Startseite

Corona-Tagebuch 73

25. Mai 2020

Bei der Reformbühne gab es unterschiedliche Meinungen zum Thüringer Weg der landesweiten Abschaffung von Corona-Maßnahmen und Ersatz durch lokales Vorgehen. Während einige meiner Freunde und Kollegen dies unverantwortlich finden und eine zweite Welle befürchten, erscheint mir der Plan sinnvoll. Länder in Europa, wie Tschechien, die ähnlich vorgingen, sind bisher auch nicht von einer zweiten Welle überrollt worden. Selbst in Schweden geht die Ansteckungsrate zurück. Einleuchten will mir bloß nicht, warum auch die Maskenpflicht aufgehoben werden soll. Ich denke, so lange es noch aktive Infizierte gibt, hätte man diese Maßnahme ruhig aufrecht erhalten können. Ein winziges Kleidungsstück mehr als Infektionsschutz in geschlossenen Räumen, wer dies als Angriff auf unsere Freiheit unzumutbar findet, sollte sich bitte mit gleicher Vehemenz dafür einsetzen, dass man nackt in der Öffentlichkeit herum spazieren darf. Und, nein, ich finde es ist nicht dasselbe wie eine Burka. Eher könnte man den Mund-Nasen-Schutz mit einer Augenklappe, einem Pflaster oder einem Verband vergleichen. Sachsen will den Thüringer Weg bei gleich bleibenden Infektionszahlen ab 6. Juni ebenfalls beschreiten. Warnungen kommen hingegen von vielen Politikern aus nahezu allen Parteien. Leichte Lockerungen gibt Moskau bekannt, auf Baustellen und in Großbetrieben soll die Arbeit wieder aufgenommen werden. Griechenland öffnet seine Tavernen, Bars und Cafes. An einem Tisch dürfen allerdings höchstens 6 Personen sitzen. Kann man mit leben, denke ich. Soll ja sogar Tische geben, wo gar nicht mehr als 6 Personen ran passen. Doch, doch. Ab 1. Juni öffnen die Vatikanischen Museen wieder ihre Pforten. Die Grabeskirche in Jerusalem tat dies bereits gestern. Dort herrscht jedoch Maskenpflicht und man darf keine Steine oder andere Objekte anfassen oder küssen. Zum Knutschen in die Grabeskirche? Verboten? Macht es natürlich noch reizvoller. Über 4.000 Covid-19-Tote in Indien. Kroatien meldet erstmals seit dem 9. März keine registrierte Neuansteckung. Sinkende Todeszahlen in New York, 84 Opfer am gestrigen Tag. Italien beginnt heute 150.000 repräsentativ ausgewählte Menschen auf Antkörper zu testen. Wie lange ich dieses Tagebuch wohl fortführen werde?  Bis auch der letzte Mensch gesund ist? Bis zum Sankt Nimmerleinstag? Bis keine Meldungen mehr eintreffen, wie diese hier? Ein Airbus des Ferienfliegers ‚Eurowings‘ musste Sonnabend auf dem Weg nach Olbia/Sardinien umkehren und zu seinem Startflughafen Düsseldorf zurück fliegen, da man vergessen hatte, dass der Zielort noch bis 24. Juni für internationale Flüge gesperrt ist. Laut eines Sprechers von ‚Eurowings‘  führte das „Missverständnis“ jedoch nur zu geringen Umbuchungskosten, da lediglich 2 Personen an Bord gewesen seien.

Tipp für heute: Über den Wolken muss die Freiheit nicht unbedingt grenzenlos sein.

Ahne | Allgemein | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Corona-Tagebuch 72

