Mein amerikanisches Tagebuch (39)

6. April 2019

Vier Schlafsäcke, drei Stirnlampen, einen Rucksack und ein Erste-Hilfe-Päckchen habe ich am Dickinson-College ausgeliehen. Warum? Einfach, weil man es machen kann. Mal sehen. Vielleicht fällt mir ja ein, was ich damit so anstelle. Eine Kunst-Installation?

Gestern eine Diskussion über Genmanipulation geführt, bei welcher ich vehement der unbeschränkten Forschung das Wort redete. Vielleicht etwas zu hitzig. Nein, mit Sicherheit zu hitzig. Ich halte es für eine gesellschaftliche Aufgabe zu entscheiden was wann wo und wie angewendet werden darf. Die Forschung aber einzuschränken, bringt meiner Meinung nach nichts. Was erforscht werden kann, wird auch erforscht werden und das ist auch gut so. Ich denke übrigens, es wird irgendwann einmal völlig normal, dass am menschlichen Erbgut herum manipuliert wird, zum Vorteil des Einzelnen und unserer Art. Dass es zuvor sicherlich auch zu katastrophalen Folgen kommen kann, will ich nicht ausschließen. Die hat es in der Medizin auch bei früheren Entwicklungen, man denke nur an die Bakteriologie und das Mittel Tuberkulin oder an den Contergan-Skandal, gegeben. Die Folgen bei Genmanipulationen könnten da natürlich wesentlich gefährlicher sein, deshalb ist eine andere Haltung als die meinige durchaus nachzuvollziehen. Ich sollte mich in meiner Diskussionskultur einfach mal mäßigen.

Tipp für heute: Aus Kochschinken eine Mauer bauen.

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