Mein amerikanisches Tagebuch (51)

25. April 2019

Auffällig in einer amerikanischen Kleinstadt, die fehlenden kleinen Geschäfte in der Innenstadt. Ein paar Restaurants und Kneipen, Frisöre, wenn man Glück hat ein Buchladen und einige Ramsch- und Trödelgeschäfte, sonst herrscht Ödnis, die Bürgersteige verwaist. Zum Einkaufen fährt das Gros (die meisten leben ja in Kleinstädten) der US-Amerikaner in die Kaufhallen-Komplexe am Rande der Städte, die in allen Himmelsrichtungen an den Ausfallstraßen zu finden sind. Da ich mir die Freiheit heraus nehme auf ein Auto zu verzichten, laufe ich immer zu Fuß dort hin. Dauert meist genau so lange, als wenn man mit dem Auto führe. Es ist schon der absolute Wahnsinn, wie sehr hier alles auf die Blechkiste ausgerichtet ist. Selbst Briefkästen gibt es, die man nur mit dem Automobil anfahren kann, um seine Postkarte dort hinein zu werfen, Drive-In’s für Bankautomaten. Die USA toppen noch das autoverrückte Deutschland. Lediglich in Kalifornien erwägt man angeblich eine Modernisierung des Verkehrswesens. Dort sollen neue Bahnlinien gebaut werden, jedoch eher im Nahverkehr. Im Vergleich zu Asien ist man hoffnungslos hinterher. Güterzüge schleichen durch die Gegend, die Interstates (Autobahnen) werden verstopft von Millionen von Riesen-Trucks, die ebenfalls kaum von der Stelle kommen und das in einem riesigen Land! So ein japanischer Shinkansen könnte in wenigen Stunden die Ost- mit der Westküste verbinden. Manchmal denkt man, das weiß hier noch niemand.

Tipp für heute: Lernen, lernen und nochmals lernen.

Allgemein | Kommentare

Kommentar schreiben

  •  
  •  
  •  

Verfolge neue Kommentare zu diesem Beitrag mit diesem Kommentar-Feed.

Kategorien