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25. August 2015
„In meinem Bekanntenkreis sind sage und schweige 98 Prozent gegen die weiter Flutung Deutschlands mit Asylanten.“ ein gewisser ‚Bürger Europas‘ auf tagesschau.de den ich auch absolut verstehe, schließlich käme es sonst sicher irgendwann soweit, dass kaum noch jemand in der Lage wäre, alte deutsche Redewendungen korrekt gebrauchen zu können
Tipp für heute: Loombandfiguren herstellen.
Ahne |
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24. August 2015
Zwar liegt die letzte Umbenennung noch gar nicht allzu lange zurück, die Mohrenstraße hieß ja mal Otto-Grotewohl-Straße, aber dass der Name Mohrenstraße nun wirklich rassistisch ist, kann ja kaum jemand bestreiten. Spaßvögel haben bereits des Öfteren über den Namen der gleichheißenden U-Bahnstation beim O ein paar Ö-Strichelchen rübergepunktet und das finde ich wirklich eine sehr gute Idee. Möhrenstraße. Dann könnte man problemlos auf die Namensgeschichte verweisen und wir Deutschen hätten endlich einmal Humor bewiesen.
Tipp für heute: Einfach ma machen.
Ahne |
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23. August 2015
Nun verbringe ich zwar meinen Urlaub, besonders den Sommerurlaub, am liebsten in Berlin, keiner da, alles totenstill, man kriegt immer einen Parkplatz, wo man dann sein Badehandtuch drauf ausbreiten kann, aber schließlich ist man nicht alleine auf der Welt, man hat ja Kinder, ich für meinen Teil 7 Stück davon und die wollen selbstverständlich die Welt sehen, besonders die Neue und deshalb waren wir jetzt für eine Woche im Norden der neuen Welt, an der Ostsee (die manche auch Osche nennen) und an der Mecklemburger Seenpölatte (die manche auch Mecklenburger Seenplatte nennen). Dort habe ich gelernt, dass es selbst im Jahrtausendsommer, jeden Tag über 40 Grad im Schatten, noch Stellen geben kann, wo das Meereswasser lediglich 17°C warm ist, und der Schniepel sich beim Reingehen panisch ins Innere verkrümelt. Des Weiteren durften wir Uferschwalben, Kröten, tote Karpfen und einen waschechten Seeadler begutachten und danach essen (nein, haha, war ein Spaß!). Am tollsten aber kamen wie immer die Menschen. Einen schönen Gruß hier deshalb nach Bitterfeld, woher unsere Pensionsnachbarn stammten, die jeden Abend mit stundenlangem Geröchel und Geschnaufe auf ihrer Rauch- und Saufterasse uns den Abend versüßten.
Heute: Berlin, Panorama-Lounge im Haus Berlin, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Falko Hennig, Uli Hannemann und mich sowie dem alten Show-Royale-Moderationskollegen, dem zarten Raubein, der rauchigsten Stimme jenseits von New Orleans und dem begnadeten Sänger, Romancier und Entertainer Toni Mahoni (himself) und der engelsgleichen, geheimnisumwitterten Phantasiegestalt Kali Drische (wer errät welche bekannte Person sich hinter diesem Pseudonym verbirgt, der bekommt von mir ein Getränk seiner Wahl spendiert, ausgenommen natürlich meine lieben Kollegen, ihr Schlingel!).
Ahne |
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10. August 2015
Als ich gestern in die Lottumstraße einbog, staunte ich nicht schlecht, standen da doch um 1 Uhr nachts mehrere Fahrradfahrer mitten auf der Straße ohne sich zu regen, ohne miteinander zu kommunizieren. Ich gesellte mich zu ihnen und verstand sofort warum sie derart hypnotisiert waren. Aus einem Fenster im zweiten Stock nämlich waren intensive Geräusche der Lust zu vernehmen. Eine Frau hatte hörbar ihren Spaß. Eine Weile blieb auch ich bei der Gruppe, bis Ruhe einkehrte. Wortlos löste sich die Gruppe wieder auf. Jeder ging (oder fuhr) seiner Wege. Zum Dönerstand, zu Frau und Kind, zur unaufgeräumten Jungesellenbutze. Ich hab noch meine Blumen gegossen.
