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27. Juni 2012
Plädoyer für Freibier im Stadion
Bogdan hat das Tor geschossen,
oder war es Alois?
Sägen siebzehn Säbelziegen
an der Haupttribüne rum.
Sägen,
och, sie sägen,
Wahnsinn
und kein Schallschutz schreitet ein,
Skandal auf den Skandalestapel,
Bogdan war es,
ich seh ’s ein.
Bogdans Bruder war ja früher..,
nee, das war der Seppel-Schorsch.
Und im Osten aber.., oder?
Ja, im Osten, haste recht.
Kunterbunt genießen derweil,
Ultras aus der Chefetage,
was das Wetter aber wirklich,
mit dem Wetteinsatz verbindet?
Weiß der Kuckuck
und den sieht man
nicht,
man hört nur,
ihn.
Hört selbst.
Kuckuck.
Kuckuck.
Tipp für heute: Unbedingt das Unterste zuoberst kehren.
Ahne |
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26. Juni 2012
In einem Plattenbau in der Linienstraße in Berlin-Mitte hängt von einem Balkon ein Transparent herunter, darauf steht (ich hoffe ich kriege das jetzt noch halbwegs originalgetreu hin, also, sagen wir mal so, es ist ein Gedächtnisprotokoll): „Wegen dem Mord an den Straßentieren, wir boykottieren die Fußball-EM 2012 in der Ukraine“. Also, mal abgesehen von des falschen Dativs (kann aber wie gesagt auch an meinem fehlerhaften Gedächtnisprotokoll liegen), finde ich das schon eine äußerst phantasievolle Protestaktion. Mal nicht Timoschenko und Menschenrechte und so. Allerdings frage ich mich dann doch ob dieser Boykott seine Wirkung wirklich entfalten kann. Worin drückt sich dieser überhaupt aus? Dass die Bewohner des vierten Stocks in der Linienstraße nicht hinfahren, in die Ukraine? Dass sie den Fernseher nicht anschalten, bei den Fußballübertragungen? Oder liefern sie keine dringend benötigten Ersatzteile, für…, weiß der Fuchs was, in das Gastgeberland des Spektakels? Apropos Fuchs, um welche Tiere geht es eigentlich? Katzen und Hunde, dachte ich ja erst. Aber was ist mit Ratten? Darf man die einfach so abschlachten? Wir haben nämlich gerade das Problem. Bei uns im Keller wimmelt es ja regelrecht von jenen niedlichen Gesellen. Lustig quieken diese vor sich hin, wenn man die Treppe hinunter zum Waschmaschinenraum tappst. Einige finden den Ort sogar so dermaßen angenehm, dass sie ihn für würdig erachten, dort ihren letzten Atem auszuhauchen. Müffelt darum ein wenig nach Verwesung, was wiederum uns dazu animierte einen Kammerjäger zu engagieren und jetzt fragen wir uns natürlich, werden auch wir bald boykottiert? Oder sind es Ratten nicht wert, dass man sich für sie einsetzt?
Tipp für heute: Flöte spielen lernen.
Ahne |
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25. Juni 2012
Entschuldigen muss ich mich. Das war ja wohl eine absolute Pleite mit dem Medium. 2:1 für Italien, das ich nicht lache! 2:1, ich meine 2:1, das heißt 2 Tore für Italien und ein Tor für England und nicht 4 Tore für Italien und 2 Tore für England. 4 Tore, das sind ja wohl fast doppelt so viele wie 2 und 2 fast doppelt so viele wie 1, wenn mal nicht genau doppelt so viele. Also, falls da jetzt jemand auf das Ergebnis gewettet haben sollte, kann ich nur sagen, wetten ist gar nicht gut, wetten unterstützt ja lediglich die Wettmafia, die internationale. Hier, die chinesischen Trichinen oder Trichomen oder wie die heißen oder die japanische Monchichi. Macht das mal lieber nicht. Oder sagen wir besser, wettet nur zuhause, um einen Apfel oder eine Birne oder ein anderes gesundes Obst. Und ich werde mich gleich mal auf die Socken nach einem anderen Medium machen, obwohl, vielleicht kann ja das Medium auch gar nichts dafür? Vielleicht hat ja der Geist versagt. Kennt jemand von euch vielleicht einen Geist, dem man vertrauen kann? Muss aber ein seriöser Geist sein, nich so ’ne Esoterik-Flitzpiepe.
