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Auf hunderttausendfachen Wunsch (28)

1. März 2013

Hier die Spielliste meines gestrigen Liedermachermagazines. Battlestargast war diesmal der bekannte Entertainer, Literat und Liedermacher Ivo Lotion. Seine ausgewählten Lieder erscheinen hier kursiv.

1. Otto Reutter – Onkel Fritz aus Neu-Ruppin

2. Jörg Liesegang – Du Du Du

3. Wolfgang Müller – Havarieren

4. Sascha Nikolic – Nana Mouskouri

5. Der Singende Tresen – Rosi und Klaus

6. Thilo Bock – Sei laut

7. Bobo & Herzfeld – Zum Lachen

8. Uta Köbernick – Frühlingslied

9. Fanta Dorado und der Innere Kreis – Das Geister Floß

10. Sven van Thom – Dicke Mädchen

11. Centrum – Blues für Städte

12. Jan Opoczinski – Komm wir fahrn zur Endstation

13. Georg Kreisler – Entweder oder

14. Blockflöte des Todes – Pummelchen

Tipp für heute: Ein nichtreligiöses schwules Mädchen zum Papst krönen.

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Der hat ’s nich drauf

28. Februar 2013

Für mein heutiges Liedermachermagazin war ich gerade auf der Jagd nach Perlen, die zu spielen sich lohnt und zog es ernsthaft in Erwägung die Heino-Platte zu kaufen, die hier, die ‚Mit freundlichen Grüßen‘ heißt. Ich ging auch ganz optimistisch ran, dachte das könnte was sein, die wäre bestimmt witzig. Isse aber leider nicht. Ist wirklich bloß reiner Schrott. Kein bisschen interessant, unwitzig, musikalisch belanglos. Schade.

Heute: Berlin, Potsdam und Internetz, Pi-Radio auf Radio 88vier, 20:30-21:30 Uhr: Ahnes Liedermachermagazin (das Liedermachermagazin mit Ahne) Folge 34 mit meinem heutigen Battlestargast Ivo Lotion

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Sätze seltsamer Schönheit (70)

27. Februar 2013

„Lachen und Satire ist absolut falsch.“ der Komiker Franz-Josef Wagner in der (hihi!) BILD-Zeitung

Tipp für heute: Sich auf die Schenkel klopfen.

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Deutsche können durchaus lustig sein, sagt man

26. Februar 2013

Gemütlich hatte ich es mir gemacht, gestern vor dem Fernseher. Eine Packung Cola in der linken, eine Tube Chips in der rechten Hand freute ich mich auf drei, vier Stunden bester Abendunterhaltung. Und dann das! ‚Hart aber fair‘. In der ARD. Zum Thema: ‚Hitler als Witzfigur, worüber darf Deutschland lachen?‘. Kann man nichts falsch machen, dachte ich, Hitler geht immer. Aber kann man eben doch. Wenn man sich so „lustige“ Gäste einlädt wie Erika Steinbach, Oliver Pocher oder (Hilfe, ich krieg gleich einen Schreianfall) Helmut Karasek. Wo war Rolf Eden? Warum erschien Peter Scholl-Latour nicht? Hatte Hans-Olaf Henkel etwa schon was anderes vorgehabt? Der einzige der Niveauvolles von sich gab, war ausgerechnet jener, der am wenigsten zu Wort kam, nämlich Leo Fischer von der ‚Titanic‘. Moderator Frank Plasberg wirkte intellektuell vollkommen überfordert, reagierte verbissen erbost auf den Chefredakteur des einzig ernstzunehmenden Satire-Magazins dieses Landes. Wie um die Auslassungen Fischers zu bestätigen, nationalsozialistische Überzeugungen seien weiterhin präsent im deutschen Volk, wurde auf dem unteren Bildschirmrand des ersten deutschen Fernsehens während der Sendung Reklame für die heutige Folge von ‚Menschen bei Maischberger‘ eingeblendet: „Die Armutseinwanderer: Ist Deutschland überfordert?“ Das nenne ich lustig. Davor und danach dagegen verstolperte sich Karasek beim Erzählen von Witzen, die vielleicht ja sogar lustig gewesen wären, nur dass er sie eben nicht erzählen konnte, genauso wie es einem Herrn Dressler nicht gelang klarzumachen, warum man sich nicht über Hitler lustig machen dürfe und einem Oliver Pocher nicht, warum man es doch tun sollte. Wer auf die Idee kam Erika Steinbach in die Sendung zu holen, der sollte mindestens mit einer Sendung ‚Circus Halligalli‘ gucken bestraft werden. UND ZWAR BIS ZUM ENDE!!! Ich muss zugeben, ich habe es versucht. Auf einem dieser Privatsender. Moderiert von diesen beiden, die überall als … keine Ahnung … talentierte Hoffnungsträger gelten. Du meine Güte! Selten habe ich eine Werbepause so herbeigesehnt. Einzelheiten will ich mir ersparen, nur soviel, dass man es schafft Helge Schneiders Humor zu torpedieren, indem man sich links und rechts neben ihn setzt um bei jedem Sperenzchen vor Lachen fast zusammenzubrechen, das nötigt Respekt ab, das ist mutig, vielleicht ja laden sie das nächste Mal Helmut Karasek ein, würde irgendwie besser passen.

Tipp für heute: Einmal muss doch auch Schluss sein.

