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31. Dezember 2025
Ist nun also doch noch was Schönes passiert, 2025. Auf den letzten Drücker schüttelten die Omas im Himmel ihre Betten aus. Flocken purzelten und hinterließen eine circa 2 cm dicke Pracht auf dem Boden in Brandenburg und Berlin. In Berlin wird sie bereits getaut sein, in Cottbus ist noch bisschen was übrig. Gestern Abend am Alexanderplatz überraschte mich, wie wenig geknallt wurde, auch vorgestern in Kreuzberg zündete kaum jemand Kracher. Vielleicht braucht es keines Böllerverbotes? Vielleicht schläft das von alleine ein? Herzerfrischendes Konzert im Bi Nuu von ‚Die Liga der gewöhnlichen Gentleman‘. Es gibt so viel großartige Musik, die kaum Beachtung findet. Und jede Menge Scheißmusik, die überall läuft. Könnte es sein, dass beides miteinander in Zusammenhang steht? Gewagte Theorie, ich weiß. Außerdem ist es ja nur mein Geschmack. Obwohl, was heißt nur? Neueste Beobachtung von mir, Menschen, die häufiger Zug fahren, regen sich weniger auf, über Verspätungen oder Ausfälle. Je unzuverlässiger die Bahn ist, desto mehr nehmen wir es mit Humor? Gestern kündigte eine Bahnsteigdurchsage 15 Minuten vor Abfahrt des Zuges eine Verspätung um 80 Minuten an. Die Wartenden fielen sich daraufhin in die Arme und begannen hemmungslos zu knutschen. Wünsche allen ein besseres Jahr 2026.
Tipp für heute: „Es ist nett, nett zu sein, ohne was zu wolln, es ist nett, nett zu sein, ohne Müssen, ohne Solln.“ (Die Liga der gewöhnlichen Gentleman)
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28. Dezember 2025
Liebe BVG (oder liebe BVB?),
Danke, für den Spruch auf eurer Anzeigetafel an der Straßenbahnhaltestelle Rosenthaler Platz, wo ich am 25.12. lesen durfte: „Danke, dass du auch dieses Jahr mit uns gefahren bist, wir wünschen dir eine schöne W“. Was aber meintest du mit W? Eine schöne Weiterfahrt? Eine schöne Woche? Eine schöne Weihnacht? Eine schöne Wiedergeburt? Eine schöne Wespentaille? Eine schöne Wildwasserkanusaison? Eine schöne Wartezeit? Eine schöne Wissenslücke? Bitte mehr von deinen Rätseln. Dann macht es auch nichts, wenn die Bahn mal wieder später kommt oder gleich ganz ausfällt, dein zufriedener (hi hi) Kunde, Ahne.
Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Susanne M. Riedel, Falko Hennig, Andreas ‚Spider‘ Krenzke, Gott und mich, sowie den Superstargästen Paul Nitsche (Die PARTEI) und Robert, der Schlagerstar (Schlager)
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25. Dezember 2025
Als ich gestern Abend spazieren ging und am Himmel die leuchtend goldene Sichel des Mondes erblickte, dachte ich kurz, aha, der Friedenspreisträger des Fußball-Zaren Giovanni Infantilo (Name mag Ähnlichkeit mit tatsächlich lebenden Personen haben), der böse Möhrenmann, sieht diese Mondsichel jetzt womöglich ebenfalls, und die Frau im Sudan, die auf der Suche nach Lebensmitteln und einem schützenden Ort für sich und ihre Kinder ist, und der SUV-Fahrer in Bagdad und das Kind in Santiago de Chile und der schlaue Fuchs und das Usambara-Veilchen auf deinem Fensterbrett auch. Ach nein, das Usambara-Veilchen, das hat ja keine Augen, zumindest sind sie noch nicht entdeckt worden.
Tipp für heute: Einfach mal ignorieren, dass der Mond in anderen Erdteilen mit bloßem Auge zu völlig anderen Zeiten zu sehen ist und sich dann auch anders präsentiert.
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23. Dezember 2025
‚Oh nein, die eine Spinne ist abgestürzt, sieht aus wie tot‘ dachte ich. Sie lag reglos auf dem Fensterbrett, hatte zuvor immer im rechten oberen Eck meines Fensters gebammelt, hübsch eingesponnen in eine Art Kokon, ein milchiges Kokon. Ich schalt mich einen Tierquäler, weil ich nicht dafür gesorgt hatte, dass genügend Insekten durchs Zimmer flattern, ein paar Fliegen wenigstens, oder Kleidermotten, wäre mit ein wenig gutem Willen sicher möglich gewesen, einfach paar Lebensmittelreste liegen lassen oder diverse Schafwollpullover mit verräterischen Löchern von der Straße auflesen und im Schrank verstauen. ‚Na ja‘, dachte ich ‚der Kreislauf des Lebens eben. Sind noch andere Spinnen im Zimmer, zum Glück. Die an der Lampe, die am Blumentopf und die beiden Süßen, die ihr Netz zwischen den Stuhlbeinen gesponnen haben.‘ Bevor ich in die Küche gehen konnte, um den Handfeger zu holen, stupste ich die tote Spinne noch mal mit meinem Kugelschreiber an, und, siehe da, sie krabbelte plötzlich, wie von der Tarantel (ha ha!) gestochen, los, in einem Affenzahn, hollahi hollaho. Danke, lieber Weihnachtsmann, für dieses Weihnachtswunder, ich glaube wieder an dich.
Tipp für heute: Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben sollten, die Tage sind wieder länger geworden, bis zu 2,5 Meter.
