Startseite

Black is beautiful

17. Juni 2012

Gehäuft traten uns gestern abend Menschen in weißer Kleidung unter die Augen. Sie liefen in kleinen Grüppchen oder auch einzeln und Dan Richter traute sich schließlich eine von ihnen anzusprechen und erfuhr, dass es sich mitnichten um eine Sekte handelte, welche gemeinschaftlich Massensuizid begehen wollte, sondern, dass ein so genannter Flashmob stattgefunden hätte. Jemand hatte im Internetz dazu aufgerufen unter der Hochbahnbrücke Eberswalder Straße sich zu einem piekfeinen Picknick in weißer Kleidung zu treffen. Soso. Weiße Kleidung könnten wir heute ebenfalls ganz gut gebrauchen, denn wir wollen uns Bienen angucken, beim langen Tag der Stadtnatur, auf dem Dach der Mensa Nord und da steht in der Vorankündigung „helle langärmlige Sachen“ und ich hab nur was kurzärmliges Helles und mein Sohn sowieso nur dunkle Sachen. Mal sehen was die Bienen von uns übrig lassen. Der Rest meiner selbst jedenfalls wird dann heute Abend im Kaffee Burger alles geben um der absoluten Creme de la Creme der kulturell interessierten Weltbevölkerung, jenem Teil dem es scheißegal ist, ob gleichzeitig 4 Herrenmannschaften auf dem ZDF-Infokanal oder einem anderen Sender zu sehen sind, oder 30 Grad draußen herrschen oder Weltuntergang ist oder langer Tag der Stadtnatur oder Flashmob, um diesem Teil etwas zu bieten. Vielleicht werde ich ja sogar was singen.

Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Fußball Reformbühne Heim & Welt mit Uli Hannemann, Falko Hennig, Jakob Hein, Heiko Werning, Jürgen Witte und mich

Ahne | Allgemein | 4 Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Liebe deinen Feind

16. Juni 2012

Endlich ist meine Allergie wieder da. Meine berühmt berüchtigte Westwind-Feuchtigkeits-Pilzsporen (wahrscheinlich)-Allergie. Bei welchem Arzt auch immer ich bisher war, alle meinten nur: „Kann man nichts machen.“ Das heißt, gegen das Asthma habe ich ein Spray bekommen, was auch leidlich hilft, aber sonst? Minutenlange Niesattacken, total verstopfte Birne, plötzlich loslaufende Nase, Kopfschmerzen, Dauerständer, damit muss ich eben leben. Gibt Schlimmeres. Hab mich mit arrangiert. Hoffe ja insgeheim darauf, dass auch diese Allergie irgendwann still und leise sich vom Acker macht, so wie es bei meinem Heuschnupfen  vor etwa 10 Jahren geschehen ist.

Heute: Berlin, Alte Kantine, 20 Uhr: Kantinenlesen

Ahne | Allgemein | 2 Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Zu Hause muss ich ihn in mehreren Lagen Watte verpackt in der Truhe ticken lassen

15. Juni 2012

Die besten Bouletten gegessen und wo? Nein, nicht in Charlottenburg, auch nicht in Marzahn, welches der Westler Mahrzan nennt, nicht in Kreuzberg, Lichtenberg oder Friedrichshagen sondern, tätä, in Leipzig. Jawohl! Zwei Bouletten mit Kartoffelbrei und gebratenen Zwiebelringen für 5,90. Dazu ein Ur-Krostitzer vom Fass, lecker. ‚Meins‘ heißt die Boulettenschmiede und befindet sich in Plagwitz. Einem Viertel, was noch etwas urtümlicher wirkt als, äh, Connewitz zum Beispiel. Die Läden dort machen noch pünktlich um 18 Uhr dicht. Jedenfalls der An- und Verkauf, in welchem ich einen schönen altmodischen Ticktackwecker erstand, für völlig überteuerte 5 € aber dafür noch mit Originalstaub aus der DDR.

Tipp für heute: Griechisch lernen, denn das ist der neue Trend!

