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Zonen-Gaby lebt

27. April 2013

Neulich habe ich zum ersten Mal in meinem Lieblingsimbiss Edamame gegessen. Das sind so gesalzene Sojabohnenschoten, stand dort unter Salat. Ich dachte also die könne man ganz verspeisen und so kam es zu einem weiteren Kapitel aus meiner Reihe: Zonen-Gaby sammelt Erfahrungen. Ich nämlich bin die männliche Zonen-Gaby. Ich steckte mir bereits eine beschalte Litschi in den Mund, biss von außen beherzt in einen Granatapfel hinein und kaute auf meiner ersten Westparty im schönen Bezirk Charlottenburg auf Meeresgetier herum, welches in einer Suppe schwamm und sich als Garnelen entpuppte, ganze Garnelen, jedenfalls behauptete das die Frau, die sich darüber wunderte, dass es in meinem Mund so entsetzlich knirscht, aber ich dachte eben Suppen im Westen müssten so munden, es sei nicht alles wohlschmeckend, oder wir diesen neuen Wohlgeschmack noch nicht gewöhnt. Na ja. Ich verstand jedenfalls erst nach einer Weile, dass es durchaus Sinn gemacht hatte, warum ein zweites Schälchen neben das Schälchen mit den gesalzenen Sojabohnenschoten gestellt worden war. Ein leeres Schälchen. Für die Schoten, welche hart und vor allem voller unzerkaubarer Fäden waren. Das Zeug, was ich mir dann aus dem Mund und vor allem zwischen den Zähnen hervorpulte, sah jetzt nicht wirklich appetitlich aus, ich akzeptierte die angewiderten Blicke der Bürotussis um mich herum. Tat aber cool, weil die hatten diesen „Salat“ garantiert auch noch nicht probiert. So isst man eben in Kampuchea, meine Damen, ließ ich ihnen durch die Blume ausrichten, is original.

Tipp für heute: Schnittlauchstulle.

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Auf hunderttausendfachen Wunsch (30)

26. April 2013

Hier die Liste der Lieder meines gestrigen Liedermachermagazines. Zu Gast war diesmal Battlestargast Thilo Bock. Seine ausgewählten Songs erscheinen kursiv.

1. Hans Rohe – Paralyse

2. Klaus Hoffmann – Wenn ich ’s hier schaffe

3. Kollektiv Barner 16 – Häuser aus Lebensmitteln

4. Tocotronic – Vulgäre Verse

5. Jan von Im Ich – Die Mutter der Verstoßenen

6. Kid Kopphausen – Im Westen nichts Neues

7. Holger Hiller & Thomas Fehlmann – Mit dem Autobus

8. Billy Bragg – Your name on my tongue

9. Lyric Love – Draußen

10. Thilo Bock – Alpakalied

11. Jeans Team – Gesundbrunnencenter

12. Gisbert zu Knyphausen – Dreh dich nicht um

Zu gewinnen gibt es diesmal auch was und zwar einmal im Lautsprecherwagen der Großen 2. Mai-Demo zum Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen 13 Uhr am Senefelder Platz in Berlin von Original Arbeitslosen herumgeschoben zu werden. Eine volle Stunde lang! Dazu muss man lediglich beantworten welcher einflussreiche Liedermacher den Song ‚Hey Boss, ich brauche mehr Geld‘ geschrieben hat.

Tipp für heute: Den obersten Knopf vom Hemd öffnen.

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Fakten, Baby!

25. April 2013

Gestern habe ich gesagt bekommen, es hätten sich welche darüber gestritten, wann ich arbeitslos geworden bin, nämlich ob schon 1989 oder erst später. Hat mich doch etwas gewundert, dass das heute noch jemanden interessiert, aber damit sich zukünftig niemand mehr zu streiten braucht, schaffe ich hier jetzt mal knallharte Fakten:

  • ich bin 1990 arbeitslos geworden
  • ich habe 1992 zum ersten Mal Strapse getragen
  • ich wurde 1996 von einer Matschbirne getroffen
  • 1997 hatte ich einen Dreier im Lotto
  • im Jahre 2000 war die Jahrtausendwende (zu Beginn)
  • 2006 habe ich meine Steuererklärung zu spät abgegeben
  • ich wollte 2009 kotzen aber da kam gar nichts raus
  • 2011 bin ich nach dem Fußball in der Straßenbahn zu weit gefahren und der Fahrer musste mich wecken
  • 2012 habe ich zum ersten Mal FDP gewählt (im Traum)
  • 2013 ist das Jahr was jetzt ist

Heute: Berlin, Potsdam und Internetz, Pi-Radio auf Radio 88vier, 20:30-21:30 Uhr: Ahnes Liedermachermagazin (das Liedermachermagazin mit Ahne) und mit meinem heutigen Superstargastbattlepartner Thilo Bock  Folge 36

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Zählen macht Laune (5)

24. April 2013

Langsam ist es mir langweilig geworden immer diese Regenrinnenabflussfallrohre zu zählen. Man braucht schließlich auch mal Abwechslung. Seit neuestem zähle ich deshalb Katzensteckbriefe, also so Zettel, wo jemand seine geflohene Mieze sucht. Von der Schule bis zum russischen Spätkauf in der Torstraße waren es gestern 12 die irgendwo klebten, allesamt übrigens für dieselbe Katze, ich mein natürlich Kater, ein getigerter Kater, um genau zu sein. Hat jemand von euch vielleicht so einen getigerten Kater gesehen, irgendwann, irgendwo? In lebendig, meine ich?