24. Mai 2020

Ich bin jetzt kein direkter Freund von Diktatoren, trotzdem, es muss ja nicht alles falsch sein, was diese grundunsympathischen Unterdrückungsmistkerle so behaupten, deshalb habe ich gestern an meine Nudelsoße einfach mal 10 Zehen Knoblauch rangehauen. Weißrusslands schnauzbärtiger Führer Lukaschenko schwört ja auf das Wundermittel gegen die „Erkältung“ Corona, und, was soll ich sagen, ich habe es nicht bereut. Denn ich bin nicht tot, nur ein wenig durstig heute, trockener Rachenraum. Außerdem ist mir dadurch endlich mal aufgefallen, das das Wort Zehen sich wahrscheinlich von der Zahl Zehn ableitet. Oder umgekehrt? Danke, Lukaschenko. Warum heißen Finger eigentlich Finger? Die könnten doch Handzehen genannt werden. Handzehen und Fußzehen. Verkehrte Welt in Thüringen. Während der „Kommunist“ Ramelow von den Linken, wie bereits erwähnt, die landesweit gültigen Corona-Schutzvorschriften ab 6. Juni abschaffen und durch lokale Maßnahmen ersetzen möchte, warnt Jenas Oberbürgermeister Nitzsche von der selbsternannten Freiheitspartei FDP vor zu viel Freiheit: „Mir scheint das ein Gang auf ’s Minenfeld.“ Bei Demonstrationen in Süddeutschland gegen die Corona-Maßnahmen kamen gestern deutlich weniger Protestierende als letzte Woche zusammen. Einige fielen sogar aus, wegen Regens. Auch in Berlin waren 30 Kundgebungen angemeldet. Am Großen Stern wollten 100 Rechtsextremisten unter schwarz-weiß-roten Bannern des Deutschen Reiches für „Heimat und Weltfrieden“ agitieren. 50 mehr als genehmigt, weshalb die Polizei die Manifestation beendete. Unter den Linden, vor der russischen Botschaft, fassten sich etwa 250 Menschen bei einem nicht angemeldeten Demonstrationszug an den Händen, tanzten zu „Looking for Freedom“ von David Hasselhoff, sangen „Imagine“ von John Lennon, „Ein bisschen Frieden“ von Nicole und „We are the world“ von USA for Africa. Hört sich richtig schön bescheuert an. Ob dieser Aufzug ironisch gemeint war oder nicht, konnte ich bisher nicht heraus bekommen. Die größte Hygiene-Demo fand in Hamburg statt, wo 750 Grundgesetzverteidiger zusammen kamen und die Polizei eine Gegendemonstration durch Wasserwerfer-Einsatz auflöste. Wesentlich größere Proteste gab es in Spanien, wo Tausende den Rücktritt von Ministerpräsident Sanchez und die Abschaffung der Corona-Maßnahmen forderten. Organisiert wurden die Auto-Corsos von der nationalistischen Vox-Partei. 10 Tage Staatstrauer gibt es ab kommenden Dienstag im größten Land auf der iberischen Halbinsel für die bisher an Covid-19 gestorbenen 28.678 Menschen. In Brasilien, welches mittlerweile mit 347.398 Infizierten hinter den USA am meisten von Corona betroffen ist, reichten mehrere Oppositionsparteien und Einzelpersonen der Zivilgesellschaft einen Antrag auf Amtsenthebung gegen den dortigen Präsidenten Bolsonaro ein, wegen ‚Verbrechen im Amt‘. Bolsonaro soll durch Untätigkeit, Verharmlosung und Leugnung des Virus, sowie Sabotage von Maßnahmen gegen Covid-19 die Ausbreitung der Pandemie gefördert und damit Menschenleben riskiert haben, berichtet die Zeitung ‚Estado de Sao Paulo‘. Zwei Gesundheitsminister traten bereits zurück, mehr als 22.000 Menschen starben am Virus. Der Antrag auf Amtsenthebung ist bereits der zweiunddreißigste in der siebzehnmonatigen Amtszeit Bolsonaros. Parlamentspräsident Rodrigo Maia hat alle bisherigen nicht zur Beratung zugelassen. Formfehler?

Heute: Weltweites Internetz, Facebook-Kanal der Reformbühne Heim & Welt, 20 Uhr: Quarantänebühne Heim & Welt aus der Waran-Werkstätten-Wedding mit: Heiko Werning, Dr. Jakob Hein, Falko Hennig, Technik-Held Frank Sorge, Gott und mich, einer Anneliese-Hülschrath-Gedächtniskolumne aus Steglitz von Jürgen Witte und unseren Superstargästen Sven van Thom (Tiere streicheln Menschen) sowie Frank Goosen (Ruhrpottlegende)

Ahne | Allgemein | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Corona-Tagebuch 71