Ahne | Allgemein | 2 Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Muss man denn alles selbst machen?

14. Juni 2012

Gestern habe ich meinen Wanderurlaub für dieses Jahr abgesagt, weil ich so viel arbeiten müsse. Ich bin jetzt schon genauso, wie mein Vater. Okay, den kenne ich ja gar nicht richtig. Sagen wir also lieber wie ich mir meinen Vater vorstelle, oder sagen wir noch besser, wie ich niemals sein wollte. Wegen Arbeit einen schönen Urlaub absagen und das auch noch freiwillig. Man-O-Meta! Hatte ich nicht mal gesagt, dass man mich erschießen solle, wenn es so weit komme?

Heute: Leipzig, Buchhandlung Grümmer, 20 Uhr: Ahne liest, singt und trinkt (Neues und Altes und garantiert ohne Fußball-EM!)

Ahne | Allgemein | 4 Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Wie ist es eigentlich um die Fußball-Euphorie in Griechenland bestellt?

13. Juni 2012

Staune, dass noch gar keine gravierenden Entscheidungen der Bundesregierung während der Fußball-Europameisterschaften gefallen sind. Besteht denn wirklich überhaupt kein Reformbedarf mehr? Jetzt wäre es doch prima möglich, mal Hartz 4 runterzustufen oder gleich ganz zu streichen oder zumindest mit härteren Auflagen zu verbinden, damit wir mithalten können, mit dem Sozialabbau in den anderen Ländern. Wer kürzt mehr! Wer ist schneller auf dem Weg zurück in den Manchester-Kapitalismus! Los, keine Scheu, hinweg mit der Krankenversicherung, hinfort mit dem Streikrecht, dem Kündigungsschutz, der Mindestrente, dem Erziehungsgeld und Krüppel sollen gefälligst sehen wo sie bleiben, um die können sich ja die Gutmenschen kümmern. Kindergärten? Was soll der Quatsch? Schulgeld? Warum nicht? Jetzt wäre es an der Zeit dafür, jetzt achtet doch niemand drauf. Jetzt geht es bei den Massen doch nur um Gomez oder Klose.

Tipp für heute: Klose statt Gomez bringen (oder doch lieber Gomez?).

Ahne | Allgemein | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Sätze seltsamer Schönheit (60)

12. Juni 2012

„Singen ist ein Ja zur Schöpfung und zum In-der-Welt-sein.“ unser Religionslehrer Bundespräsident Joachim Gauck

Heute: Berlin, Kulturkaufhaus Dussmann, 19 Uhr: Paul Bokowski ‚Hauptsache nichts mit Menschen‘ (Buchvorstellung) mit mich als Lesepartner bei den Dialogen

Ahne | Allgemein | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

In der DDR gab es ja auch keine Nazis

11. Juni 2012

Nach den rassistischen Auslassungen vieler Fans im Spiel gegen Tschechien, einem dunkelhäutigen Akteur gegenüber, hat der russische Fußballverband das Verhalten scharf verurteilt und an die eigenen Anhänger appelliert: „Bitte denkt daran, dass ihr unser Land repräsentiert. Respektiert euch, euer Mutterland und eure Mannschaft.“ Genau. Nicht etwa respektiert andere Menschen, Länder, Hautfarben und Mannschaften. Wie es noch einfacher geht, zeigte der ukrainische Ministerpräsident Mykola Asarow. Der nahm in einem CNN-Interview mit dem Satz: „In der Ukraine gibt es keinen Rassismus“ gleich mal vorsichtshalber die heimische Bevölkerung aus der Schusslinie. Wo nichts ist kann schließlich auch nichts sein.

Tipp für heute: Hier mal reinschauen.

