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Die Rechtschreibung ist noch das geringste Problem

15. Januar 2013

In Frankreich haben Hunderttausende gegen die Pläne der Regierung demonstriert die Homosexuellen-Ehe zu ermöglichen sowie ein Adoptionsrecht für solche Paare zu schaffen. Sie trugen dabei Parolen wie ‚Vater, Mutter, Kind‘, ‚Ein Hoden hat keine Eizelle‘ und Ähnliches. Ich warte jetzt gespannt auf Protestaktionen zu anderen Themen, die sich diese erfolgreiche Strategie zum Vorbild nehmen. Beispielsweise einer Demonstration gegen Fahrräder, auf denen Parolen gerufen werden könnten wie: ‚Auto, Rollschuhe, Zug‘ oder ‚Eine Pedale hat keinen Motor‘ oder einer Demonstration gegen Hühnermastbetriebe unter dem Motto: ‚Pferdestall, Kuhweide, Streichelzoo‘. Man kann es natürlich auch so sehen, wie der gute Herr Floderlo (oder Frau Floderlo?) in einem Kommentar auf tageschau.de. Dort schrieb dieser (oder diese?) unter der Überschrift „Gut so weiterdemonstrieren“: „Das man Homosexualität überhaupt annerkennt ist Grundsätzlich die Größte Diskrimination gegen leute die Homosexuelle Praktiken haben den man wertet sie auf ihre Sexualität als darstellend für deren Persönlichkeit ab!“ Keine Ahnung, was er damit sagen will aber das erschließt sich ja aus den Parolen der französischen Homoehengegner auch nicht so recht. Auch ein von Homosexuellen adoptiertes Kind besitzt schließlich weiterhin eine leibliche Mutter und einen leiblichen Vater und dass es ansonsten so ist oder war, dass ein Kind immer bei seinen leiblichen Eltern aufwächst oder aufwuchs, das wird wohl auch der katholischste, muslimischste oder jüdisch-orthodoxeste Demonstrant kaum behaupten können.

Tipp für heute: Liebe geben.

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Räume sind dehnbar

14. Januar 2013

Ich bin ja nun wahrlich kein Freund religiöser Extremisten, aber wenn die Berliner Zeitung schreibt, dass Frankreich militärisch in Mali eingreife um dort die Rebellen zurück zu drängen, damit kein „Rückzugsraum für gewaltbereite Islamisten vor der europäischen Haustür“ entstehe, dann frage ich mich schon, wie groß denn der Raum „vor der europäischen Haustür“ eigentlich ist. Reicht der nach Süden bis zur Mitte Afrikas? Nach Osten bis Japan? Nach Westen bis San Fransisco? Nach Norden bis …, was kommt eigentlich hinter dem Nordpol?

Heute: Berlin, Kaffee Burger, 21 Uhr: Peace, Love & Poetry (mit u.a. Volker Strübing, Karsten Lampe und mich)

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Klar gibt es viele Probleme, aber Sicherheit, finde ich, muss vorgehen

13. Januar 2013

Nachdem die US-Regierung den Bau eines Todessterns abgelehnt hat, weil er angeblich zu teuer sei, weiß ich echt nicht mehr weiter. Ich meine, wer verteidigt uns denn nun, falls böse Planeten gesprengt werden müssen? Trost suchend habe ich in den letzten Tagen mich der Gruselkunst gewidmet und kann resümieren:

Empfehlenswert: der Schockerroman ‚Sand‘ von Wolfgang Herrndorf (man muss ein bisschen reinkommen aber dann kommt man nicht mehr von los)

Vernachlässigenswert: die schlechte Dogma-Kopie ‚Blair Witch-Projekt‘ (ein Film, in dem 3 geistig minderbemittelte Studenten einen Dokumentarfilm über eine Hexe drehen wollen und dabei unentwegt herumkreischen)

Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Heiko Werning, Uli Hannemann, Jürgen Witte, Jakob Hein und mich sowie den grazilen Überfliegergästen Robert Weber, Micha Ebeling und Corinna Stegemann (diesmal mit Überlängegarantie und ohne Toppzuschlag)

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Demokratie jetzt!