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21. Dezember 2025
Mir gestern beim DJ hintereinander Modern Talking ‚Your my heart, your my soul‘ und Motörhead ‚Ace of spades‘ gewünscht und auch bekommen. Dachte, ich brächte so etwas Schwung in den Laden, weil ja gesagt worden war, es würde hauptsächlich „Achtziger“ laufen. Und, was soll ich sagen, voller Erfolg, denke ich. Außer mir tummelten sich noch zwei weitere Personen auf der Tanzfläche. Shake it! Hauptsache es groovt.
Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Susanne M. Riedel, Frank Sorge, Andreas ‚Spider‘ Krenzke, Falko Hennig, Gott und mich, sowie dem Superstargast Sebastian Krämer (Gewinner des ‚Kärntner Kleinkunstdrachen‘)
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19. Dezember 2025
Sonnenaufgang
Sonnenaufgang
Himmel brennt
Straße nass
im Moment
trocknet später
jede Wette
…
ab ins Bette
Tipp für heute: Wecker nicht stellen.
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18. Dezember 2025
Was wir erwarten können, wenn auch bei uns endlich mal wieder eine „geistig-moralische Wende“ kommt, lässt die jüngste ‚Rede an die Nation‘ des bösen Möhrenmannes erahnen. Während seiner Amtszeit seien die Preise für Medikamente „teils um bis zu 600% gesunken“ teilte er allen US-Amerikanerinnen und -Amerikanern sowie der verblüfften Weltöffentlichkeit mit. Der Sieg über die Mathematik, er ist möglich.
Tipp für heute: Mir würde es ja schon reichen, wenn die Preise für alles Mögliche um 100% zurückgehen würden.
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17. Dezember 2025
Das „Bürgergeld“ soll jetzt also „Grundsicherung“ heißen. Na bitte. Ein Ruck geht durch Deutschland, da wackelt der Baum. Also der Weihnachtsbaum. Gestern ist schon mal ein Zug pünktlich angekommen. Nämlich mein Zug. Er zuckelte eine Minute eher in den Bahnhof von Chosebuz-City als nach Fahrplan vorgesehen. Da standen wir in den Gängen und klatschten. Alle! Alle Passagierinnen und Passagiere. Wir hatten Tränen in den Augen, waren gerührt. Wenn wir wirklich wollen, können wir es schaffen, wurde uns in diesem Augenblick bewusst. Ich weiß jetzt auch, was ich mal machen werde, wenn das mit dem Schreiben nichts mehr einbringen sollte. Kann ja verstehen, dass, in Zeiten wie diesen, in diesen harten Zeiten, diesen ultraharten Zeiten, nach dieser Zeitenwende, dieser extremen, dass da kein Geld mehr übrig ist, für Kulturquatsch. Ich werde Weihnachtsbaumverkäufer, hab ich mir überlegt. Da hing gestern in dieser Cottbuser Kaufhalle nämlich ein Zettel am Brett, dass sie da noch jemanden suchen würden. Vielleicht mache ich sogar einen eigenen Weihnachtsbaumladen auf? Den ersten Weihnachtsbaumladen, der das ganze Jahr über Weihnachtsbäume anbietet? Gibt noch keinen, glaube ich. Eine Marktlücke. Was wir brauchen sind Ideen, Leute!
Heute: Cottbus, Gladhouse, 20:30 Uhr: Lesebühne Cottbus mit Daniel Ratthei, Udo Tiffert, Matthias Heine und den Gästen: Kneipenchor Cottbus sowie mich
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14. Dezember 2025
So lange wir leben, lernen wir dazu. Gestern in Rummelsburg, in der Erlöserkirche gewesen (ja, dit is die, die wir früher Alösa nannten, mit die zwee Kreise um die zwee A’s rum, wegen Punk und so) und da fand ein Punkrock.., nein, ein Chorkonzert statt mit Orchester und Rappern, beziehungsweise Rezitativen, so hießen die. Das Konzert nannte sich Weihnachtsoratorium (Kantaten I bis III) und wurde 1734 von einem gewissen Johann Sebastian Bach komponiert und getextet. Ich lernte, dass Trinker, die müssen dazumal eher gottesfürchtig gewesen sein und die Folgen des Alkoholrausches durften noch gepriesen werden. Oder wie anders soll jener Chorus zu verstehen sein: „Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen“?
Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Susanne M. Riedel, Heiko Werning, Andreas ‚Spider‘ Krenzke, Falko Hennig, Gott und mich, sowie dem Superstargast Tim von Veh (sächsische Schmunzelsongs)
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9. Dezember 2025
Bei mir umme Ecke haben sie auf einem Spielplatz in der Zehdenicker/Ecke/Christinenstraße eine kleine Rutsche hingestellt, an einem einzigen Tag! Eine kleine bunte Rutsche, wie sie Kinder lieben, aber auch Erwachsene, zum Beispiel ich, denn ich rutsche gerne und mangels Schnee, den es hier im Winter nicht mehr gibt, leider, gehe ich manchmal im Dunkeln heimlich auf Kinderspielplätze um dort eine Rutsche hinunterzurutschen. Nur eine Kleine, eine Kleine reicht mir. Warum ich das schreibe? Ich wollte darauf verweisen, es geht, manchmal geht es, sogar schnell. Es soll eine Art Ermutigung sein für jene, die sich zur Zeit mit der Sanierung von U-Bahnhöfen oder dem Ausbau des Straßenbahnnetzes beschäftigen. Ihr schafft das, irgendwann schafft ihr das. Ich drücke fleißig die Daumen.
Tipp für heute: Die 12 Jahre, die die Sanierung des U-Bahnhofes Seestraße inzwischen benötigt, oder die mittlerweile auch schon wieder 3 Jahre (geplant waren ursprünglich 3 Monate) für die Sanierung des U-Bahnhofes Senefelderplatz, sind im Vergleich zur Menschheitsgeschichte doch ein Klacks.
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