Heute: Berlin, Potsdam und Internetz, Pi-Radio auf Radio 88vier, 20:30-21:30 Uhr: Das singende und klingende Radio Hochsee-Rätsel mit Falko Hennig und mich als Gast

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Aber er hat doch so viel Gutes getan

23. April 2013

Dass da so ein Typ Steuern hinterzogen hat wäre mir hier normalerweise keine Zeile wert gewesen. Menschen tun nun mal Sachen, die verboten sind. Auch ich bin schon mehrfach bei Rot über die Ampel gegangen und habe einmal geangelt ohne einen Angelschein vorher zu kaufen. Soll sich jeder sein eigenes Urteil bilden. Was ich ja wesentlich verrückter finde, ist, dass man ganz legal innerhalb von ein paar Jahren Millionen über Millionen verdienen kann, die man dann so „supersozial“ irgendwelchen Projekten zur Verfügung stellt oder andere Fußballclubs rettet oder eben verzockt oder in der Schweiz anlegt. Das ist doch das Aberwitzige! Und auf der anderen Seite stellen sich Menschen in Armenküchen, beispielsweise diese Tafeln hier, an und die sollen dann bitteschön auch noch dankbar sein, weil die Armenküchen ja finanziert worden sind von Herr Dingsdabumms und Frau Hastenichjesehn, von einem Promilleteil ihres rechtmäßigen Vermögens. Man ist ja nich so. Ekelhaft!

Tipp für heute: Dem Padrone die Hand küssen.

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Die Hitparade der frechsten Pflanzen

22. April 2013

1. Rotodendrie

2. Balsililikum

3. Pflocks

4. Gemeine Alster

5. Stachelreigen

6. Schwarzer Zangenklee

7. Töftelweizen

8. Schellenglöckige Brennnessel

9. Horntreibende Falsette

10. Lausewurz

Tipp für heute: 10 Wochen Fernsehverbot.

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Sätze seltsamer Schönheit (72)

21. April 2013

„Wisch dir den Mund ab, damit ich dich nicht mehr reden hören muss.“ Die Türen aus ‚Pop ist tot‘

Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Uli Hannemann, Falko Hennig, Jürgen Witte, Heiko Werning, Jakob Hein und mich sowie den frühlingsfrisch duftenden Zaubergästen Katharina Greve und Ekki Busch.

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Krautfounding

20. April 2013

Heute haben wir offiziell die Bärlauchsaison eröffnet. In Blankenfelde, wo sie sich schon wieder tummelten, die Freaks. Und nicht nur die Bärlauchfreaks, auch die Schabockskrautjunkees, die Brennnesselhomies und die Gierschfans. Meine Fingerkuppen sind noch ganz taub, da auch ich, nachdem mir meine Freundin hoch und heilig versicherte so junge Brennnesseltriebe würden die Haut niemals reizen, eine Tüte voll junger Triebe sammelte. Kann nun also profund behaupten, doch, junge Brennnesseltriebe können sehr wohl „brennen“, jedenfalls die, die ich pflückte. Vielleicht bin ich aber auch ganz besonders empfindlich, besitze eine extrem sensible Haut, das kann sein, das will ich gar nicht bestreiten, bin ja auch so ein außergewöhnlich sensibler Mensch. Angekommen in Blankenfelde scheint inzwischen übrigens auch die Gentrifizierung, es gibt einen Imbiss mit Gingerplätzchen statt Bockwurst und wenn Blumen gepflanzt werden heißt das (Achtung, Zitat!!) „Qualifizierung einer botanischen Achse“. Krass, oder?

Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen

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Englisch, Polnisch und vor allem Fragezeichen

19. April 2013

So. Wie vielleicht der Eine oder die Andere mitbekommen hat ist mein Blog in den letzten Tagen von einer Flut Spammails lahmgelegt worden. Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass Nordkorea da seine Finger mit im Spiel hatte oder die US-amerikanische Waffenlobby oder Al Quaida oder der DFB, vielleicht habe ich ja auch ein paar Blümchen- und Bienenvideos zuviel mir angeschaut, im Internetz, ganz gefährlich, sollte man nicht tun, geht lieber raus in die Natur und beobachtet sie dort im Original, die Tiere und Pflanzen, mein Tipp.

Heute: Leipzig, Plan B, 20:30 Uhr: Schkeuditzer Kreuz – 5 Jahresjubiläumslesung der Leipziger Lesebühne mit die und mich als Gast

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Hoyerswerda und Lichtenhagen waren wohl nur Auseinandersetzungen unter Jugendlichen, oder wie?

17. April 2013

In einer ARD-Talkshow zum Thema NSU-Prozess verlautbarte die SPIEGEL-Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen jüngst, dass sie bis zum Aufdecken der Morde des NSU sich nicht habe vorstellen können, dass so etwas in diesem Lande mit dieser Geschichte noch einmal hätte passieren können. Da fragte ich mich doch vor dem Fernseher sitzend, ob die gute Frau die letzten 23 Jahre, in welchen zumindest ich im selben Lande lebte, komplett geschlafen hat. Es macht mich regelmäßig zornig, dass andauernd getan wird als seien diese NSU-Morde völlig aus dem Nichts gekommen, als habe es nicht mehr als 140 Morde mit rechtsradikalem Hintergrund auch so gegeben, als wären nicht massenhaft Menschen auf Grund ihrer Hautfarbe, Nationalität, sexueller Ausrichtung, politischer Gesinnung oder Behinderung durch die Straßen gehetzt, angespuckt, angepöbelt, geschlagen, getreten, aus der Straßenbahn geschmissen, mit Steinen beworfen, in Heimen mit Brandsätzen angegriffen etc. pp. worden. Das entschuldigt den Terrorismus der NSU nicht, aber dass es sich lediglich um die Spitze eines Eisberges handelt, sollte doch offensichtlich sein.

Tipp für heute: Sich ab und zu den Wecker stellen, wenn man mitreden will.

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