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Am Nachmittag werde ich meistens sehr nachdenklich

21. März 2018

Schuppen könnte man auch Getrocknetes Kopfhautsperma nennen. Also, man könnte es.

Tipp für heute: Wenn du Probleme mit deinem Computer hast, einfach aus dem Fenster werfen.

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Sibirian Euphorie

18. März 2018

Gestern bin ich ja fast gelyncht worden, weil ich zugab, dass mir das kalte Wetter momentan sehr gefällt. Ich liebe diesen Nordostwind und Temperaturen unter null Grad. Klar, Schnee wäre auch ganz schön, mir doch egal, ob im Dezember, März oder August. Ich will Schlitten fahren und stapfen können und Schneebälle werfen und mit Eiszapfen fechten. Okay, heute muss ich nach Leipzig und da ist es natürlich etwas blöd, wenn dort der Hauptbahnhof wegen angeblicher Schneemassen gesperrt bleibt. Doch egal, lass ich mich eben in Wittenberg oder wo auch immer absetzen und kämpfe mich durch bis zur Messestadt. Hurra!

Heute: Leipzig/Heldenstadt, UT Connewitz, 20 Uhr: Große Abschlusslesung der Leipziger Buchmesse mit Svenja Gräfen, Volker Surmann, Julius Fischer und mich

oder

Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Falko Hennig, Jürgen Witte und Jakob Hein, sowie den unerschrockenen Superstargästen Milena Reinecke (die Zukunft!) und Jan von Im Ich (kritischer Schmusepop)

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Durchsichtig

16. März 2018

Eigentlich ist es ja müßig, ständig zu wiederholen, dass es keine Religion gibt, die zwingend zu einem Land gehört, nicht einmal zu Polen, nicht einmal zu Israel. Religionen sind an gewisse Zeiträume gebunden und gehören dann eben zur Geschichte dieses Landes. Man kann natürlich in der Verfassung eines Staates festschreiben lassen, dass nur der/diejenige Bürger/in werden kann der/die der jeweiligen Religion angehört. Dann ist diese Religion, für den Zeitraum in welchem jene Verfassung gilt, die aufgezwungene Staatsreligion. Doch selbst dies kann nicht verhindern, dass Menschen denken was sie wollen und auch glauben was sie wollen. Nun hat Horst Seehofer, seines Zeichens Minister für Trachtenmode in der Bundesrepublik Deutschland, als Replik auf einen gewissen Christian Wulff, welcher einst als Bundesgrüßaugust tätig war und sagte, der Islam gehöre zu Deutschland, festgestellt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, anders als das Christentum. Gähn! Herr Seehofer, vielleicht sind die rechten Bayern ja wirklich so doof und wählen nun deswegen CSU statt AfD bei den nächsten Landtagswahlen, es wäre mir recht. Befürchten tue ich allerdings, sie würden mittlerweile sich für ’s Original entscheiden, statt für die Kopie, die dann später doch bloß wieder erklärt, sie habe es ja gar nicht so gemeint. Kann mich natürlich auch irren, denn vor nicht einmal 5 Minuten las ich auf tagesschau.de den Post eines Rechten, der ihnen begeistert beipflichtete und sie nun wirklich wählen würde, wenn es die CSU denn in seinem Heimatland gäbe. Er oder sie nennt sich Tallahassee, kennen sie wahrscheinlich nicht, ich auch nicht, ist aber bestimmt auch bloß ein Pseudonym. Könnte allerdings ein wenig Geschichts- und/oder Religionsunterricht vertragen, jenes von ihnen eingenommene Wesen. „Auch das Recht auf Religionsfreiheit ändert nichts an der Tatsache, das der Islam eine importierte Religion ist. Deutschland ist ein christlich geprägtes…“ Und das Christentum wurde bekanntermaßen in Deutschland erfunden, oder?

Tipp für heute: Gott einfach mal in Ruhe lassen.

