Kunst in der Stadt

14. April 2010

Heute möchte ich auf ein Kunstprojekt verweisen, welches bisher, von den Feuillitons der Welt, nahezu unbeachtet geblieben ist. An der Choriner- Ecke Lottumstraße haben nämlich Bauarbeiter ein Versorgungsrohr, für wahrscheinlich Knete, circa 2 m über die Fahrbahn gelegt und dort, an dieses Rohr, hat ein Aktionskünstler bereits vor einem halben Jahr ein Paar Schuhe drangebammelt. Damals dachte ich noch an einen Dummejungenstreich und wollte schon die Sicherheitskräfte benachrichtigen, denn wenn diese Schuhe nun herunterfallen, dachte ich mir, wenn die Schnürsenkel da eventuell rissen, dann könnte doch, also, ein Fuchs oder so getroffen werden. Nun aber baumeln da bereits vier Paar Schuhe und sicher, die Gefahr nimmt dadurch nicht gerade ab, doch die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine avantgardistische Installation handelt, die steigt und steigt und schließlich, das lockt ja auch Touristen und die bringen Geld in die Stadt und dann könnte bald wieder eine neue Kita von dem Geld gebaut werden oder eine neue Autobahn und deshalb geht mal dahin und macht Fotos und schickt sie eurer Tante nach Aschaffenburg oder Aserbaidshan oder wo die gerade wohnt.

Tipp für heute: In Kackhaufen Fähnchen stecken.

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12 Kommentare zu “Kunst in der Stadt”

  1. 01

    Schöne Tradition, oft zu sehen in Ameriland:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Shoe_tossing

    generator am 14. April 2010 um 13:23
  2. 02

    So was gibts im Thüringer Wald auch! Hier nageln sie Stiefel an Bäume :-)

    Matze am 14. April 2010 um 16:08
  3. 03

    @ Matze: Tut das den Bäumen nicht weh?

    Ahne am 14. April 2010 um 19:10
  4. 04

    @ generator: Och man, schon wieder nur Kulturimperialismus.

    Ahne am 14. April 2010 um 19:12
  5. 05

    Frage zum Tip des Tages: Vor oder nach dem Spülen?

    Dan Richter am 14. April 2010 um 20:30
  6. 06

    @Ahne: doch eher Volkskunst, oder? Soll auch ein Zeichen für Crackhouse sein.

    generator am 14. April 2010 um 20:38
  7. 07

    … wohnt da ein Dealer?

    generator am 14. April 2010 um 20:38
  8. 08

    @ generator: Ob da ein Dealer wohnt? Bestimmt. Aber was ist denn Crackhouse?

    Ahne am 14. April 2010 um 20:40
  9. 09

    @ Dan Richter: Vor dem Spülen natürlich! Wie willst du denn nach dem Spülen noch ein Fähnchen reinstecken. Oder hast du so große Würste, dass die nicht weggehen?

    Ahne am 14. April 2010 um 20:42
  10. 10

    @ahne: hat mir eine Freundin erklärt. Crackhouse ist ein Spätkauf für Sachen wie Crack, Gummibärchen oder was man sich so in die Venen spritzt.

    generator am 14. April 2010 um 23:36
  11. 11

    @ generator: Ist es dann nicht für die Polizei relativ einfach so ein Crackhouse aufzuspüren, wenn da immer Schuhe vor dem Haus rumbammeln? Oder ist das Insiderwissen und wir wecken hier womöglich sogar schlafende Hunde? Dann will ich lieber nichts geschrieben haben.

    Ahne am 15. April 2010 um 10:28
  12. 12

    Ich vermute mal, deshalb hängen sie zur Tarnung überall Schuhe in die Luft und nur die ganz Gewieften wissen, bei welchen Schuhen es welche Drogen gibt.

    generator am 15. April 2010 um 15:14

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