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6. Oktober 2015
Wieder zurück aus Tschechien. Die Höhlen waren leider alle belegt, mit Deutschen, die ebenfalls weinen lernen wollten. Pech jehabt! Glück hatten wir aber mit dem Wetter und mit den Menschen, die, obwohl nicht jeder von uns eine semmelknödelfarbene Haut am Leibe trug, doch recht freundlich waren und uns mit Speis und Trank verwöhnten. Die Tschechen haben es übrigens mittlerweile gelernt nicht nur Fleisch zu wunderbarem Gulasch zu veredeln, sondern auch vegetarische Gerichte über die Alibi-Funktion hinaus anzubieten, die durchaus schmackhaft sind. Ich wurde überrascht von gegrilltem Gemüse mit so genannten Sahnekartoffeln, welche einem warmem Kartoffelsalat glichen. Nicht, dass ich jetzt Vegetarier geworden wäre, aber zum Wandern war es doch ziemlich praktisch. Die angekündigte Blockade der deutsch-tschechischen Grenze bei Sebnitz durch völkische Dumpfbacken haben wir übrigens umfahren. Die sind so dumm, die Holzköpfe, man kann schließlich an jeder Straße rüber! Na ja. Heute geht es nach Thüringen. Wird schon.
Heute: Jena, Cafe Wagner, 20 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt (neue Texte, alte Schlager, Bier)
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2. Oktober 2015
Während eine Weile lang die großen öffentlich rechtlichen Medienanstalten sogenannte „asylkritische“ Stimmen einfach ignorierten, zumindest nicht in ihren Talkshows zu Wort kommen ließen, bin ich seit ein paar Tagen irritiert, wie sie auch nun wieder ihr Fähnlein nach dem Wind richten. Denn seit sich in Meinungsumfragen wiederspiegelt, dass große Teile der Bevölkerung Angst vor „Überfremdung“ haben und die Zustimmung zu Angela Merkel rapide sinkt, da ändert sich auch der Ton im Fernsehen. Plötzlich greift ein Frank Plasberg ungewöhnlich aggressiv den Vertreter einer muslimischen Gemeinde an, plötzlich sitzen in einer Talkshow von Anne Will fast nur noch Vertreter, die die Bundesregierung von rechts her attackieren, der progressivste ein CDU-Mitglied. Erleben wir da gerade Vorboten einer neuen geistig moralischen Wende? Wird vielleicht pünktlich zum 9. November wieder mit dem Bau von Grenzbefestigungsanlagen begonnen? Ich mache mich hier jedenfalls vom Acker, geh erstmal in die Berge, ’ne Höhle suchen, wo ich ganz in Ruhe lernen kann zu weinen.
Tipp für heute: Dem Zeitgeist die Stirn bieten.
Am Sonntag, 04.10. 2015, Berlin, Panorama-Lounge im Haus Berlin, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Uli Hannemann, Jakob Hein, Heiko Werning, Falko Hennig und Jürgen Witte, sowie der besten sorbischsprachigen Band der Welt: Berlinska Droha und dem Satiriker, Finnland-Experten und Schriftsteller aus dem Ruhrpott: Bernd Gieseking.
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1. Oktober 2015
Die Chaussee der Enthusiasten, eine Schwester- und Bruderlesebühne unserer Reformbühne Heim & Welt, die seit 1999 jeden Donnerstag in der Tagung, dem Cube-Club, dem RAW-Tempel, der Stenzer-Halle, dem Szimpla-Badehaus und bis zum 10.12. noch im Frannz-Club auftrat/tritt, schließt ihre Pforten. Das macht mich traurig. Werde am 15.10. nochmal die Kollegen beehren und mit ihnen gemeinsam versuchen, das Publikum zu unterhalten oder zu verstören, je nachdem. Ein herzliches Dankeschön an Dan Richter, Jochen Schmidt, Andreas Gläser, Andreas Rüttenauer, Volker Strübing, Kirsten Fuchs, Robert Naumann, Andreas (Bohni) Kampa und Stefan Serin. Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen.
Tipp für heute: Macht mit, machts ’s nach, macht ’s besser.
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29. September 2015
Nischen finden
Muskeln hab ich keine,
Scheine auch nur kleine,
muss Zwiebeln schneiden um zu weinen,
bin selten mit mir selbst im Reinen,
doch solltet ihr mal sehen,
drei Schritte rückwärts kann ich gehen,
falle beim Vierten dann zwar hin,
macht aber nichts.
Heute: Berlin, Schokoladen, 21:30 Uhr: L.S.D. – Liebe statt Drogen (mit u.a. mich als Gast)
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28. September 2015
Bei dem Wort „Nachverdichtung“ handelt es sich nicht um die nachträgliche Betextung eines Instrumentalsongs sondern um die weitere Bebauung eines Wohngebietes. Mir will nur nicht recht einleuchten, warum es der Vorsilbe „Nach“ bedarf. Wäre nicht bereits durch das Wort „Verdichtung“ alles gesagt?
Tipp für heute: Sich über unwichtige Dinge Gedanken machen.