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Zitate berühmter Popsongs (3)

14. März 2018

„Ich will keine Ketten aus Geld und Angst“, ‚Nimm den Hammer‘, Ton Steine Scherben ‚Wenn die Nacht am tiefsten..‘, 1975

Heute: Berlin, BKA, 20 Uhr: ‚Schockstarre Zukunft‘ (Ahne liest, singt und trinkt) neue Texte, frische Schlager, Flaschenbier

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Neuste Nachrichten von euan Vollhonk

13. März 2018

An 14.03. binnick ma wieda untawegs und zwah in Berlin, dit is so .. südlich von Oranienburg liegt dit, nordwestlich von Erkna, in eene Höhe unjefähr von Frankfurt anne Oda, der unehelichen Schwesta von Frankfurt an Rhein oda Main oda weeß der Holzbock. Da binnick in BKA, in Bundiskriminalamt und lass mir zun Hilfskundschafta ausbilden. Ha ha, nee, wah ’n Spaß! Nee, da jestaltick einen Abend in Theata schön, in BKA-Theata an Mehringdamm, bin jetz nämich Theatamann, ein moderna Shakesbier sozusagen, aba eha so mit Texte ablesen und Lieda absing und Gott habick ooch jefragt, der kann ooch. Außadem …, nee, waht einklich schon. Bratwurst is übrigens aus, hat der Chef vonns BKA jesacht aba Bier hatta kalt stelln lassen. Kahten jibs noch pah, schweineteua, aba lohnt sich, weil kommt ja einen juten Zwecke zujute, nämich is für mir und meene offiziellen Bedürfnisse. Ick will mir doch die neue Platte von Aaseya Laatra koofen (45 Umdrehungen)  und villeicht noch ’ne Eigentumswohnung, kommt druff an, ob ’s ’n goldinen Fahrstuhl jibt. Also, bis morgen, wa? Ghettofaust!

Tipp für heute: Zu Aaseya Laatra kamman unwahscheinlich jut meditiern, wemman schon straff is.

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Schöne neue Welt

11. März 2018

Nach Lidl und Aldi, Facebook und Google hat jetzt auch das Darknet erklärt, es wolle in den Wohnungsbau einsteigen. Alles wird gut.

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Falko Hennig, Jürgen Witte, Jakob Hein, Gott und mich, sowie dem fulminanten Supergaststar Christoph Theussl (Graz/München/Wien) die phantastische Le Thanh-ho liegt leider von der Grippe geplagt im Bett und muss ihren Termin bei uns verschieben, wir wünschen ihr von dieser Stelle aus alles, alles Gute, du schaffst das!

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Was würde wohl Freud dazu sagen (38)

9. März 2018

Geträumt, ich müsse mich, aus was für Gründen auch immer, beruflich neu orientieren. Dazu bewerbe ich mich in den USA bei einer Tankstellenkette als Einräumer für Glaskühlschränke, die da immer neben den Zapfsäulen stehen (is da würklich so, jedenfalls im Traum). Es gibt ein Casting, zu dem neben mir noch drei andere Bewerber erschienen sind. Wir sollen uns überlegen, wie wir 25 0,5 l Colaflaschen in das oberste Kühlschrankfach am besten einordnen würden. Fieberhaft überlege ich mir die englischen Wörter für die Antwort, sage dann in dieser Sprache (oder was ich im Traum dafür halte): „Hinten 5 Flaschen, davor nochmal 5, davor nochmal 5 und davor nochmal 5. Und die restlichen 2 wieder davor, jeweils zwischen die zweite und dritte vom Rand aus gesehen (mathematisch falsch? hallo?! das ist ein Trau-haum, da gibt es keine Mathematik!).“ Der Prüfer schaut mich lange mit ernstem Blick an (vielleicht gibt es ja doch Mathematik im Traum? zumindest in Amerika?). Auf das Ergebnis warte ich allerdings noch immer. Vielleicht ja nächste Nacht?