Heute: Berlin-Kreuzberg, Südblock, 20:30 Uhr: Lesedüne (mit Volker Surmann und mich als Gästen)
Ahne |
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24. Juni 2012
Warum man sich heute den Spaß schenken kann, die Balltreter auf der Mattscheibe zu beobachten, habe ich in meiner letzten Fußball-EM-Kolumne, die ich gemeinsam mit den hoch verehrten Kollegen Andreas Gläser, Jochen Schmidt, Martin Hatzius, Hans-Dieter Schütt und Andreas Kötter, huch, es sind ja tatsächlich nur Männer und das beim Thema Fußball (Sexismus?), zusammenklöppel, schon letzten Freitag beschrieben. Italien wird gegen England 2:1 gewinnen. Leider. Kein Grund also auf erbauende Literatur oder den Zeichenzirkel am Abend zu verzichten. Ich wiederhole es nochmal, es ist kein Grund, ich betone nochmal, kein!!! GRUND!!!!!! heute Abend.., ach was soll ’s. Ihr macht ja doch was ihr wollt.
Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Uli Hannemann, Falko Hennig, Jürgen Witte, Jakob Hein und mich (es wird geknobelt, wer von uns singen muss)
Ahne |
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23. Juni 2012
Als wir im Garten ankamen, staunten wir nicht schlecht. Da wo mal ein Blumenbeet war, befand sich plötzlich ein umgepflügter Kartoffelacker, aufgeworfene Erde und sonst nichts mehr. Schweine! Wilde Schweine. Sie hatten sich an unseren Blumenzwiebeln schadlos gehalten. Sind unterm Zaun hindurchgeflutscht, scheinbar und haben sich dann über die weltbesten Blumenzwiebeln der Welt hergemacht. Auch aus dem Rasen, überall da wo sie steckten, haben sie die Tulpenzwiebeln hervorgebuddelt. Schlaue Biester, mit ungewöhnlichen Riechkolben, muss man wutverzerrt zugeben. Letzte Nacht haben wir sie dann nicht mitbekommen, die Borstenviecher. Da hatten sie wahrscheinlich Angst, weil Deutschland gewann und diverse Hirnis Knallkörper in die Botanik warfen. Dabei wollte ich doch unbedingt mal mit der Anführerin der Wildschweinrotte sprechen. Denn ich weiß ja ganz in der Nähe einen Garten, wo es sogar noch viel leckerere Blumenzwiebeln gibt als bei uns und ich hätte mir durchaus vorstellen können, dass, falls sie versprächen künftig unseren Garten in Ruhe zu lassen, dass ich sie dann sogar zu dem Garten geleitet hätte und eigenhändig einen Durchschlupf gegraben, aber so? Scheiß Fußball-EM!
Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen
Ahne |
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22. Juni 2012
Der Wind muss von Ost nach West gedreht haben, jedenfalls läuft meine Nase wieder, unterbrochen nur von kurzzeitigen Niesattacken. Trotzdem werden wir wohl raus auf ’s Land fahren um Blumenkränze zu flechten, den Pferden beim Paaren zuzusehen und nackt, wie die Evolution uns schuf, durch kristallklare Jauchegruben zu planschen. Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Tag ohne Hass, Neid und Strafbefehle. Und hier mein Lied des Tages.
Tipp für heute: Annette mitteilen, dass ich mittlerweile wieder weiß, dass sie Annette heißt und nicht Petra.
