Mein amerikanisches Tagebuch (40)

7. April 2019

Man fragt sich ja als Ausländer, was man eigentlich mit dem ganzen Münzgeld machen soll, welches man bei Barzahlung in den USA heraus gegeben bekommt, die Cent-, die 5-Cent-, die 10-Cent- und die 25-Cent- (oder auch Quarter-Dollar) Münzen. Die kann man ja nie abgezählt bei einem Einkauf bereit halten, weil man ja nie weiß, wieviel etwas kostet, weil ja immer noch irgend welche Steuern drauf geschlagen werden. Und wenn man kein Autofahrer ist, benötigt man auch keine Parkuhren, in denen man dieses Zeug entsorgen könnte und Telefonzellen, die es hier tatsächlich noch gibt, machen bei mir ebenfalls keinen Sinn und Bettler habe ich auch noch nicht entdeckt. Aber etwas anderes habe ich entdeckt. Die Fenster öffnet man hierzulande ja meist von unten nach oben, also man schiebt die Scheibe so hoch und eigentlich sollte sie dann, wenn man loslässt, auch dort verweilen, wo sie hingeschoben wurde. Tut sie aber natürlich nicht, da das Ganze, durch den Abrieb, nur selten noch wie gewünscht funktioniert, sondern rast direkt wieder nach unten. Außer, und jetzt kommt ’s, wenn man eine Münze zwischen den Rahmen der Scheibe und den äußeren Fensterrahmen steckt und da muss man dann eben experimentieren. Das ist bei jedem Fenster anders. Mal reicht eine Cent-Münze. Mal benötigt man sogar einen Quarter-Dollar. Mit Papier oder Pappe zumindest hatte ich keinen Erfolg.

Heute: Berlin, Roter Salon der Volksbühne, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Falko Hennig, Heiko Werning, Satan und Jürgen Witte, sowie den kreuzfidelen Superstargästen Isabelle Eggler (Schweiz) und The Incredible Herrengedeck (Berliner-Chanson-Punk)

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