„Lassen sie uns das Licht der Freiheit auch in den dunkelsten Nächten der Tyrannei aufrecht erhalten“

10. November 2009

Da kamen wir gestern abend um 9 aus den Niederlanden, wo wir ungefähr 100 Zuschauer bei insgesamt 4 Auftritten begeistert verstört hatten, zurück und was mussten wir in unserer Lieblingsheimatstadt entdecken? Trotz des wochenlangen Rumgehypes sämtlicher Medien herrschte keinerlei Euphorie zum 20. Jahrestag des Mauerfalls. Ein paar Leuchtraketen erhellten den Himmel, die Polizei sperrte einige Straßen und der eine oder andere Tourist hatte sich verlaufen aber ansonsten…, gespenstige Stille. Angeblich sollten ja Hunderttausende Besucher aus Nah und Fern in der Stadt weilen, darunter so Unbedarfte wie Bon Jovi, Wolf Biermann, Dieter Bohlen, Nicolas Sarkozy und der mittlerweile jeden, ihm angebotenen, Taler mitnehmende Michail „Gorbi“ Gorbatschow. Trotzdem schreibt die ‚Berliner Zeitung‘ am heutigen Dienstag unter der vollkommen irren Überschrift „Die Welt feiert den Mauerfall“: „Hunderttausende Berliner und mehr als 30 internationale Staatsgäste erinnern an…“. Heißt das nun aber nicht exakt, dass, wenn extra Hunderttausende wegen eben jenem Ereignis angereist sind, die Berliner dieses Brimborium komplett ignoriert haben? Nicht? Ach, ich wäre so gerne ein wenig stolz auf meine Stadt gewesen.

Tipp für heute: Mir eine selbstgebastelte Laterne vorbeibringen.

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2 Kommentare zu “„Lassen sie uns das Licht der Freiheit auch in den dunkelsten Nächten der Tyrannei aufrecht erhalten“”

  1. 01

    Habe die gleiche Entdeckung gemacht.
    Glaube die Welt feiert mehr den Mauernfall und das Ende des Kalten Krieges. Und die Berliner, und ein paar andere, wissen nicht oder habens vergessen das sie an dem Tage ihre Freiheit bekamen.

    Edward am 12. November 2009 um 10:35
  2. 02

    @ Edward: …an dem Tage ihre Freiheit bekamen? Das hört sich ja gut an. Danke, Genosse Schabowski!

    Ahne am 12. November 2009 um 11:43

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