Tipp für heute: An die Straßenbäume denken, sie haben schrecklich Durst!
Ahne |
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9. August 2015
Eine Woche lang gab es jetzt hier nichts von mir zu lesen. Das lag daran, dass ich in der Brandenburgischen Pampa mit Wildkrautzupfen beschäftigt gewesen bin. Und wer schon mal Wildkraut gezupft hat, der weiß, das ist eine unendliche Geschichte. Bist du an einem Ende fertig, ist am anderen bereits alles wieder nachgewachsen. Ich habe das einfach mal aufgegeben, will nun im Einvernehmen leben, mit der Natur. Vielleicht verschwindet ja dann auch meine Allergie und ich sehe endlich mal eine Sternschnuppe. Helmut Kohl übrigens geht, das erfuhr ich von einem Weinheimer Professor, der in Gießen unterrichtet und genauso heißt wie einer der Begründer der DDR-SPD, ohne Begleitschutz in eine Mannheimer Kirche beten. Sympathisch, oder? Also wahrscheinlich rollt er jetzt eher, oder wird gerollt, aber gehen geht trotzdem, denke ich.
Heute: Berlin, Panorama-Lounge im Haus Berlin, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Uli Hannemann und mich sowie den außerordentlich interessanten Top-Stargästen Insa Kohler (Rakete 2000), Ivo Lotion (L.S.D.), Volker Strübing (zwölfmaliger Meister im Poetry-Slam, Gedächtnisprotokoll) und Blockflöte des Todes (Weltstar im tiefergelegten Rock ’n Roll)
Ahne |
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1. August 2015
Ich war heute in der Heimat der Hühner, im Märkischen Viertel, jedenfalls stand das so geschrieben, auf einem Schild, einer Rockerkneipe. ‚Home of Chicken‘ stand da und es gab allerlei Hühner im Angebot, gebraten und … gebraten, wie es Hühner eben mögen und nicht nur Hühner, denn die Rockerkneipe bot auch jeder Menge anderen Tieren ein Zuhause, dem Lamm und dem Rind und der Kartoffel, wobei die Kartoffel streng genommen kein Tier ist, jedenfalls behaupten das Wissenschaftler so. Im Märkischen Viertel ist es wirklich sehr schön. Die Sonne scheint und es gibt Wespennester und im Märkischen Zentrum auch jede Menge Kneipen, die gut gefüllt sind mit biertrinkenden Männern, zur Mittagszeit zumindest. Ein Ort, durchaus, wo man hinziehen könnte, wenn man mal alt ist oder auch jetzt schon.
Tipp für heute: Nicht immer nur an denselben Ecken rumlungern.
Morgen, Sonntag, 02.08. 2015
Heidelberg, Villa Nachttanz, 20 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt (im Rahmen von 14 Jahren Festivilla)
oder
Berlin, Haus Berlin Panorama-Lounge, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Uli Hannemann, Falko Hennig und den volle Breitseite grandiosen Stargästen Konrad Endler (Surfpoeten), Sarah Bosetti (Couchpoetos), Sebastian Lehmann (Lesedüne) und Stefan Groß (Stefan Groß)
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30. Juli 2015
Das schöne Gedicht (II)
Macht 35 Euro und 80 Cent genau.
Sie zahlen? Oder ihre Frau?
Ach, keiner von beiden?
Na, schönen Abend noch.
