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Winter

8. Januar 2026

Wie tagesschau.de meldet wird das Streusalz „in Baumärkten teilweise knapp“. Von einer „Versorgungsnotlage“ sind wir aber noch „weit entfernt“. Puh, zum Glück! Aber, eine Versorgungsnotlage bei Streusalz? Wurde Streusalz nicht sogar verboten? Ach, nur „in einigen Bundesländern“. In Hamburg zum Beispiel, wo allerdings „wegen der extremen Wetterlage“ das Verbot „vorübergehend“ aufgehoben wurde. Bedeutet ‚extreme Wetterlage‘ in Hamburg Temperaturen unter null Grad, Schnee und Eis sind möglich? Und wenn es keine Glättegefahr mehr gibt, ist das Streusalz wieder verboten?

Tipp für heute: Sonnenschutzcremes mit Lichtschutzfaktor 50 verbieten (aber nur nachts).

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Wie früher

7. Januar 2026

Gestern mal wieder eine Folge ‚Maischberger‘ gesehen. Wollte ich weniger tun, diese Polittalk-Runden anschauen, weil ich meist schlechte Laune bekam, durch deren Genuss. Gestern fand ich recht interessant, was SPD-Mann Sigmar Gabriel und CDU-Mann Armin Laschet von sich gaben. Sie stellten den US-Angriff auf Venezuela in eine Reihe mit u.a. der Ermordung Osama bin Ladens, dem Krieg gegen den Irak und dem militärischen Eingreifen der NATO in Jugoslawien, samt Abtrennung des Kosovo. Alles ohne UN-Mandat und im Prinzip völkerrechtswidrig. Gabriel forderte, wir sollten nicht länger mit der „Moralfahne“ wedeln, es gehe eben um Einflusssphären und Machtinteressen. Speziell machte er sich über die „feministische Außenpolitik“ einer Annalena Baerbock lustig, weswegen Deutschland nicht mehr ernst genommen würde, in der Welt. Interessant auch, dass er vorschlug, man könne die USA doch fragen, was sie in Grönland eigentlich wollten und ihnen das dann geben, dann würden sie womöglich darauf verzichten Grönland militärisch zu besetzen. Musste gar nicht unbedingt die große Weltgeschichte zu Rate ziehen, das funktionierte ja auch auf dem Schulhof schon immer, mit diesen bösen Jungs. Ihnen alles geben, was sie haben wollen, schwupps, setzte es keine Haue mehr.

Tipp für heute: Und nun auch in der Innenpolitik den ganzen Quatsch wieder rückgängig machen, Frau an den Herd, der Mann zu den Waffen, dann ist das Klima wie früher.

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Tu mir nichts, ich bin dein Freund

6. Januar 2026

Um nicht in die Schusslinie zu geraten, könnten wir doch schon mal damit beginnen, die dänische Regierung „linksnationalistisch“ oder „autoritär“ zu nennen. Ach, und das Impfen von Kindern verbieten, gilt ja auch als „umstritten“.

Tipp für heute: Von „Zeitenwenden“ zu reden ist esoterischer Stuss.

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Noch einen draufsatteln

5. Januar 2026

Nachdem Bundeskanzler Merz den „US-Einsatz“ in Venezuela „komplex“ nannte, legte der deutsche Außenminister Wadephul noch ’ne Schippe drauf und nannte diesen „außerordentlich komplex“, weshalb wir uns mit einer Bewertung lieber zurückhalten sollten. Verständlich. Wer will schon gerne der Nächste sein? Da geht man doch lieber in Deckung. Währenddessen drohte der böse Möhrenmann weiteren Ländern mit ähnlichem Schicksal. Unter anderem werde es Kolumbiens Präsident „nicht mehr lange machen“. „Außerordentlich komplex“ das Ganze.

Tipp für heute: Gebt ihm schnell noch ein paar Friedenspreise.

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Die Reaktionen

4. Januar 2026

Bundeskanzler Merz nennt den „US-Einsatz“ in Venezuela „komplex“, die EU-Außenbeauftragte Kallas spricht sich für „einen friedlichen Übergang“ aus, während der britische Premierminister Starmer einen reibungslosen Übergang hin zu einer Regierung, die den Willen der Venezolaner besser widerspiegelt, wünscht. Die Äußerungen sind sehr, äh, diplomatisch. Der böse Möhrenmann muss sich keine Sorgen machen.

Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Susanne M. Riedel, Heiko Werning, Andreas ‚Spider‘ Krenzke, Frank Sorge, Falko Hennig, Gott und mich, sowie der Superstargästin Yaellavie (Qanun!)

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Kann man doch gar nicht vergleichen

3. Januar 2026

Der böse Möhrenmann scheint seine Drohungen wahrzumachen. Nachdem er zwar nicht den Friedensnobelpreis, dafür aber den „Friedenspreis“, den sein Kumpel von der Fußball-Mafia aus dem Hut zauberte, eingeheimst hat, ließ er heute Nacht die Hauptstadt Venezuelas bombardieren. Es gibt nun wohl eine weitere „Spezialoperation“ in der Welt. Bin gespannt auf die Reaktionen der europäischen Länder. Wird die USA aus der NATO geschmissen? Verzichten wir auf Öl und Gas von dort? Werden Sportlerinnen und Sportler der USA von internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen? Ich habe da so eine Ahnung, verrate aber nicht welche.

Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen mit Susanne M. Riedel, Tube, Jacinta Nandi, Dan Richter und mich

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Das Erste

1. Januar 2026

Vorgenommen habe ich mir wie immer nichts. Ich will mich lediglich gesünder ernähren, weniger rauchen und saufen, öfter Sport treiben, Menschen die Tür aufhalten, häufiger lüften (damit die Bude nicht so müffelt), nicht so viel popeln in der Straßenbahn, wenn mir jemand gegenübersitzt jedenfalls, der mich dabei beobachtet. Ich möchte ab und zu mal durchdachte Sachen schreiben, welche die Menschen dazu bringen „Ah!“ und „Oh!“ auszurufen. Ich will freundlich sein, weniger mit den Zähnen knirschen und, apropos, niemals wieder einen Zahnarzttermin vergessen und meiner Steuerberaterin rechtzeitig sämtliche relevanten Unterlagen zusenden und die neue Hose kaufen, die ich Mutti seit Jahren verspreche zu kaufen, weil sie mir ja das Geld schon dafür gegeben hat, 2023. Ich will mehr Geld verdienen und dafür sorgen, dass diese Gesellschaft, in der sich alles nur ums Geldverdienen dreht, endlich abnippelt. Vorher müsste natürlich eine ausgereifte gesellschaftliche Alternative zur Wahl stehen (auch eine Aufgabe um die sich mal jemand kümmern könnte). Ich möchte erwachsen werden und Kind bleiben und was verstehen, ohne dass es mir drei mal gesagt werden muss. Ich möchte helfen und dass sich Menschen über meine Hilfe freuen (nicht etwa schreiend davonrennen). Ich will lieben und geliebt werden. Und ein Eis möchte ich! Und Schokolade! Und Kekse! Und Hitzefrei in der Schule! Und diese ganzen Rituale sollen sich zum Teufel scheren.

Tipp für heute: Deine Küche mit Joghurt streichen. Oder die Kirche.

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Das Letzte

31. Dezember 2025

Ist nun also doch noch was Schönes passiert, 2025. Auf den letzten Drücker schüttelten die Omas im Himmel ihre Betten aus. Flocken purzelten und hinterließen eine circa 2 cm dicke Pracht auf dem Boden in Brandenburg und Berlin. In Berlin wird sie bereits getaut sein, in Cottbus ist noch bisschen was übrig. Gestern Abend am Alexanderplatz überraschte mich, wie wenig geknallt wurde, auch vorgestern in Kreuzberg zündete kaum jemand Kracher. Vielleicht braucht es keines Böllerverbotes? Vielleicht schläft das von alleine ein? Herzerfrischendes Konzert im Bi Nuu von ‚Die Liga der gewöhnlichen Gentleman‘. Es gibt so viel großartige Musik, die kaum Beachtung findet. Und jede Menge Scheißmusik, die überall läuft. Könnte es sein, dass beides miteinander in Zusammenhang steht? Gewagte Theorie, ich weiß. Außerdem ist es ja nur mein Geschmack. Obwohl, was heißt nur? Neueste Beobachtung von mir, Menschen, die häufiger Zug fahren, regen sich weniger auf, über Verspätungen oder Ausfälle. Je unzuverlässiger die Bahn ist, desto mehr nehmen wir es mit Humor? Gestern kündigte eine Bahnsteigdurchsage 15 Minuten vor Abfahrt des Zuges eine Verspätung um 80 Minuten an. Die Wartenden fielen sich daraufhin in die Arme und begannen hemmungslos zu knutschen. Wünsche allen ein besseres Jahr 2026.

Tipp für heute: „Es ist nett, nett zu sein, ohne was zu wolln, es ist nett, nett zu sein, ohne Müssen, ohne Solln.“ (Die Liga der gewöhnlichen Gentleman)

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Heißt es BVG oder BVB?

28. Dezember 2025

Liebe BVG (oder liebe BVB?),

Danke, für den Spruch auf eurer Anzeigetafel an der Straßenbahnhaltestelle Rosenthaler Platz, wo ich am 25.12. lesen durfte: „Danke, dass du auch dieses Jahr mit uns gefahren bist, wir wünschen dir eine schöne W“. Was aber meintest du mit W? Eine schöne Weiterfahrt? Eine schöne Woche? Eine schöne Weihnacht? Eine schöne Wiedergeburt? Eine schöne Wespentaille? Eine schöne Wildwasserkanusaison? Eine schöne Wartezeit? Eine schöne Wissenslücke? Bitte mehr von deinen Rätseln. Dann macht es auch nichts, wenn die Bahn mal wieder später kommt oder gleich ganz ausfällt, dein zufriedener (hi hi) Kunde, Ahne.

Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Susanne M. Riedel, Falko Hennig, Andreas ‚Spider‘ Krenzke, Gott und mich, sowie den Superstargästen Paul Nitsche (Die PARTEI) und Robert, der Schlagerstar (Schlager)

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Kalt war es außerdem

25. Dezember 2025

Als ich gestern Abend spazieren ging und am Himmel die leuchtend goldene Sichel des Mondes erblickte, dachte ich kurz, aha, der Friedenspreisträger des Fußball-Zaren Giovanni Infantilo (Name mag Ähnlichkeit mit tatsächlich lebenden Personen haben), der böse Möhrenmann, sieht diese Mondsichel jetzt womöglich ebenfalls, und die Frau im Sudan, die auf der Suche nach Lebensmitteln und einem schützenden Ort für sich und ihre Kinder ist, und der SUV-Fahrer in Bagdad und das Kind in Santiago de Chile und der schlaue Fuchs und das Usambara-Veilchen auf deinem Fensterbrett auch. Ach nein, das Usambara-Veilchen, das hat ja keine Augen, zumindest sind sie noch nicht entdeckt worden.

Tipp für heute: Einfach mal ignorieren, dass der Mond in anderen Erdteilen mit bloßem Auge zu völlig anderen Zeiten zu sehen ist und sich dann auch anders präsentiert.

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