23. Mai 2020

Prinz Charles hat seine britischen Landsleute dazu aufgerufen, wegen der Corona-Krise den Bauern bei der Ernte zu helfen. „Das Essen entsteht nicht durch Zauberei“ belehrte der Adlige die Bürger. Was er vergaß zu erwähnen, das Geld, mit welchem man nicht nur Miete, Kleidung, Gas, Wasser oder Strom bezahlen muss, sondern auch Lebensmittel, aus denen man sein Essen zubereitet, dieses Geld wandert auch nicht durch Zauberei in die Brieftaschen der Menschen. Thüringen möchte ab 1. Juni die allgemeinen Corona-Beschränkungen aufheben und durch lokale Maßnahmen, dort wo eine Infektionsrate überschritten wurde, ersetzen. Nordrhein/Westfalen öffnet ab 8. Juni die Kindergärten für alle Kinder. China verzeichnet erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie keine einzige Neuansteckung. Italien will seine Flughäfen ab 3. Juni öffnen. Die Slowakei hebt die Maskenpflicht im Freien auf. In Frankreich ist seit gestern die Teilnahme an Gottesdiensten wieder erlaubt. Bulgarien lockert stufenweise, Diplomaten, Geschäftsleute, Ärzte, humanitäre Helfer, sowie Fernfahrer aus der EU und dem Schengen-Raum dürfen wieder ins Land, ohne in Quarantäne zu müssen, die Kindergärten machen auf. Es gilt weiterhin eine Maskenpflicht für öffentliche Gebäude, Kirchen und Verkehrsmittel. Großbritannien führt hingegen ab 8. Juni die Regel der zweiwöchigen Quarantäne für einreisende Ausländer erst ein. Spanien verlängert den Notstand bis 6. Juni. Ausländische Touristen dürfen wohl frühestens im Juli ins Land. Australien verlängert das Verbot des Anlegens von Kreuzfahrtschiffen bis 17. September. Kreuzfahrtschiffen sind auch Rundfahrten durch hoheitliche Gewässer untersagt. In Saudi-Arabien beginnt heute eine mehrtägige, strenge Ausgangssperre. Auch die Türkei hat bereits eine landesweite, weitgehende Ausgangssperre über die Bayram-Feiertage eingeführt, welche bis Dienstagnacht dauert, um jene zu diesem Fest üblichen Familienbesuche zu verhindern. Über 3.000 offiziell registrierte Corona-Tote in Ekuador. Mehr als 100.000 Infizierte meldet Afrika, allerdings ist die Todesrate bei Covid-19 dort geringer als beispielsweise in Europa, was auf einen deutlich niedrigeren Altersdurchschnitt zurück geführt wird. In Ruanda werden Roboter in Behandlungszentren bei der medizinischen Untersuchung von Menschen, für das Datensammeln und die Essensausgabe an Krankenbetten eingesetzt um das Ansteckungsrisiko des Pflegepersonals zu reduzieren. Die dreigliedrigen weißen Roboter sind etwa 1,40 m hoch, besitzen zwei Greifarme, eine Videokamera und auch einen Bedienungsmonitor. Gebaut hat sie eine auf Medizintechnik spezialisierte belgische Firma. Steckt da etwa Bill Gates dahinter? Belgien, Bill Gates? Klingt so ähnlich.

Tipp für heute: „Mein Freund ist Roboter!“

Ahne | Allgemein | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Corona-Tagebuch 70