Heute: Berlin-Wedding, La Luz, 20:30 Uhr: Brauseboys (mit u.a. mich als Gast)
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29. Juli 2015
In der Berliner Zeitung, in welcher auch ich ab und zu etwas unterbringen darf, äußerte sich am Dienstag der ehemalige Polizeireporter der Münchner Abendzeitung zu einem Kandidaten um den Vorsitz der britischen Labour-Party. Der „Sozialist“ Corbyn wolle Chef der „einstigen britischen Arbeiterpartei“ werden, „Damit dürften Wahlsiege unwahrscheinlich werden“, so Borger schon in der Überschrift. Warum? Na klar, „der Vegetarier“ mit der „stets etwas leidenden Miene“ macht ja auch „die meisten Wege in seinem Bezirk mit dem Fahrrad“. Vor allem aber will er die Monarchie abschaffen, die britischen Atomwaffen abrüsten, außerdem die Eisenbahn, die Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke verstaatlichen und er sehnt sich nach einem System „wo das Privatleben von Politikern noch respektiert wird“. Woraus Herr Borger messerscharf folgert: „Dass ein Politiker von derartiger Realitätsferne sich überhaupt im Rennen um den Chefsessel der wichtigsten Oppositionspartei in der sechstgrößten Volkswirtschaft der Welt wiederfindet, ist der Sentimentalität von Fraktionskollegen geschuldet.“ Logisch. Stattdessen sollte man lieber das tun, was man als Sozialdemokrat gefälligst tun muss, nämlich Sozialleistungen kürzen, aufrüsten, der Königin die Füße küssen und sich mit früheren Parteiprogrammen den Arsch abwischen, könnte sein, dass es dann auch mit ’nem guten Pöstchen was wird, zumindest gilt man der bürgerlichen Presse nicht länger als „realitätsfern“.
Heute: Berlin, Mauersegler, 21 Uhr: Die Surfpoeten (Literatur und Konzeptdisko) mit u.a. mich als Gast
Ahne |
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28. Juli 2015
Die Stimmbänder sind wieder okay. Dafür schmerzt jetzt mein Hacken. Das liegt daran, dass ich wohl auf einen Kiesel getreten sein muss, ohne es zu merken. Ich bin ja gestern zu Fuß von einem Bahnhof in Brandenburg zu unserem Garten gelaufen, 15 km (geschätzt), lediglich bewaffnet mit einer Trinkflasche (0,5 l) und absolut reinem Gewissen. Gesungen habe ich auf dem Weg, unter anderem „Das Wandern ist des Müllers Lust“ und „I hate you all“ von den Warriors of Fucking Cock Shit, ich winkte den Menschen zu, die am Straßenrand Spalier standen und mir Applaus spendeten. Nur einmal bin ich ausgerastet, als jemand einen vollen Urin-Beutel auf mich schmiss. Da habe ich den echt an der Gurgel genommen und seinen Kopf immerzu gegen so einen Baumstamm geschlagen (spätblühende Traubenkirsche), das war aber die absolute Ausnahme gewesen, ansonsten waren alle voll nett. Und mit dem Werfer habe ich mich später sogar wieder versöhnt. Ich habe ihm das Du angeboten, dann hat er mich zu einem Aperol Spritz eingeladen und mich anschließend noch nach Hause getragen, wegen dieses vermaledeiten Hackens. Hier liege ich nun und denke mir Witze aus, die ich sofort wieder vergesse. Im Herbst will ich ein besserer Mensch werden.
Tipp für heute: Warum eigentlich erst im Herbst?
Ahne |
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26. Juli 2015
Leider haben wir nicht nur 0:3 verloren sondern auch noch meine Stimme, also ich, also die war weg, meine Stimme, nach dem Fußball und nachdem wir vor der Empor-Sportsklause noch ein wenig für Stimmung gesorgt hatten, im Auftrag des Berliner Senats, um den Touristen etwas bieten zu können, original Berliner Atmosphäre, wie man sie so nur in Berlin zu hören bekommt. Seit zwei Tagen lutsche ich nun Pfefferminztee, um die Bänder zu dehnen, die Stimmbänder und langsam wird es auch wieder, muss schließlich heute ebenfalls Atmosphäre machen, in luftiger Höhe, in der Stalin-Allee, die heute irgendwie anders heißt. Als Zugabe noch meine Lieblingsschlagzeile der letzten Woche, entnommen einer Internet-Boulevard-Schmonzette: „Fast unmöglich und doch passiert: Blitzschlagopfer gewinnt im Lotto!“
Heute: Berlin, Panorama-Lounge im Haus Berlin, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Falko Hennig, Uli Hannemann, Jakob Hein und mich sowie den extrem gut frisierten Superstargästen Eine Tochter (Berlin-Pop mit hohem Östrogen-Anteil) und Meikel Neid (Berlin-Rock ohne Musik)
Ahne |
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