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21. Juni 2012
Die Fete de la Musique geht auf den Erfinder der Musik, den Bretonen Geronimo de la Musique (deutsch Gerd von der Musik d.A.), zurück, welcher im Jahre 106.383 vor unserer Zeitrechnung zum ersten Mal Töne so zusammensetzte, dass ihr Klang Menschen dazu inspirierte zuzuhören. Schon damals, so überliefern es zumindest olle Höhlenmalereien, wackelten einige der Beschallten mit dem Popo oder zuckten gar im Takt ihre Schultern. Es war augenscheinlich ein Wohlgefallen ihnen. Jedoch, oh weh, der Kirche missfiel der schnöde Frohsinn und sie unterdrückte, so gut sie es denn konnte, die Musik brutal. Wer sang wurde in Verließe geworfen, wer Instrumente baute oder T-Shirts von Geronimo de la Musique trug, in Taufbecken ertränkt oder geopfert auf dem Altare oder gekreuzigt oder jedenfalls schief angesehen. Doch das ist zum Glück lange vorbei, dank der Aufklärung und der sozialdemokratischen Partei, die, allen voran August Bebel, als erste politische Kraft sich für die vollständige Rehabilitation Geronimo de la Musiques einsetzte. Es sollten noch einige Jahre vergehen, doch seit dem Triumph der französischen Revolution 1968 wird, wie jeder weiß, weltweit, oder jedenfalls im aufgeklärten Teil unserer Welt, ein Tag zu Ehren des großen Meisters Geronimo de la Musique begangen. Ein Tag im Juni, an dem alle Menschen, egal ob schwarz oder weiß, ob arm oder reich, ob sie es nun können oder nicht, öffentlich aufspielen dürfen, auf Straßen und Plätzen, in Gassen und Parks, mit Kochgeschirr und Trillerpfeife, an Lauten und Schalmeien oder auch einfach nur auf der Klaviatur ihrer eigenen Stimmbänder. Dieser Tag jährt sich heute nun zum was weiß ich wievielten Male und ist doch jung geblieben wie eh und jeh, besonders wie jeh (man sagt ja auch „Jeh, jeh, jeh“ d.A.). Drum auf ihr Leut, mischt euch unter die Menschen.
Heute: Berlin, Cafe Freudenhaus (Lottumstr. 9), ab 19 Uhr: Musiqueveranstaltung mit Petra Nachtmanova an der SAZ, Peperuda (bulgarischer Frauenchor), der Kapelle Krk und Me to my Wall. Moderieren wird das Ganze ein Teufelskerl der mir ziemlich ähnlich sieht und live übertragen ins Radio wird es natürlich auch, nämlich hier.
Ahne |
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20. Juni 2012
„Spiele sind mächtige Werkzeuge, die uns dabei helfen können, unser tägliches Leben zu überdenken.“ Werbespruch zu einer Veranstaltung des Pershing II (oder so)-Guggenheim Lepp Berlin in Wilmersdorf (oder so)
Tipp für heute: Katz und Maus spielen.
Ahne |
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19. Juni 2012
Bevor ich es vergesse, möchte ich mich nochmal bei all jenen bedanken, die die Reformbühne letzten Sonntag so schön gemacht haben. Und zwar bei allen Neunen. Bei Hans, bei Clara, bei Sybille, bei Kevin, bei Veronika, bei Udo, bei Yilmaz, bei Jaqueline-Sophie und bei dem Einen, der seinen Namen nicht nennen wollte. Ihr waret die Creme de la Creme von die Kulturinteressierten von Berlin und wir haben gerne für euch gelesen und gesungen und noch gerner mit euch gefeiert. Kommt schließlich nicht auf die Masse des Publikums an sondern auf die Klasse.
Tipp für heute: Mit dem Arsch wackeln.
Ahne |
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18. Juni 2012
Eine Frage geistert mir im Kopf herum. Man spricht doch immer von der „arabischen Welt“. Bis zu welcher Gebietsgröße darf man eigentlich von einer „Welt“ sprechen? Darf man noch „skandinavische Welt“ sagen? Oder gar „ostfriesische Welt“?
Tipp für heute: Großkörnigen Hagel auffangen und im Tiefkühlfach sammeln.
Ahne |
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