12. Januar 2013

Meinen Ohren glaubte ich nicht zu trauen, als mir meine Tochter erzählte, dass es in einer Grundschule am Teutoburger Platz, ich sage jetzt bewusst nicht an welcher, weil ich ja niemanden an den Pranger stellen will, verboten worden sein soll im Klassenzimmer zu pupsen. Man solle dies gefälligst draußen tun, hätte die Lehrerin gesagt, so berichtete mir jedenfalls meine Tochter unter Tränen. Stunden dauerte es, bis ich sie wieder beruhigt hatte. Wenn das die Boulevard-Presse erfährt, dachte ich bei mir, stalinistische Methoden an einer öffentlichen Bildungseinrichtung und dies im dreiundzwanzigsten Jahr nach der Befreiung vom Honecker-Regime. Wahnsinn! Waaahhhnsinn! Werd ich wohl ’ne Protestdemo organisieren müssen, mit Sitzstreik, Ententanzstreik, ähnlichem Kram. So geht ’s ja nun nicht!

Tipp für heute: Pupsen gegen rechts.

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Poesie zum Träumen (49)

11. Januar 2013

Sisters and Brothers

Weckle, Schripple,

Brötchen, Brot,

Käckle, Kackle,

Hundekot.

Couchsurfing, WG,

Eigentumswohnung,

zusammen komm‘ wa nie mehr,

so jung.

Tipp für heute: Die Umtauschfrist beachten.

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Auf gar keinen Fall nachmachen!

10. Januar 2013

Immer wieder wird ja geraten nicht allzu viel Persönliches von sich im Internetz preiszugeben, das würde dann von diversen Tunichtguten wie Gugel, Fehßbuck und RTL II ausgenutzt und an andere Firmen weitergegeben, die das wiederum weiter ausnutzen und dann musst du bezahlen, musst alles kaufen, was sie dir anbieten und da gehören Penisverlängerungen (JETZT NEU, AUCH FÜR FRAUEN!) noch zu den harmloseren Dingen. Da ich persönlich aber auf Penisverlängerungen stehe (höhö, stehe, höhö!) und auch Härteres unbedingt ausprobieren will, hier mal ein paar private Dinge, die nie, nie, nie wieder aus diesem Netz verschwinden werden.

Mein Name ist Ahne.

Ich bin siebzehnhundertachtzig Jahre alt.

Ich wiege ölf Kilo Komma nochwas.

Ich habe die Klasse 4b erfolgreich abgeschlossen und bereite mich mit der mir eigenen Coolness auf das Matriarchat in Informatik vor, welches ich spätestens zu Muttis nächstem Geburtstag mit Bravour bestehen will.

Meine Freundin heißt Pistole.

Ich mag Kinder aber nicht so wie ihr denkt.

Zum Frühstück esse ich alles.

Meine Hobbys sind Tennisbälle und wenn ein Sack Reis umfällt.

Politisch bin ich unzuverlässig.

Auf meinem Konto befinden sich 218 Mark und ein paar zerquetschte Glocken.

Sexuell bin ich orientierungsfähig, Nacktbilder sind in Arbeit.

Meine Maße sind gerade einkaufen.

Ich trage Schlafanzüge von Boss (von meinem Boss).

Krankheiten: Kopfmuchte, Blasensturz, Ellenbogenüberfunktion, Penetranter Juckreiz, Hautkasper.

So. Das reicht erstmal für heute. Aber keine Sorge liebe Firmen. Bald gebe ich neue Details aus meinem Privatleben bekannt.

Tipp für heute: Bis unendlich zählen.

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Da haben wir den Salat

9. Januar 2013

Wusst ich ’s doch. Irgendwas ist heute merkwürdig. In meinem Rucksack ’ne Flasche Sternburg. Kopfschmerzen. Geburtstag von Mutti. Nieselregen. Dann klingelts auch noch. Dann mach ich gar nicht auf. Dann, als ich was auf den Tisch stellen will, fällt die Antenne vom Fernseher runter (kann man ja jetzt schreiben, muss man gar nicht mehr betonen, dass man den Fernseher nur als Hockerersatz benutzt). Als ich Licht anmache, geht das Licht tatsächlich an. Als ich die Zeitung aus dem Briefkasten nehmen will, stolper ich über eine tote.., ach nee, die Ratte war ja gar nicht tot. Dann höre ich, wie draußen ein Auto vorbeifährt und im Radio wird ein Lied gespielt, was ich gar nicht kenne. Mit einem Wort: mysteriös. Und was lese ich jetzt? Ein Asteroid schlägt heute auf der Erde ein, also fast. In gerade einmal 14,5 Millionen Kilometer Abstand passiert er unsere Umlaufbahn und 14,5 Millionen Kilometer, was sind schon 14,5 Millionen Kilometer, ein Pups ist das, ein winziger Pups im Vergleich zum Beispiel zu 678 Milliarden Billiarden Billionen Fitzikallionen Kilometern oder erst zu unendlich. Unendlich, das ist wirklich weit weg, aber 14,5 Millionen Kilometer? Also, kann sein, heute ist wirklich Weltuntergang. Und dann dieses Wetter! Schäm dich! Ich mach mir jetzt jedenfalls schön die Flasche Sternburg auf. Prost Mutti!