Tipp für heute: Zucker ist ein zu Unrecht verteufeltes Lebensmittel!

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8. März

8. März 2018

Herzlichen Glückwunsch allen Frauen zum Internationalen Frauentag! Ich finde es ja nach wie vor schön, wenn man zu diesem Feiertag ein paar Blümchen verschenkt und Pralinen oder so. Die Verkäuferin an der Kaufhallenkasse jedenfalls hat sich gefreut. Vielleicht aber müssen wir das Thema auch wesentlich ernster angehen. Denn voller Schrecken vermeldeten heute Nachrichtenagenturen, dass 2018 immer noch kein einziges DAX-Unternehmen von einer Frau geleitet werde und auch in den USA nur 2,5% der offenen Fonds exklusiv von Frauen gemanagt werden und das, obwohl Firmen mit einem höheren Frauenanteil im Vorstand eine im Schnitt um 6 Prozentpunkte größere Gewinnmarge ausweisen. Und, jetzt gut festhalten, nicht nur an der Börse herrscht eklatanter Mangel an Frauen, nein, auch im Militär, bei Neonazis, Vergewaltigern, Massenmördern und Rauschgiftopfern sind Frauen lediglich unterdurchschnittlich repräsentiert. Können wir uns nicht erst dann beruhigt zurück lehnen, wenn Frauen in allen, wirklich allen Bereichen genau so vertreten sind wie Männer? Ist nicht erst dann der entwickelte Kapitalismus wirklich gerecht geworden?

Tipp für heute: Dumm aus der Wäsche gucken.

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Was würde wohl Freud dazu sagen (37)

5. März 2018

Geträumt, ich gehe in der Gegend um den Wasserturm spazieren. Es ist Frühling, die ersten Krokusse blühen. Plötzlich sehe ich einen Wolf. Es ist ein kleiner Wolf. Vielleicht ist es auch ein Hund, der wie ein Wolf aussieht. Aber nein, eindeutig, es ist ein Wolf. Doch kaum bin ich mir sicher, dass es wirklich ein Wolf ist, ist er bereits wieder verschwunden. Dafür.., das gibts doch nicht! Ein Fuchs (in dem Traum schien mir dieser Fuchs eine seltenere Erscheinung als der Wolf zu sein)! Der Fuchs kauert sich hinter ein Gebüsch, aber ich kann ihn trotzdem noch sehen. Schleiche mich langsam an ihn heran. Er rennt nicht weg, obwohl er meine Annäherung bemerkt. Wir gucken uns aus etwa fünf Metern Distanz misstrauisch an. Plötzlich schießt er mir mit seiner Pfote eine leere Plasteflasche zu. 1,5 l, wenn sie gefüllt wäre. Ich schieße sie zurück. Eine Weile lang schießen wir uns die leere Plasteflasche hin und her. Wenn ich das später erzähle, denke ich mir, wird das wieder kein Schwein glauben.

Tipp für heute: Aus Solidarität mit den geplagten Schäfern eine Wolfswache initiieren, am Alexanderplatz.

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Und nun?

4. März 2018

Nach quälend langem Warten hat heute gegen 9:40 Uhr ein Verantwortlicher im Willy-Brandt-Haus das Ergebnis des Mitgliederentscheides der SPD bekannt gegeben. Überraschend deutlich, mit 66,02%, haben sich demnach die Parteimitglieder für eine Auflösung der SPD entschieden. Der designierte Finanzminister Olaf Scholz dazu in einer Pressekonferenz: „Is mir doch Titte.“

Heute: Berlin, Jägerklause, 20 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Heiko Werning, Jürgen Witte, Gott und mich, sowie den beiden fabelhaft gut frisierten Supergaststars Maria Schuster (Rumänien/Berlin) und Johanna Zeul (Wirbelwind an der Gitarre)

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