Impressionen aus dem Südwesten (Berlins)
1. Juni 2013
Ein ganz eigenes Flair hat dieses Rudow, das konnte ich gestern bei meinem Besuch dort feststellen. Ein Zwanziggeschosser in unmittelbarer Umgebung von kleinen Einfamilienhäusern, breite Verkehrsschneisen an denen winzige Imbissbuden stehen und eine Dorfkirche und dann biegt man um die Ecke und befindet sich direkt in einer siebziger Jahre Einkaufspassage und der Bäcker macht schon 18 Uhr zu. Hier jetzt ein paar Aussagen der Zuhörer meiner gestrigen für mich sehr interessanten Lesung in der Buchhandlung Leporello (Gedächtnisprotokoll):
„Hab ich mir gleich gedacht, dass sie aus dem Osten sind, wir Westberliner sprechen einen ganz anderen Dialekt.“ (eine etwa 50 Jahre alte Dame)
„Wat! Stümmt doch janich!“ (ein etwa 50 Jahre alter Herr)
„Ich bin ja ein Fan von diesem Jens Müller, diesem Investmentbanker, da verpasse ich keinen Vortrag von dem.“ (eine etwa 60 jährige Dame)
„Unsere Kinder würden 110 wählen, wenn wir solche Sachen über sie schreiben würden.“ (eine etwa 40 jährige Dame)
„Machen sie heute noch was mit Dias?“ (ein etwa 60 jähriger Herr)
„Also ick muss ja ma sagen, ick kenne ville Milljonäre, und die sind alle voll in Ordnung.“ (ein etwa 50 Jahre alter Herr, derselbe)
„Ick weeß, hört man nich jerne aba früher war würklich allit bessa.“ (seine Frau)
Heute: Berlin-Spandau, Nikolaikirche (Zelt davor), 15-16 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt (über den Zweifel)
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