Corona-Tagebuch 122

16. Juli 2020

Gummistiefel scheinen das neue Klopapier zu sein. Die Bestellung ist immer noch nicht angekommen und so zogen wir gestern durch die Läden, um irgendwo solche Treter zu ergattern. In fünf verschiedenen Filialen wurde uns achselzuckend mitgeteilt, es gäbe leider keine, dann jedoch in der sechsten hatten wir Glück, im Nachbau einer Arrestanstalt, diesem roten Bunker, welcher sich Alexa schimpft. Ein letztes Paar in der richtigen Größe war vorrätig, 12,99 €. Die Verkäuferin demonstrierte uns, wie man seinen Mund- und Nasenschutz nicht benutzen sollte. Niesen musste sie und zog ihre Maske blitzschnell von der Nase. Damit diese nicht verschmutze, sehr wahrscheinlich, also die Maske. Bestimmt hatte sie nur Allergie, also die Verkäuferin. Nach vierwöchigem Betriebsstopp darf die Tierzerlegefirma ‚Tönnies‘ im Kreis Gütersloh endlich wieder schlachten. Hurra! Für die kommenden zwei Wochen wurde in den Städten Ramallah, Hebron, Nablus und Betlehem des Westjordanlandes wieder eine strenge Ausgangssperre verhängt. Nur Bäckereien und Apotheken dürfen öffnen. In Bagdad können wegen der Corona-Pandemie von Donnerstag bis Sonntag keine Autos benutzt werden. Männer steigen auf ’s Fahrrad um, für Frauen ist dies tabu. Österreich und Irland verschieben wegen steigender Infektionszahlen die Lockerungen für Bars und Nachtclubs um mindestens einen Monat. Rekord bei Neuinfektionen in Israel, 1.758 Fälle am Tag. Über 100 Covid-19-Tote in Albanien, über 200 in Kenia, über 600 in Armenien, über 2.000 in Argentinien. Erfolge mit Impfstoff-Tests werden aus Russland, China, Indien und den USA gemeldet. Welcherart diese Erfolge sind, konnte ich bisher nicht heraus bekommen. Die Horror-Nachricht schlechthin erreicht deutsche Ballermann-Touristen aus Mallorca. Sämtliche Lokale an der „Bierstraße“ und der „Schinkenstraße“ werden geschlossen. Was bitte soll man da jetzt noch?

Tipp für heute: Mal in der „Schnapsstraße“ vorbei schauen?

Allgemein | Kommentare

2 Kommentare zu “Corona-Tagebuch 122”

  1. 01

    Wandern in den Bergen und das Hirn auslüften!
    Scheint nötig und bringt neue Erfahrungen.

    Roswitha am 16. Juli 2020 um 15:41
  2. 02

    Und nimmst du den Alkohol dann immer im Rucksack mit?

    Ahne am 17. Juli 2020 um 09:37

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