22. Mai 2020

Heute früh beim Bäcker stand gar keine Schlange. Ich konnte sofort rein in den Laden. Die Verkäuferin meinte, alle seien weg gefahren. Na, wenigstens nicht gestorben. Apropos, mit meiner Mutter war ich gestern auf dem Friedhof spazieren und traf dort zufällig jemanden, den ich kenne. Überrascht fragte ich: „Hey, was machst du denn hier?“, worauf er antwortete: „Na, ich besuche meinen Sohn.“ Oh man! Schämte mich sofort in Grund und Boden. Ab und zu mal nachdenken, Ahne, bevor man losplaudert, wie wäre es denn damit? Neuseeland tut dies bereits. Denkt darüber nach, zur Ankurbelung seiner wegen der Corona-Krise schwer angeschlagenen Wirtschaft, die 4-Tage-Woche einzuführen. Regierungschefin Jacinda Ardern findet die Idee gut. Ich im Prinzip auch. Braucht man nicht mehr so viele Tage sich merken. Nur welche will man streichen? Ich wäre ja für Dienstag, der hässlichste Name. Dienst. Aber vielleicht heißt der auch nur in Deutschland so? Sonnabend muss ebenfalls nicht sein. Verwechselt man schnell mit Sonntag. Und Mittwoch ist ja wohl vollkommener Quatsch, bei einer 4-Tage-Woche. Blieben Montag, Donnerstag, Freitag und Sonntag. Damit könnte ich leben. Heute öffnet übrigens der Fernsehturm, der Berliner, seit Wochen zum ersten Mal. Ich war allerdings schon oben, bereits vor Corona, 1975, ungefähr. Auch der Wiener Prater öffnet, jedoch erst am 29. Mai. Griechenland will seinen Tourismus am 1. Juli neu starten, dann gibt es auch wieder Direktflüge zu den griechischen Inseln. Unter den Ländern ohne Quarantäne-Pflicht befänden sich die baltischen Staaten, die Staaten des Balkans und Deutschland. Serbien öffnet seine Grenzen ab sofort und ohne Bedingungen. Auch in Ägypten soll der Tourismus wieder anlaufen, vorerst jedoch nur für Einheimische. In jedem Hotel muss ein Stockwerk oder ein extra Gebäude für Infizierte oder Corona-Verdachtsfälle blockiert werden. Wann Ausländern wieder erlaubt wird in der Diktatur Urlaub zu machen, wurde nicht bekannt gegeben. Lettland möchte den Notstand nach dem 9. Juni nicht mehr verlängern. Südkorea öffnet seine Schulen. Nur noch 3 Neuinfektionen gestern in Tokio. Mit 6.000 Neuinfektionen verzeichnet Indien hingegen den höchsten Anstieg seit Beginn der Pandemie. Mehr als 20.000 Covid-19-Tote in Brasilien. Weißrussland, dessen Präsident Lukaschenko Knoblauch und Wodka gegen die ‚Corona-Erkältung‘ empfiehlt, ist mittlerweile unter die europäischen Top-Ten bei den Infizierten vorgestoßen, 33.371, Platz 9, hinter den Niederlanden, vor Schweden. Nach Wiedereröffnung der italienischen Kaffeebars stieg dort der ‚heilige‘ Preis für Espresso und Cappuccino, normalerweise 1 €, vielerorts um 10 bis 20 Cents, was zu gewalttätigen Ausschreitungen und dem Sturz der Regierung führte, oder sagen wir, zu Diskussionen am Tresen.

Tipp für heute: Man kann seinen Kaffee auch zuhause trinken. Ich empfehle Löslichen. Da muss man nicht so viel sauber machen.

Ahne | Allgemein | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Corona-Tagebuch 69

21. Mai 2020

Christi Himmelfahrt. Der einzige kirchliche Feiertag, bei dem ich wirklich weiß, was da passiert ist. Da ist nämlich Christi in den Himmel gefahren. Traditionell gedenken dieses Ereignisses viele Männer bis heute, in dem sie ebenfalls irgendwo hin fahren, ins Grüne oder.., weil Christi ja ein Mann war. Christi ist ja lediglich ein Spitzname, für Christian. Und so geht es mit der S-Bahn und dem Bollerwagen los, bis.., so weit man eben kommt. Das macht Durst, man trinkt geistliche Getränke, denn Christi war ja ein Christ, sagt ja schon der Name und Christen sind ja Geistliche, weil das mal eine Religion war oder immer noch ist und von diesen geistlichen Getränken wird man beseelt und müde und manchmal wird einem auch schlecht, weil der Teufel innerlich einen Kampf ausfechtet, sehr wahrscheinlich. Das ist wissenschaftlich noch nicht so genau erwiesen. Normalerweise bin ich auch immer mit dabei, bei diesen beseelten Horden. Dieses Jahr jedoch verzichte ich auf den Kater danach, wegen Corona. Ich habe nämlich Angst, dass ich die 1,5 m Mindestabstand nicht einhalten würde, falls ich sturzbeseelt durch die Botanik torkele. Werde darum Christi Himmelfahrt zum allerersten Mal in meinem erwachsenen Leben zuhause verbringen. Zur Feier des Tages vielleicht ein Glas Leitungswasser genießen und abends nach dem Sandmann schön ins Bett gehen. Kommt der Sandmann überhaupt, zu Christi Himmelfahrt? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für gestern die höchste jemals gemessene Zahl von Neuinfizierten mit dem Coronavirus bekannt gegeben. Über 106.000 am Tag. Insgesamt haben sich über 5 Millionen Menschen infiziert, weltweit. Über 1.000 Covid-19-Tote meldet Pakistan, über 3.000 Tote Russland und Peru, über 6.000 Mexiko. Statistisch interessante Zahlen erreichen uns aus Nikaragua. Dort gab es Dienstag noch 15 gemeldete Corona-Infizierte und 8 Todesfälle, eine Todesrate von über 30%, weltweit die höchste. Einen Tag später, am gestrigen Mittwoch wurden allerdings bereits 254 Infizierte gemeldet und 17 Tote. Eine Steigerungsrate von.., keine Lust, die auszurechnen. Immerhin aber noch möglich, also sowohl dies auszurechnen, als auch, dass eine solche Steigerungsrate auf natürlichem Wege zustande kommt. Mysteriös jedoch, 199 der Erkrankten gelten bereits wieder als genesen. Eine Blitzheilung? Ist da vielleicht jenes Wundermittel aus Madagaskar auf Beifuß-Basis zum Einsatz gekommen? ‚Covid-Organics‘? Auch Finnland meldet spektakuläre Erkenntnisse. Dort ermittelten Forscher der Universität Helsinki nach Pilotversuchen, dass Hunde charakteristische Duftstoffe im Urin erschnüffeln können, bei Patienten, welche mit dem Corona-Virus infiziert seien. Stelle mir gerade das Prozedere an den Flughäfen vor, sollte jene Methode bei der Einreisekontrolle zur Anwendung kommen. Macht es irgendwie nicht gerade verlockender, eine Weltreise zu planen. Mir fällt es doch immer so schwer, auf Bestellung zu pullern.

