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Wissen ist Macht

22. Januar 2013

Da ich aus berufenem Munde bei der letzten Reformbühne von Marion Zieglauer, einer Südtirolerin, erfahren habe, dass die Mailänder als die Schwaben Italiens gelten, hier mal meine Frage ob da draußen jemand von euch weitere Beispiele kennt, wo in Ländern außerhalb Deutschlands noch Menschen pauschalisierend mit deutschen Regionalbewohnern verglichen werden. Sind die Katalanen beispielsweise die Friesen Spaniens oder die Hutu die Bayern Ruandas, schimpft man die Herero als die Sorben Namibias oder die Kurden als die irakischen Sachsen? Bin mal gespannt.

Heute: Leipzig, Buchhandlung Ludwig im Hauptbahnhof, 19 Uhr: Macht Sex Spaß?, Lesung aus der gleichnamigen Anthologie mit Sarah Bosetti, Volker Surmann, Heiko Werning und mich

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Was haben wir gelacht

21. Januar 2013

Dieser Blaszkiewitz ist schon ein lustiger Trottel, nicht genug, dass er Frauen nach einer zoologischen Zahlenkombination als Weibchen klassifizierte, sondern laut Berliner Zeitung soll er auch Forderungen von Mitarbeitern nach Weihnachtsgeld mit der Begründung abgelehnt haben, dass die meisten Mitarbeiter unchristlich seien und ihnen deshalb gar kein Weihnachtsgeld zustände. Dabei meckern doch gerade die Christen immer am allermeisten, dass Weihnachten völlig verkomme zu einem rein materiellen Fest, dass es nur noch um die Geschenke ginge und gar nicht mehr um die Botschaft, die christliche, um Besinnung, Einkehr, Freude. Müssten nicht wenn schon, dann die Christen auf das Weihnachtsgeld verzichten? Als Zeichen? Ach, und für die, die nicht wissen wer Blaszkiewitz ist, er leitet den Westberliner Zoo und den Ostberliner Tierpark, ist Katholik, strammer Antikommunist und hoffentlich bald Rentner. Kann er dann verstärkt seinen Hobbys nachgehen, unter anderem jungen Katzen eigenhändig das Genick zu brechen.

Tipp für heute: Ostergeld fordern.

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Komplimente, die haarscharf an der Beleidigung vorbeischrammen (1)

20. Januar 2013

„Du bist richtig reif geworden, ernsthaft jetzt, wie ein Apfel, der vom Baum fällt.“ (ein angetrunkener Freund gestern auf Herrn Gläsers Supersause im Freudenhaus zu meiner Wenigkeit)

Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jürgen Witte, Jakob Hein, Uli Hannemann, Falko Hennig, Heiko Werning und mich, sowie den bumsfidelen Gurugästen Vanessa Maurischat und Marion von Zieglauer zu Blumenstall

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Paris-Rom-Erkner

19. Januar 2013

Die Verrücktheit des Deutschen Bahn-Systems kann manchmal überraschenderweise auch positive Folgen haben, sei es, dass man beim zweistündigen Warten auf den nächsten Zug, der angepeilte ICE war wegen einer defekten Notrutsche aus dem Verkehr gezogen worden, in einer eisigen Wartehalle eines stillgelegten Bahnhofsgebäudes versucht, durch enges Aneinanderschmiegen mit weiteren Wartenden, sich zu wärmen und dadurch den Partner für ’s Leben kennen lernt, sei es, dass man in überfüllten Vorfeiertagszügen die Kunst des Meditierens wertzuschätzen beginnt und künftig dem Unbill der Zeit lächelnd entgegen blicken kann, es geht aber auch viel profaner. So teilte mir heute ein Angestellter am Schalter des Verbrechersyndikats mit, dass mein Zug von Heilbronn nach Mannheim leider nicht fahre, ich den Anschlusszug nach Berlin dort also nicht erreichen könne. Stattdessen müsse ich mit dem Regionalzug nach Gewürzburg, von dort weiter nach Fulda, von da mit einem ICE nach Berlin und wäre dann eine Stunde eher da, als mit meiner regulären Verbindung. Na bitte.

Tipp für heute: Alles komplizierter machen als es ist.

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Mein persönliches Unwort des Jahres 2013 (schon jetzt gekürt!)

18. Januar 2013

Missbrauchshotline

Heute: Heilbronn, Komödienhaus des Theaters Heilbronn, 20 Uhr: Dead or Alive Poetry Slam (mit u.a. mich)

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Geil

17. Januar 2013

So. Jetzt hat die Natur es mir aber gezeigt. Von 3,5 Schneeflocken habe ich gestern ja noch geschrieben, nun hat es hier in Graz seit gestern nachmittag ununterbrochen durchgeschneit, also es liegen jetzt da draußen mindestens 35 Schneeflocken oder anders ausgedrückt 35 cm. Supersupersupercool finde ich das! Ich weiß, diejenigen, die im Winterdienst sind, die Schnee schippen müssen, die werden meine Meinung vielleicht nicht unbedingt teilen, oder die Autofahrer. Ja ja, die Autofahrer. Aber die gehen mir ehrlich gesagt auch am Arsch vorbei. Könnten ja langsam mal auf modernere Verkehrsmittel umsteigen, ich weiß, ich weiß, früher war alles besser, da gab es noch einen Kaiser und einen Helmut Schmidt und einen Franz-Josef Strauß, brumm, brumm aber was sage ich heute eigentlich im Radio? Werde ich den Interviewer überhaupt verstehen? Wird der in steirischem Platt mit mir reden oder in Hochösterreichisch? Und werde ich das ORF-Studio überhaupt finden unter dem ganzen Schnee?

