Es ist nicht alles schlecht
11. November 2009
Heute muss ich ja den ‚Spiegel‘ wirklich einmal loben und zwar dafür, dass er neben dem ganzen rechtsliberalen Müll auch ab und zu Artikel veröffentlicht, die zu lesen sich lohnen. Zum Beispiel jenen in der letzten Ausgabe von Alexander Osang über Angela Merkel. Ich fühlte mich für einige Momente direkt wieder im Herbst ’89. Wohltuend anders als dieses verklärende, verzerrende Geschichtsbild, dass ansonsten so vermittelt wird. Es ist schon bezeichnend, dass ausgerechnet eine Person es in dieser Republik bis ganz nach oben schafft, die noch im September ’89 gesagt haben soll: ‚Das was mich am meisten an der DDR stört, ist, dass es keinen vernünftigen Joghurt gibt.‘ Eine, die sich rückblickend nicht mehr erinnern kann was sie zwischen Oktober und Dezember ’89 so gemacht hat. Eine, der die Bürgerbewegungen immer suspekt waren, zu schwärmerisch, zu links.
Tipp für heute: Sonnen an die Häuserwände malen.
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