Tipp für heute: Ach was, man gewöhnt sich an alles.

Ahne | Allgemein | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Corona-Tagebuch 68

20. Mai 2020

Mit Freund und Kollegen Andreas Gläser tauschte ich mich auf dem Weg zu einem Westberliner Plattenladen gestern aus, welche Folgen die Corona-Pandemie für die Veränderung von Sitten und Gebräuchen hierzulande haben könnte. Einig waren wir uns, dass die Bedeutung des Händeschüttelns vermutlich abnehmen dürfte. Ob es völlig ausstirbt? Glaube ich eher nicht. Das Umarmen und Küsschen andeuten zur Begrüßung, welches wir Ostler vor der Wende lediglich aus Filmen kannten, wird bestimmt wieder Einzug halten. Warum? Weil es eine Herzlichkeit suggeriert, die man in der Realität vermisst? Möglich. Ob viele Menschen nach Corona weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz benutzen? Ebenso möglich. Garantiert wird es weniger Kreuzfahrtwillige geben, davon bin ich überzeugt. Wie man sich freiwillig auf solch schwimmenden Hochhäusern einsperren lassen konnte, habe ich zwar noch nie verstanden, nach den Horror-Erfahrungen, den wochenlangen Odysseen diverser Vergnügungsdampfer von Hafen zu Hafen mit hunderten, gar tausenden Kranken an Bord, dürfte die Lust auf Wiederholung jedoch deutlich gedämpft sein. Die Bereitschaft sich gegen gefährliche Krankheiten impfen zu lassen, wird vermutlich sogar abnehmen, meiner Meinung nach. Paradox, aber Impfgegnerschaft scheint Teil einer neuen Ideologie zu werden. Oder gab es die schon immer? Misstrauen, nicht nur gegenüber dem Staat, sondern gegenüber der Wissenschaft, der Bildung, den „Eliten“ ganz allgemein? Bedeutet andererseits natürlich Konjunktur für Geistheiler, Wundermittel, alternative Krebstherapien. Da braucht man nicht extra studieren, das hat man ja im Urin. Für Leute, welche wie ich, zu faul zum Lernen sind, bieten sich da neue Zukunftschancen an. In den Niederlanden öffnen ab 1. Juni Schulen, Museen, Theater, Kinos, Restaurants und Cafes. Gaststätten, Kinos und Theater dürfen vorerst höchstens 30 Personen empfangen. Stelle mir das bei einem großen Theater ziemlich gruselig vor. Außerdem wird eine Maskenpflicht im ÖPNV eingeführt. Diese gilt in Spanien auch für öffentliche Räume, ebenso wie in Ägypten, dort allerdings erst ab 30. Mai. Sachsen/Anhalt erlaubt ab sofort private Feiern für bis zu 20 Personen, bei Hochzeiten, Beerdigungen und Tagungen dürfen bis 100 Personen teilnehmen. Proteste und Plünderungen werden aus Bolivien gemeldet und aus Santiago de Chile, wo aufgrund einer strikten Ausgangssperre und fehlender finanzieller Unterstützung, die Menschen in den ärmeren Vierteln Hunger leiden. Auch die irakische Regierung hat wegen steigender Infektionszahlen eine Ausgangssperre über weite Teile Bagdads verhängt und auch hier betrifft dies die ärmeren Viertel, wo viele Menschen auf engem Raum zusammen leben. Brasilien meldet 1.179 Covid-19-Tote am Tag. Uber streicht 3.000 Arbeitsplätze, weil die gebuchten Fahrten weltweit um 80% eingebrochen sind. Eine weitere positive Nachricht, in der EU ist im April der Autoverkauf um 76% gesunken, im Vergleich zum Vorjahr. Schlechte Nachrichten hingegen für Freunde des rituellen Besaufens. Zu Christi Himmelfahrt, einem kirchlichen Feiertag, welcher in Deutschland gerne als Vater- oder alternativ Herrentag begangen wird, dürfen aus Infektionsschutzgründen, im Bundesland Bremen zumindest, alle Gaststätten von 8 bis 22 Uhr keinen Alkohol verkaufen, selbst außer Haus nicht. „Freiheit!“