Tipp für heute: Jede verbleibende Minute genießen.

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Hochdruck!

8. Januar 2013

So, nun reicht es aber mal! Seit Tagen, oder sind es Wochen?, donnert nun schon regelmäßig Sprühregen vom grauen Berliner Himmel. Das hält doch kein Mensch aus und auch die Tiere beschweren sich mittlerweile. Heute früh klopfte ein wütendes Amselmännchen an meine Fensterscheibe, schimpfte wie ein Rohrspatz, dass wir Menschen doch endlich mal was machen sollten, wir würden doch auch sonst immer was machen, Müll oder Autobahnen oder Flughäfen, es sei an der Zeit Verantwortung zu übernehmen, wir besäßen doch Raketen, die könnten wir doch da reinschießen und die Wolkendecke radikal kaputtsprengen. Ich hab dem Amselmännchen natürlich versucht zu erklären, dass dies keine Lösung sei, jeder Eingriff in die Natur räche sich in der Folgezeit aber verstehen kann ich meinen animalischen Freund durchaus. Und deshalb appeliere ich in aller Eindringlichkeit an das Wetter: Tu was! Änder dich! Gib uns Sonne! Gib uns Schnee! Gib uns von mir aus Sturm, aber verscheuch gefälligst den verdammten Nieselregen, sonst weiß ich wirklich nicht, was skrupellose Wissenschaftler demnächst sich ausdenken werden. Der Druck, liebes Wetter, er wächst.

Heute: Berlin, Zebrano-Theater, 19:30 Uhr: Die Dienstagspropheten (mit u.a. mich als Gast)

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Keine Macht den Drohnen

7. Januar 2013

Ich bin ja immer froh, wenn sich jemand äußert, wie ihm meine Bücher gefallen oder eben nicht gefallen. Interessant fand ich die E-Mail eines Herrn Lucas, der mir mitteilte, ihm habe die Lektüre meines neuen Schinkens ‚Wieder kein Roman‘ Freude bereitet, je mehr er getrunken hätte, also Alkohol, falls da jemand Zweifel dran gehabt haben sollte. Er riet mir, ich möge doch jedem Büchlein eine Flasche Wodka (Whiskey würden wir ja im Osten nicht kennen) beilegen und schon wäre J.K. Rowling Geschichte. Hmm. Weiß zwar nicht, was das mit J.K. Rowling zu tun hat, aber ich schlaf da mal ’ne Nacht drüber.

Tipp für heute: Doppelt lesen.

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Dass die Palästinenser auch Semiten sind wird ja häufig übersehen

6. Januar 2013

Großen Trubel gibt es derzeit um eine Liste des Simon Wiesenthal-Zentrums, in welcher die 10 schlimmsten Antisemiten des weltweiten Mainstreams bekannt gegeben wurden. Fast jeder hat es garantiert schon vernommen, dass sich unter diesen auch auf Platz 9 der deutsche Journalist und Herausgeber Jakob Augstein befindet, der es wiederum dem bekannten Polemiker und Klimakatastrophenskeptiker Henryk M. Broder verdankt, dass er es unter diese Top Ten schaffte. Nun will ich mich gar nicht weiter dazu auslassen, ob man automatisch ein Antisemit ist, wenn man den eingekesselten Gaza-Streifen als Lager bezeichnet, das kann glaube ich jeder für sich selbst beurteilen, aber dass er die Wochenzeitung ‚Der Freitag‘ zu einer so strunzlangweiligen absolut überflüssigen Postille gemacht hat, dafür gehört Jakob Augstein meiner Meinung nach mindestens unter die Top Ten der schlimmsten Langweiler des deutschsprachigen Mainstreams (hihi, deutschsprachiger Mainstream ist wirklich gut).

Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Uli Hannemann, Jürgen Witte, Heiko Werning, Falko Hennig und mich sowie den überzeugend bestechenden Superstargästen Dota ‚Die Kleingeldprinzessin‘ Kehr und Mathias Kopetzki

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