Kalimera
5. Mai 2010
Geschlagene zwei ganze Tage haben jetzt drei Putzarbeiter damit zugebracht einen blauen Farbbeutelwurffleck (Wort des Jahres 2010?) an einem dieser Besserverdienendeneigentumswohnhäuser (oder das?) in der Choriner Straße zu entfernen. Erinnerte mich ein bisschen an die Arbeitsmoral im guten alten Ostblock aber letzten Endes kann man wahrscheinlich auch sagen, dass Yuppieisierung und antikapitalistischer Protest erst im Zusammenwirken der Konjunktur auf die Sprünge helfen. Apropos helfen, ich erkläre mich hiermit absolut solidarisch mit den griechischen Protesten gegen Sozialabbau und Lohnraub. Erst sollen die Lebensverhältnisse im EU-Raum angeglichen werden und nun plötzlich leben die Griechen also über ihre Verhältnisse. Kann nich sein! Außerdem, wenn ich das schon höre: die Griechen! Völkisches Denken. Da könntick kotzen! Nee, macht ma. Esst ma die Reichen. Ach genau, da kriegte ich heute vielleicht einen Schreck! Weil ich ja doch ziemlich unsicher bin, oft und Vater ebenfalls und plötzlich las ich da beim Essen auf der Wissenschaftsseite meiner Zeitung die Überschrift: „Unsichere Väter werden zu Kannibalen“. Hmm. Handelte sich im darunter stehenden Text dann aber doch bloß um Stichlinge.
Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20 Uhr: ‚Der Eisbär in der Anatomie‘ Buchpremiere von Falko Hennig (ick sing ein Lied)
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