Tipp für heute: Christi Himmelfahrt ist erst morgen, heute kann man sich noch die Kante geben, selbst in Bremen.

Ahne | Allgemein | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Corona-Tagebuch 67

19. Mai 2020

Pegida, das sind jene, die sich kritisch mit der Islamisierung des Abendlandes auseinandersetzen, hat Montag in Dresden 300 Menschen auf die Straße gebracht, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren. Ich war nicht dabei. Aus Angst? Vermutlich. Während Bundesaußenminister Heiko Maas für einen „kontrollierten Wiedereinstieg in den europäischen Tourismus“ wirbt, warnt Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery, bekannt geworden durch seine Ablehnung der Maskenpflicht, vor Grenzöffnungen für Urlauber: „aus gesundheitlichen Gründen wäre es das Beste, die Menschen blieben an ihrem Wohnort“ betonte er gegenüber der Funke-Mediengruppe. Der populäre Hallenser Virologe Kekule hofft dagegen, noch in diesem Sommer nach Ägypten in seinen Windsurf-Urlaub reisen zu können. Das sei relativ unproblematisch, erklärte er in der ARD-Sendung ‚Hart aber fair‘, zumindest wenn Urlauber nicht mit Einheimischen in Berührung kämen. Der dortige Diktator al-Sisi wird ’s gerne hören. Die sollen mal schön am Strand vor sich hin gammeln, die Touristen, Geld ins Land bringen, mit dem Waffen gekauft werden können und nicht weiter stören, wenn er mit seinen ganz eigenen Methoden versucht Ruhe und Ordnung zu schaffen. Zum ersten Mal seit Anfang März keine Corona-Neuinfektion melden sowohl Mecklenburg/Vorpommern als auch Schleswig/Holstein. In Sachsen/Anhalt öffnen nach Pfingsten die Kindergärten für alle Kinder. Vier medizinische Fachgesellschaften fordern dies für ganz Deutschland und beziehen auch die Schulen ein, „umgehend und vollständig“ sollte geöffnet werden, es müssten weder kleinere Gruppen gebildet, noch Abstand gewahrt oder Masken getragen werden, so fordern es zumindest die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene, die Deutsche Gesellschaft für Pädriotrische Infektiologie, die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin und der Bundesverband für Kinder- und Jugendärzte in Deutschland. Polen will ab 15. Juni seine Grenzen öffnen. Israel lockert aufgrund einer Hitzewelle die Maskenpflicht. Bei Temperaturen von knapp unter 40°C dürfen dort Schülerinnen und Schüler in Klassenräumen die Masken absetzen. Über 100.000 Infizierte in Indien, Brasilien klettert mit über 255.000 Infizierten auf den weltweiten Bronzerang hinter Russland und den USA, wo mittlerweile über 90.000 Menschen an Covid-19 gestorben sind. Angesichts der coronabedingten Schließung von Prostitutionsstätten fordert eine Gruppe deutscher Bundestagsabgeordneter aus SPD und CDU/CSU ein generelles Sexkaufverbot und Ausstiegsprogramme für Prostituierte. Der Shutdown für Prostitution dürfe nicht gelockert werden, verlangten sie in einem Papier, welches der Deutschen Presse Agentur (DPA) vorliegt: „Sexuelle Handlungen sind in der Regel nicht mit Social Distancing vereinbar.“ In der Regel nicht, stimmt. In der Regel jedoch benötigen wir sexuelle Handlungen noch immer, um nicht in Bälde als Art von diesem Planeten zu verschwinden. Vom Spaß, den das Ganze macht, mal vollkommen abgesehen. Hat mit Prostitution zwar nichts zu tun, die Infektionsgefahr mit der Abschaffungsdringlichkeit aber ebenso wenig.

