Impressionen aus dem Nordwesten (Berlins)
2. Juni 2013
Weiter ging es gestern auf meiner Tour de Randberlin nach Spandau. Der Spandauer selbst läuft entweder in rot-weißen Bayern München-Trikots und Lederhosen durch die Gegend oder in weiß-roten VfB Stuttgart Trikots plus schwarz-rot-gelber Vukuhela-Tröte. Dazu brüllt er unentwegt Dinge, die man als Nichtrandberliner nicht versteht. Spandau hat darüber hinaus viele weitere Probleme. Unter anderem dauert es ewig, bis man am Currywurststand mal was bekommt. Dazu ist es permanent windig und es gibt zwei Schälchen Erdbeeren zum Preis von einem. Meiner einstündigen Vorlesung lauschten im Sturm mehrere Menschen, ich musste Pflastersteine auf die Texte legen, damit diese nicht wegflogen und am Ende kam ein Herr mit Brille und bat mich diese mal aufzusetzen, damit würde ich ein kleines Wunder erleben, ich könne doch sicher fast gar nichts mehr sehen, so wie ich meine Zettel immer gehalten hätte. Als ich ihm antwortete, dass ich dies wegen des Windes getan hatte war er beleidigt und wandte sich grußlos ab. Dabei sind meine Augen das einzige auf das ich noch ein wenig stolz sein kann, hören tu ich schon fast gar nichts mehr und vom Rest schweigen wir lieber.
Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Jürgen Witte, Jakob Hein und mich, dem Sommerspezialmonatsgast Chio Schuhmacher, der bezaubernden Stella Klasanovic und dem großartigen östrreichischen Liedermacherstar und Neumitglied der Schwabinger Schaumschläger Christoph Theußl
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