Nächstes Jahr machick jenau ditselbe
27. Juni 2010
Sehr überrascht war ich gestern vom Bergmannstraßenfest in der, äh, Bergmannstraße. Dachte, da würden sich ein paar Hanseln verlaufen, weil ja wegen Fußball und Wetter und überhaupt, die Bundespräsidentenwahl steht ja auch bevor. Gauck gegen Wulff, da will man sich ja vorbereiten. Gauck gegen Wulff, Pest gegen Cholera, egal, jedenfalls dachte ich mein Huhn spielt auf der Vuvuzela, als ich da in die Bergmannstraße einbog. Himmel und Menschen! Hunderttausende! Ach, was sage ich, Millionen, Trilliarden! Und da sollte ich also ein kleines Literaturprogramm machen, zwischen Bauchtanz, Trommelperformenz und Schrilltresch, na schönen Schrank auch. Hab mir erstmal zur Stärkung ein paar Bier reingeleiert und einen Falafel zerdrückt verdrückt und klar, kaum war ich auf der Bühne, da kamen auch schon die ersten Rufe: „Kenn wa schon!“, „Langweilig!“, „Auszieh’n!“, „Woll’n wa nich hör’n!“, Ähnliches aber wat willste machen, wenn de zuhause Kinder hast, 8 an der Zahl, die haben ja Hunger! Und dann die Frau, mit ihrer Vorliebe für ausgefallene Schlangenlederpelze, muss man durch. Vielen Dank übrigens dem netten, älteren Herren in der vollgepissten Hose, der zur Bühne torkelte um mir mitzuteilen, dass unser Bürgermeister schwul sei. Ich hab dich lieb.
Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Uli Hannemann Jürgen Witte, Falko Hennig, Heiko Werning, Jakob Hein und mich sowie den Gästen Ingo Klopfer und Maritta Schulz
3 Kommentare zu “Nächstes Jahr machick jenau ditselbe”
01
Da stehste drüber :-) Lasse meckan.
02
Ebend! Bei uns inne Nähe issen Kran umjefalln oder ’n Obdachlosa ohne Kabelanschluss, dit is doch viel schlümma!
03
Echt jetze? Voll der Terror.
Du machst Witze Sportsfreund!
Ohne Kabelanschluss?
Menschenverachtendes Schweinesystem!
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