Tipp für heute: Wieder mal was Liebes sagen.

Ahne | Allgemein | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Corona-Tagebuch 66

18. Mai 2020

Bei ‚Anne Will‘ eingeschlafen. Also nicht bei ihr persönlich, wir kennen uns gar nicht persönlich, bei ihrer Fernsehsendung. Ich verstehe nicht, warum man, wenn man über die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen spricht, warum man dann nicht wenigstens einen oder eine der Protestierenden in die Diskussion einbezieht. Ich denke, es ist Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks das Meinungsbild im Land aufzuzeigen und sich mit den Meinungen auseinanderzusetzen. Sie von mir aus auch auseinanderzunehmen, so sie es denn verdienen. Das dürfte bei vielen Verschwörungstheorien, welche dort präsentiert werden, gar nicht so schwer sein. Wenn man aber dauernd wiederholt, viele der Demonstrierenden kämen aus der Mitte der Gesellschaft, brächten berechtigte Sorgen zum Ausdruck, kann man nicht nur über sie, sondern muss mit ihnen reden, sonst treibt man die Fernsehzuschauer zu den „alternativen Medien“, um sich dort zu informieren. Und mit welchen „Informationen“ man in diesen „alternativen Medien“ versorgt wird, davon habe ich mir, als alter Trash-und-Grusel-Fan, viel zu oft ein Bild gemacht, gebe ich zu. Eine Alternative ist das nicht. Muss die gestrig genannte Zahl der in Polen Festgenommenen übrigens korrigieren. Dutzende trifft es bei 380 Personen nicht wirklich. Erstmals seit 2 Monaten ist die Zahl der täglich an Covid-19 Gestorbenen in Spanien mit 87 unter die Hunderter-Grenze gefallen, auch Großbritannien meldet mit 170 Toten die niedrigste Zahl seit Ende März, in Deutschland sind es nur noch 21 Tote. Wobei die beliebte Floskel natürlich lautet: ‚Jeder Tote ist einer zuviel‘, doch ich hatte keine Lust, das „nur“ in Anführungsstriche zu setzen. Erst jetzt habe ich Lust dazu verspürt. Seit heute dürfen Eltern in Sachsen selbst entscheiden, ob ihr Kind zur Schule geht oder nicht. Freitag hatte ein Leipziger Verwaltungsgericht im Eilverfahren geurteilt, dass ein Siebenjähriger nicht zum Unterricht erscheinen müsse, wenn die Eltern es aufgrund der Nichtgewährleistung des Mindestabstandes als zu gefährlich erachten. Das sächsische Kultusministerium möchte dies anfechten. Laut eines Sprechers des Vereines türkischer Dönerhersteller in Europa (Atdid) sei der Verzehr von Dönern insgesamt um 75% eingebrochen. Mit Soße. Ohne Soße. Nach Versorgungsengpässen mit alkoholischen Getränken wegen der Corona-Krise, die großen Brauereien, unter anderem die Corona-Brauerei, sind seit Anfang April zu, starben in Mexiko bereits 138 Menschen am Konsum gepanschten Alkohols, gaben die Behörden bekannt. In Italien können sich seit heute die Menschen innerhalb ihrer Region wieder frei bewegen, in Belgien werden die Schulen geöffnet, in Portugal neben den Oberschulen und Kindergärten auch Restaurants und Cafes. In der Dominikanischen Republik dürfen öffentliche Verkehrsmittel wieder genutzt werden, wenn auch nur von 6 bis 18 Uhr und mit Maske. Bislang höchster Anstieg der Infizierten-Zahlen in Mexiko mit mehr als 2.000 pro Tag und in Indien mit mehr als 5.000 pro Tag. Tansanias Präsident John Magufuli führt die Eindämmung der Corona-Pandemie auf die Gebete der Bevölkerung zurück, wie er in einer Fernsehansprache, die aus einer Kirche seiner Heimatstadt Chato ausgestrahlt wurde, verkündete. „Es ist offensichtlich, dass Gott auf unsere Gebete gehört hat.“ Werde demnächst in der Choriner 61 vorbeischauen. Mal sehen, wat olle Ihmtschak dazu sagt.