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27. September 2015
Brandenburg an der Havel ist wunderschön und sie haben sich zur Bundesgartenschau (BUGA) ein tolles neues Bahnhofsgebäude hinbauen lassen, welches laut Informationstafel nach sozialen, ökologischen, kommunikativen und wer weiß was noch für Gesichtspunkten errichtet worden sein soll. Prima! Nützt allerdings nicht sonderlich was, wenn das Bahnhofsgebäude bereits um 21 Uhr dicht macht und die Menschen draußen sich die Nase platt drücken können, an der schönen Scheibe. Von 23:15 Uhr bis 0:25 Uhr durfte ich gestern dort auf dem windigen Bahnsteig ausharren. Kein Klo, kein Imbiss, kein nichts, von ein paar Polizeiautos mal abgesehen. Das muss ich hier entschieden geißeln. Schöne Grüße übrigens an den Typen, der sich gestern in der S-Bahn, Bahnhof Zoo, für ein paar Minuten zitternd neben mich setzte und herzhaft eine rohe Zucchini (ich weiß, es muss Zucchino heißen), eine Ganze (!), auffutterte, um am selben Bahnhof noch (der Zug hielt für ein paar Minuten) wieder auszusteigen. Und ebenfalls einen schönen Gruß an jenen nicht mehr ganz jungen Mann, der auf der Torstraße sämtliche Vorbeiflanierenden mit den Worten: „Shalom, du Votze“ begrüßte. Ob Männlein, ob Weiblein, völlig egal. Dit is Berlin. Meine Heimatstadt.
Heute: Berlin, Panorama-Lounge im Haus Berlin, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Falko Hennig, Jürgen Witte und mich, sowie dem Frauenschwarm und weltbesten Gitarristen und Sänger Sven van Thom (mit neuer LP im Gepäck) und Clint Lukas (Flux FM- Kolumnist, Surfpoet, Frauenschwarm und Romancier)
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26. September 2015
Bilder bewegen zur Zeit das ganze Land. Gemalte Bilder. So auch mich. Das, welches ich heute morgen sah, war zwar nicht gemalt, sondern gesprüht und streng genommen war es auch nicht wirklich ein Bild, sondern eher eine Parole, dennoch, „Ein Herz für Bonzen“ las ich heute an der Wand eines Hauses in der Choriner Straße und da musste ich doch spontan Beifall klatschen, ja, mir traten Tränen in die Augen. Nach so vielen Jahren Hass gegen diese Personengruppe, nach so vielen Jahren Verachtung und Niedertracht, entdeckt jemand sein Herz für unsere geplagten Mitbürger, die ja auch Menschen sind, wirbt um Mitgefühl. Ich bin gerührt, tief gerührt.
Heute: Brandenburg/Havel, Fontane-Klub, 20 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt (neue Texte, alte Schlager, Bier) läuft eigentlich schon unter dem neuen Namen ‚Wir schaffen das schon‘ hab es aber nicht geschafft dieses zu transportieren, also die Idee, zum Club, uff jeden Fall neu (sogar neue Lieder!) und Gott woll ooch kimmen, ick mein, Gott will ooch kommen
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25. September 2015
Übrigens, die Ende August in Darmstadt an verschiedenen Stellen der Stadt gefundenen zerschnittenen 500-, 100- und 50-Euro Scheine im Wert von rund 20.000 Euro, die sind von mir. Ja, tut mir leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, auch und vor allem für diejenigen, die seitdem hoffen einen Teil des Geldes, den sie gefunden haben, vom Staat erstattet zu bekommen. Tut mir wirklich leid. Echt jetzt! Ich hatte viel zu tun in letzter Zeit und möchte auch nochmal betonen, dass ich die Geldscheine nicht mit Absicht zerschnitten habe und es auch mit keiner Straftat in Zusammenhang steht, es war einfach…, es ist mir aus Versehen passiert, ich war in Gedanken. Ach ja, und ich würde mein Geld dann doch ganz gerne mal jetzt abholen wollen. Wo bitte soll ich mich melden?
Tipp für heute: Wenn man einen Geldschein genau in der Mitte durchschneidet, dann kann man, jedenfalls laut Presseberichten, mit jedem Teil des Geldscheines sich einen ganzen Geldschein erstatten lassen, es muss mindestens die Hälfte des Geldscheines vorliegen, so ein Experte der Bundesbank. Aus eins mach also zwei, aber Achtung, es darf nicht absichtlich passiert sein!
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24. September 2015
In der Fehrbelliner Straße einen Aufkleber entdeckt, welcher einen Pandabären zeigt, der auf einen am Boden liegenden Menschen losgeht. Dazu der Spruch ‚Good night, human pride‘, den man bereits in anderen Variationen kennt. Nun frage ich mich natürlich, haben wir die Pandabären bisher unterschätzt? Sind die gar nicht so friedlich? Und haben sie es in jüngster Zeit etwa gelernt Aufkleber herzustellen um sie in Großstädten an Häuserwände zu pappen?
Tipp für heute: Auf der Hut sein.
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23. September 2015
Mir ist zu Ohren gekommen, dass ein Autobaubetrieb aus Wolfsburg, dass der angeblich, ich kann es immer noch nicht recht glauben, aber der soll tatsächlich, jedenfalls wird das von einigen Menschen, die sich in der Materie auskennen, so behauptet, der soll Autos gebaut haben und sogar verkauft, also zumindest in den USA, aber auch woanders, das zumindest wird vermutet und hinter vorgehaltener Hand schon mal geflüstert, Autos, die mit Verbrennungsmotoren angetrieben werden und deren Abgase hinten, aus einem „Auspuff“ genannten Rohr, einfach in die Umwelt gepustet.., nun gut, kann man sagen, nicht so schlimm, wenn sie nach Vanille duften und niedliche Wölkchen bilden, aber, laut nicht genannt werden wollenden Experten, sind diese Gase noch dazu gesundheitsschädlich und schlecht für ’s Klima und sie stinken eklig! Ein Skandal! Das wäre ja der Skandal, schlechthin! Aber abwarten. Es wurde schon so viel behauptet. Wie oft hat man beispielsweise bereits das Monster von Loch Ness gesehen und fotografiert. Nein, nein, so schnell lass ich mich nicht kirre machen.
Tipp für heute: Anderen Quellen zufolge sollen die Dämpfe ziemlich „high“ machen (diesen Tipp habt ihr übrigens nicht von mir, falls jemand fragt).
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