Es brodelt
17. Juni 2009
Heute klingelte gegen 10 Uhr morgens das Telefon und mein Sohn flehte mich an, ich müsse unbedingt im Sekretariat seiner Schule anrufen um dort meine Erlaubnis zu bestätigen, dass er sich an dem Schulstreik beteiligen dürfe. Als ich dort dann anrief, gab mir die Sekretärin zu verstehen, mein Unterfangen sei nutzlos, die Erlaubnis hätte schriftlich erfolgen müssen. Auf meine Erwiederung, wir hätten gar nicht gewusst, dass er solch eine Erlaubnis überhaupt benötigte, sagte sie wiederum, dass sie das ja auch nicht gewusst hätten, sie seien eben davon ausgegangen, die 7. und 8. Klassen wollten gar nicht mitstreiken. Ach, und da rätseln sie immer, warum es in Deutschland nie eine richtige Revolution gegeben hat.
Tipp für heute: Mir Bericht erstatten, wie es ohne mich bei den Surfpoeten gelaufen ist. Gast: Taxi-Berlin.
2 Kommentare zu “Es brodelt”
01
Ich konnte auch nicht mit streiken.
Ich hatte nen Friseur-Termin.
02
Eines schönen Sommertages besetzte ein zu allem entschlossener Mob deutscher Revolutionäre einen Bahnhof. Als die Polizei die Revolutionäre bat, den Bahnsteig wieder zu verlassen, wurden die beteiligten Beamten von den Revolutionären zivilrechtlich verklagt. Schließlich sei die Besetzung ordnungsgemäß angemeldet und jeder Revolutionär habe eine Bahnsteigkarte gelöst.
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