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Pfeifen gegen Putin

25. Februar 2013

Wie mir gewöhnlich gut unterrichtete Kreise berichteten, ist es in Russland wohl verboten zu pfeifen. Das heißt verboten wohl nicht aber es gilt als dissidentisch, man unterstützt durch das Pfeifen wohl die Opposition gegen Putin, also haben mir jene gewöhnlich gut unterrichteten Kreise jedenfalls geflüstert. Deshalb darf man auch in diversen Haushalten hier in Berlin, wo russischstämmige Familienoberhäupter wohnen, die den großen Zampano Putin lobpreisen, nicht pfeifen, also es wird jedenfalls nicht so gerne gesehen, das heißt gehört natürlich, klar. Irgendwie schon auch ein wenig verlockend, so ein System, wo bereits Pfeifen Widerstand bedeutet. Ein wenig. Nicht viel. Ich romantisiere. Aber muss auch manchmal sein.

Tipp für heute: Pfeifen üben.

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Vielleicht ja ebenfalls eine Kopfgeldjägerin?

24. Februar 2013

Gestern habe ich mir den US-amerikanischen Film Django-Unchained im Kino angeguckt und muss sagen, doch wirklich beeindruckend, eine schöne Trash-Comic-Superhelden-Geschichte vor einem erschreckenden geschichtlichen Hintergrund. Am bizarrsten war für mich aber ein nicht gerade geringer Teil der Zuschauer, welcher, Chipstüte in der linken Hand, Cola in der rechten, sich darüber echauffierte, dass die Gewaltszenen gar nicht realistisch seien. Die Frau neben mir zum Beispiel: „Wenn der mit der Schrotflinte aus der Entfernung.., das streut doch viel mehr.“ oder „Ja, so viel Blut, das ist aber jetzt echt übertrieben, so viel Blut spritzt da nie und nimmer raus.“ oder „Wenn die von vorne getroffen wird, dann fliegt die doch nich gleich drei Meter zurück.“ Keine Ahnung, ob die Frau praktische Erfahrung gesammelt hat, ich für meinen Teil bin froh, dass mir solches bisher fremd geblieben ist.

Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Heiko Werning, Falko Hennig und mich sowie den abgöttisch veehrten Superhelden Sven van Thom und Hans Duschke

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Zu verbrauchen bis 01.03. 2013

23. Februar 2013

An Zynismus kaum noch zu überbieten ist die Forderung des US- Generalstaatsanwaltes von Georgia, den zum Tode verurteilten Warren Hill, der 20 Minuten vor seiner Hinrichtung dieser noch einmal entging, da erneut überprüft werden soll, ob er geistig behindert ist oder nicht, schnellstmöglich nach Feststellung seiner geistigen Zurechnungsfähigkeit, das heißt noch in diesem Monat, hinzurichten, da sonst das Haltbarkeitsdatum der Todesspritzen ablaufe. Fürchtet der Herr, dass die tödliche Wirkung nachlässt oder etwa schädliche Nebenwirkungen, wie Übelkeit, Kopfschmerzen oder trockenen Mund? Sollte sich Ersteres bestätigen, könnte er doch einfach persönlich nachhelfen, mit einer Dachlatte auf ihn einschlagen beispielsweise, ihn würgen bis die Lebensgeister weichen, ihm das Hirn aus dem Schädel treten oder den Kopf so lange unter Wasser drücken bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Diese Mordmethoden verfallen garantiert nie.

Tipp für heute: Leute, welche die Todesstrafe befürworten umbringen mit einem „Du, du, du“ vom Gegenteil überzeugen.

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Poesie zum Träumen (51)

22. Februar 2013

Aus der Zeit gefallen

Du warst immer so zuversichtlich,

du warst immer so fröhlich,

du wolltest nicht misstrauen,

und schenktest noch mal ein.

Dein Haus offen,

deine Hände reichten,

dir wollte man folgen,

du stelltest dich an.

 

Du wirktest nicht von Gestern,

du bist nicht von hier,

kamst in vollen Zügen,

botest Platz.

Und Fragen von dir bargen Antworten

und verschluckt hättest du dich,

vor Lachen

wenn du dies gehört.

 

Nun scheinst du gegangen

und liegst doch da.

Wir haben so vieles bekommen,

wir haben dir alles genommen,

weil du uns alles gabst.

Heute: Görlitz, BASTA!, 20 Uhr: Kantinenlesen Görlitz mit Dan Richter, Micha Ebeling, Marc Winkler und mich

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Interessante Satzanfänge hinter denen immer dasselbe stehen könnte

21. Februar 2013

1. Der Witz is ja …

2. Ja, kann ja sein, aber …

3. Womit du garantiert nich rechnest …

4. Die Sache is ja die …

5. Ich gebe dir vollkommen recht, jedoch …

6. Jetz hör mir ma janz jenau zu …

7. Einerseits, andererseits …

8. Nehmen wir mal an du hättest recht, dann wage ich zu behaupten …

9. Überleg doch mal …

10. Du wirst staunen, aber …

Tipp für heute: Deine Freundin kocht gut.

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Die guten Seiten der Gentrifizierung

20. Februar 2013

Heute in der Linienstraße. Vor einem Geschäft in dessen Schaufenster ein Zettel hängt auf welchem „Zu vermieten“ steht. Eine Frau eröffnet ihrer etwa 5 jährigen Tochter: „Das kannst du mieten und dann kannst du ein Geschäft da aufmachen.“ „Was für ein Geschäft?“ fragt das Mädchen. „Ach, was du willst“ antwortet die Mutter. Das Mädchen denkt eine Weile nach, dann hakt es nach: „Was ich will?“ „Ja, ja, was du willst.“

Tipp für heute: Einfach mal ausprobieren.

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