Corona-Tagebuch 51

3. Mai 2020

Zunächst einmal zu dem Überfall auf das ZDF-Fernsehteam der ‚heute-show‘ am vorgestrigen 1. Mai. Wenn es sich tatsächlich herausstellen sollte, dass dies Leute begangen haben, die sich Linke nennen, dann kommt mir das Kotzen. Mit solchen Leuten möchte ich niemals etwas zu tun haben, völlig egal, ob sie die Kameraleute verwechselten und dachten, es handele sich um KenFM oder sonst wen, das sind Nazi-Methoden, diesen Totschlägern glaube ich nichts, es gibt keinerlei akzeptablen Grund für so einen brutalen Angriff.  Und nun zu etwas Schönem. Ja, auch das gibt es während der Corona-Pandemie. Unsere 2.-Mai-Demonstration zum Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen konnte stattfinden, wenn auch nur als Standkundgebung, beschränkt auf 20 Teilnehmende und 30 Minuten. Wir waren sicherlich 21 oder 22, hielten jedoch brav Abstand und da drückte die Polizei beide Augen zu. Danke, Polizei! Auch verzog sich kurz vor 13 Uhr der Regen und die Sonne kam hervor. Schien, bis wir fertig waren. Danke, Sonne! Hoffentlich wirkt unser Morphisches Feld, welches wir durch gemeinsames Gebet wider den Zwang zur Lohnarbeit, im Original von Michael Stein, auf dem Senefelderplatz erzeugten. Auch in Stuttgart demonstrierten Menschen, mehrere Tausend sogar, bei der Initiative ‚Querdenken‘ gegen die Corona-Beschränkungen, genauso wie in Kalifornien, wo sie USA-Flaggen schwenkten, „Freiheit“ riefen und die Wiederwahl Donald Trumps forderten. Fast 10.000 Neu-Infizierte in Russland an einem Tag, weltweit mehr als 243.000 Tote, der Bürgermeister der brasilianischen Stadt Manaus, in welcher das Virus besonders schlimm wütet, hat die schwedische ‚Fridays for Future‘-Aktivistin Greta Thunberg um Hilfe gebeten „Ich kenne den Einfluss, den sie haben“. Wenn er sich da mal nicht täuscht. Frankreich verlängert den Gesundheitsnotstand bis 24. Juli, die Maskenpflicht wird in Eurostar-Zügen zwischen Paris, Brüssel und London, sowie für den ÖPNV in Spanien eingeführt. Die Philippinen lassen fast 10.000 Häftlinge frei. Tschechien dagegen will seine Grenzen im Juli öffnen und in Sachsen/Anhalt dürfen ab Montag bis zu 5 Menschen draußen gemeinsam unterwegs sein, selbst wenn sie nicht im selben Haushalt leben. Interessant, dass auch in Schweden, welches einen anderen Weg ohne Ausgangsbeschränkungen, Schul- und Geschäftsschließungen beschreitet, die Reproduktionszahl, also die Zahl, wie viele ein Erkankter neu ansteckt, unter 1 gesunken ist. Zwar gibt es dort deutlich mehr Infizierte und Tote, als in den skandinavischen Nachbarländern, aber wirklich dramatisch hat sich die Lage nicht entwickelt, anders als von vielen Experten vorausgesagt. Bundesernährungsministerin Julia Klöckner forderte übrigens sämtliche Menschen, welche durch Hamsterkäufe große Mengen an Lebensmitteln zuhause horteten, dazu auf, diese nun auch zu verbrauchen, so lange sie noch genießbar seien. Alternativ könne man sie einfrieren oder spenden. Toilettenpapier hat da zumindest den Vorteil, dass es nicht so schnell schlecht wird.

Heute: Berlin, Facebookkanal der Reformbühne Heim & Welt, 20 Uhr: Quarantänebühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Dr. (!) Jakob Hein, Falko Hennig, Gott und mich, einer Anneliese-Hülschrath-Gedächtniskolumne von Jürgen Witte und dem Supergaststar Rene Marik

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Ein Kommentar zu “Corona-Tagebuch 51”

  1. 01

    Das Beweisvideo von der Machtvollen Veranstaltung zum 16. Internationaler Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen 2020 im Corona-Edit.

    https://youtu.be/pNtKWHUPWN0

    j. am 9. Mai 2020 um 17:29

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