Heute: Graz/A und Steiermark, Radio Steiermark, 14:15 Uhr: Icke in Jespräch bei ürgend ’ne Sendung

und

Graz/A, Schauspielhaus, 19 Uhr: Faust

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An Bord gibt es immer diese neckischen Schokoladenherzchen

16. Januar 2013

Auf geht ’s mal wieder nach Graz. 3,5 Schneeflocken sind gefallen, hoffe, dass die S-Bahn trotzdem fährt und das Flugzeug fliegt, das nach München und das von München in die steirische Landeshauptstadt. Ja, ich bin einer dieser Typen, die unsere Umwelt vernichten, weil sie ständig durch die Gegend jetten und ich hab ein schlechtes Gewissen aber meine Familie will schließlich leben, glaube ich jedenfalls und ich habe einen Vertrag unterschrieben, also tschüss, Umwelt.

Heute: Graz/A, Schauspielhaus, 19 Uhr: Faust

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Die Rechtschreibung ist noch das geringste Problem

15. Januar 2013

In Frankreich haben Hunderttausende gegen die Pläne der Regierung demonstriert die Homosexuellen-Ehe zu ermöglichen sowie ein Adoptionsrecht für solche Paare zu schaffen. Sie trugen dabei Parolen wie ‚Vater, Mutter, Kind‘, ‚Ein Hoden hat keine Eizelle‘ und Ähnliches. Ich warte jetzt gespannt auf Protestaktionen zu anderen Themen, die sich diese erfolgreiche Strategie zum Vorbild nehmen. Beispielsweise einer Demonstration gegen Fahrräder, auf denen Parolen gerufen werden könnten wie: ‚Auto, Rollschuhe, Zug‘ oder ‚Eine Pedale hat keinen Motor‘ oder einer Demonstration gegen Hühnermastbetriebe unter dem Motto: ‚Pferdestall, Kuhweide, Streichelzoo‘. Man kann es natürlich auch so sehen, wie der gute Herr Floderlo (oder Frau Floderlo?) in einem Kommentar auf tageschau.de. Dort schrieb dieser (oder diese?) unter der Überschrift „Gut so weiterdemonstrieren“: „Das man Homosexualität überhaupt annerkennt ist Grundsätzlich die Größte Diskrimination gegen leute die Homosexuelle Praktiken haben den man wertet sie auf ihre Sexualität als darstellend für deren Persönlichkeit ab!“ Keine Ahnung, was er damit sagen will aber das erschließt sich ja aus den Parolen der französischen Homoehengegner auch nicht so recht. Auch ein von Homosexuellen adoptiertes Kind besitzt schließlich weiterhin eine leibliche Mutter und einen leiblichen Vater und dass es ansonsten so ist oder war, dass ein Kind immer bei seinen leiblichen Eltern aufwächst oder aufwuchs, das wird wohl auch der katholischste, muslimischste oder jüdisch-orthodoxeste Demonstrant kaum behaupten können.

Tipp für heute: Liebe geben.

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Räume sind dehnbar

14. Januar 2013

Ich bin ja nun wahrlich kein Freund religiöser Extremisten, aber wenn die Berliner Zeitung schreibt, dass Frankreich militärisch in Mali eingreife um dort die Rebellen zurück zu drängen, damit kein „Rückzugsraum für gewaltbereite Islamisten vor der europäischen Haustür“ entstehe, dann frage ich mich schon, wie groß denn der Raum „vor der europäischen Haustür“ eigentlich ist. Reicht der nach Süden bis zur Mitte Afrikas? Nach Osten bis Japan? Nach Westen bis San Fransisco? Nach Norden bis …, was kommt eigentlich hinter dem Nordpol?

Heute: Berlin, Kaffee Burger, 21 Uhr: Peace, Love & Poetry (mit u.a. Volker Strübing, Karsten Lampe und mich)

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Klar gibt es viele Probleme, aber Sicherheit, finde ich, muss vorgehen

13. Januar 2013

Nachdem die US-Regierung den Bau eines Todessterns abgelehnt hat, weil er angeblich zu teuer sei, weiß ich echt nicht mehr weiter. Ich meine, wer verteidigt uns denn nun, falls böse Planeten gesprengt werden müssen? Trost suchend habe ich in den letzten Tagen mich der Gruselkunst gewidmet und kann resümieren:

Empfehlenswert: der Schockerroman ‚Sand‘ von Wolfgang Herrndorf (man muss ein bisschen reinkommen aber dann kommt man nicht mehr von los)

Vernachlässigenswert: die schlechte Dogma-Kopie ‚Blair Witch-Projekt‘ (ein Film, in dem 3 geistig minderbemittelte Studenten einen Dokumentarfilm über eine Hexe drehen wollen und dabei unentwegt herumkreischen)

Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Heiko Werning, Uli Hannemann, Jürgen Witte, Jakob Hein und mich sowie den grazilen Überfliegergästen Robert Weber, Micha Ebeling und Corinna Stegemann (diesmal mit Überlängegarantie und ohne Toppzuschlag)

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