Schlecht und gut (ausgewogene Nachrichten)

5. Oktober 2019

Wer eventuell mal vorhat in einen Kinofilm zu gehen, für den wird die Qual der Wahl erträglicher, denn den Science-Fiction-Film ‚Ad astra‘ braucht man sich wahrlich nicht anzuschauen. Ein unsägliches Machwerk, nicht nur lang sondern auch langweilig. Die Aussage, man solle lieber zuhause bleiben und sich redlich nähren, käme einem Heimatfilm aus den fünfziger Jahren sicher zupass, in einem Science-Fiction-Film wirkt sie doch ziemlich seltsam. Ein Sohn wird zum Mars geschickt um seinem Vater, der am Rande unseres Sonnensystems nach Signalen außerirdischen Lebens sucht und, aus was für Gründen auch immer, im Film gibt es dafür keine Erklärung, Antimaterien-Wellen Richtung Erdbevölkerung von seinem Raumschiff aus abschießt, die Botschaft zu senden, dass er mit ihm in Kontakt treten will. Das möchte die Firma Spacecom nutzen, um dessen (des Vaters) Raumschiff nuklear zu zerstören. Ach, es gibt vieles, was man in dem Film nicht versteht. Warum herrscht auf dem Mond ein Bürgerkrieg? Weshalb erbeuten dort Piraten Mondautos, obwohl es weder Wasser noch Nahrung gibt? Warum greifen in einem norwegischen (?!) Raumschiff außer Kontrolle geratene Tierversuchsschimpansen die helfen wollenden US-Amerikaner an? Wieso weiß der Sohn, dass, wenn man vom Neptun aus keine Signale außerirdischen Lebens empfängt, wir Menschen im Universum alleine sind. Warum erzählt der Vater seinem Sohn, dass er sich nicht für ihn interessiert um ihn gleich darauf zu bitten mit ihm gemeinsam nach außerirdischem Leben zu suchen? Vielleicht durchschaut ja jemand anders diesen Film, mir ist es nicht gelungen.

Und nach so viel Negativem hier noch etwas Tolles, Binden und Tampons werden künftig billiger. Hurra!

Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen mit Milena Reinecke, Volker Surmann, Falko Hennig, mich und Dan Richter

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