und das hatte ich aber nicht gedacht und ich fragte: „Wieso denn erster Dezember?“ Und sie sagte: „Na, da kann man das erste Türchen aufmachen, vom Adventskalender, oder das erste Säcklein, je nachdem“. Und dann kamen wir darauf, dass es doch merkwürdig sei, dass noch niemand einen Adventskalender für das ganze Jahr erfunden habe, oder eine Adventssackleine. Dann nämlich würde man jeden Tag gerne aufstehen. Gut, bei einer Sackleine gäbe es sicher Platzprobleme, bei 365 Säcklein, aber man könnte diese Leine ja auf dem Weg zur Schule spannen, dann würde man jeden Morgen noch dazu gerne zur Schule gehen. Okay, bliebe das Problem, dass keines der anderen Kindern (oder Halbstarken!) zuvor die Säcklein lehrt, auf seinem Weg zur Schule. Das aber könnte man lösen, indem jeder seine eigene Privatbrücke zur Schule erhielte, wo um das Geländer herum gewickelt diese Ganzjahresadventsleine mit den Säcklein dran hinge. Eine städtebauliche Herausforderung, sicherlich, aber Herausforderungen benötigen wir auch, wir brauchen ein Ziel, wir Menschen. Herzlichen Glückwunsch, Heidi, zum Geburtstag!

Heute: Berlin, Panorama-Lounge im Haus Berlin, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Jakob Hein, Falko Hennig, Jürgen Witte, Uli Hannemann und mich, sowie den Herausforderungen liebenden Superstargästen Marceese (Berliner Rock’n’Roll-Liedermacher) und Robert Rescue (Weddinger Depressivdichter)

 

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