Ahne | Allgemein | 7 Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Was würde wohl Freud dazu sagen (7)

10. Juni 2012

Geträumt, ich erhielte die Aufgabe das Freudenhaus (unsere Kneipe) für ein paar Stunden zu übernehmen, genau jenes Freudenhaus, welches merkwürdigerweise gleichzeitig Übungsraum meines früheren Tischtennisvereines VSG Gurason ist. Man drückt mir Schlüssel und Kasse in die Hand und ich habe aber gar keine Lust hinterm Tresen zu stehen. Als alle weg sind schließe ich darum heimlich die Tür ab und lege mich schlafen. Aus irgendeinem Grund sind aber alle Wände nur aus Glas und wir befinden uns im 5. Stock unter dem Dach. Ich höre wie eine Person die Treppe hinaufsteigt und kriege panische Angst es könnte ein Gast sein und weil ja aber die Wände aus Glas sind würde er sehen, dass jemand darin ist und schläft, obwohl er doch eigentlich die Bar machen sollte, deswegen nehme ich schnell zwei Blumensträuße zur Hand und versuche mich darunter zu verstecken, komme mir allerdings reichlich bescheuert dabei vor, denn irgendwie ist mir auch klar, dass ich 1,81 m groß bin und zwei solche Blumensträuße niemals meinen gesamten Körper verdecken können. Trotzdem hoffe ich der oder die da hereinguckt sei vielleicht sehbehindert und ignoriere schließlich die Rufe: Ich solle mal aufmachen, sie wolle bloß was zum Mitnehmen, ich könne danach ja weiterschlafen.

Heute: Berlin, Kaffee Burger, 20:15 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Jakob Hein, Heiko Werning, Uli Hannemann, Jürgen Witte und mich sowie den beiden phantastischen Gaststars Erasmus von Meppen und Marlen Pelny.

Ahne | Allgemein | 3 Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Worte wiegen mehr als Taten

9. Juni 2012

Der Trainerassistent der deutschen Fußballnationalmannschaft Hans-Dieter Flick hat sich bei einer Pressekonferenz vor dem Europameisterschaftsspiel gegen Portugal laut BILD  „im Ton vergriffen“. Er sagte zur Problematik der Freistöße von Cristiano Ronaldo: „Da heißt es einfach Stahlhelme aufsetzen und groß machen.“ Eine „unpassende Wortwahl“ wie auch der Stern befand. Stattdessen hätte Flick lieber sagen sollen: „Da heißt es einfach Schlumpfmützen aufsetzen und Kniebeuge machen.“ Oder auch: „Da heißt es einfach Gasmasken aufsetzen und lospupen.“ Oder vielleicht: „Da heißt es einfach Kartoffeln aufsetzen und warten bis sie durch sind.“ Oder: „Da heißt es einfach Thronfolger absetzen und niederknien zum Gebet.“ Nein, Quatsch, natürlich: „Da heißt es einfach Wiederholungsspiel durchsetzen und unentwegt Unsinn verzapfen.“ Man, wie die Berliner Zeitung schrieb: „sollte es dabei auch belassen“.

Tipp für heute: Mal einen schönen ausgedehnten Abendspaziergang durch die Straßen Berlins unternehmen und sich bezaubern lassen von der Stille der Stadt.

Ahne | Allgemein | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Liese und Lotte

8. Juni 2012

Herrlich heute die beiden älteren Damen am Nebentisch meines Lieblingsimbisses. Die eine zur anderen: „Ich würd dieses Sushi ja auch mal probieren aber ehrlich gesagt traue ich mich nicht.“ „Ja.“ „Dabei essen wir ja auch rohen Hackepeter und das schmeckt ja auch.“ „Schön mit Zwiebeln.“ „Hmm. Und mit rohem Ei.“ „Pfeffer und Salz, fertig.“ „Na, wie gesagt, würde ich gerne mal probieren. Schmeckt bestimmt, dieses Sushi. Man muss sich eben nur trauen.“ „Ja, auf die Soßen kommt es an.“ „Auf die kommt es an. Auf jeden Fall. Auf die Soßen. Weißt du, irgendwann probiere ich das noch.“ „Ja.“

Tipp für heute: Fähnchen sammeln gehen.

Ahne | Allgemein | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Du durchsuchst gerade das Archiv von Ahne.

Kategorien