Tipp für heute: Schnell noch für alles andere beten, was im Argen ist, kann nicht schaden.

Ahne | Allgemein | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Corona-Tagebuch 65

17. Mai 2020

Null Neu-Infizierte meldet Sachsen/Anhalt. Heute von einer Wespe geträumt. Sie wollte mit ihrem Mann in meinem Schlafzimmer Kinder zeugen und ich versuchte sie hinaus zu wedeln, mit Textblättern. War das überhaupt ein Traum? Das Schlimmste an der Pandemie, die Livestream-Filme, die wir statt unserer wöchentlichen Reformbühnenauftritte im Roten Salon, nun jeden Sonntag aus den Waran-Werkstätten-Wedding via Internet hinaus katapultieren. Die kann man sich nämlich auch später noch angucken und, ich weiß ja nicht, wie es anderen Bühnenmenschen geht, aber ich darf mich nicht selbst sehen und hören. Weil ich die Wahrheit nicht ertragen kann? Dass ich da auf der Bühne nichts zu suchen habe? Ach komm, rede mir doch nicht dauernd von der Seite rein. Lass mir doch mein bisschen Spaß. Dem Töchterlein ist aufgefallen, dass ich am laufenden Band jemanden grüße, wenn wir in unserer Gegend spazieren gehen. Ich habe ihr gesagt, das liege daran, dass ich nun schon mehr als die Hälfte meines Lebens hier verbringe, was sie wenig zu beeindrucken schien, klar, sie wohnt hier schließlich ihr Ganzes. Die Proteste gegen die Corona-Einschränkungen scheinen besonders in Süddeutschland Anklang zu finden. In Stuttgart waren wieder weit mehr als 5.000 Leute auf den Beinen, auch in München reichte die genehmigte Teilnehmerzahl von 1.000 nicht aus, um die Widerständigen zu vereinen. In Berlin hingegen verliehen deutlich weniger Menschen als letzte Woche ihrer Angst vor einer Corona-Diktatur Ausdruck. Proteste werden auch aus anderen Ländern gemeldet. In Polen, bei einer Demonstration von Unternehmerinnen und Unternehmern, ja, auch das gibt es, wurden Dutzende Menschen festgenommen. Die Polizei setzte Tränengas ein. In Frankreich protestierten die ‚Gelbwesten‘. In London wurden 13 Personen verhaftet, als sie die Abstandsregeln missachteten, in der Schweizer Hauptstadt Bern nach einer Demonstration von 300 Menschen „mehrere“. Mecklenburg/Vorpommern erlaubt vom 25. Mai an Familienfeiern von bis zu 30 Personen, in Budapest öffnen ab Freitag wieder Geschäfte und Universitäten, der Zoo, Spielplätze und Freibäder, die Schulen bleiben aber vorerst geschlossen. In Italien ist die Zahl der Covid-19-Toten gestern um 153 gestiegen, so wenige wie zuletzt am 9. März. Indien lockert seine Corona-Maßnahmen trotz rasant steigender Zahlen und der Erzbischof Teodosie aus der rumänischen Stadt Constanta hat, obwohl seine orthodoxe Kirchenleitung es verbot, den Wein des Heiligen Abendmahls mit ein und demselben Löffel an ganze Gruppen von Gläubigen verteilt. Das zuständige Erzbistum erklärte, Hygiene-Bedenken kämen dabei nicht zur Geltung, weil die Kirche nämlich keine Gaststätte sei. Leuchtet ein. Tag für Tag versucht Donald Trump sich selbst zu toppen. Verkündete er gestern noch die Entwicklung eines Impfstoffes in „Rekord-Rekord-Rekord-Geschwindigkeit“, so gab er heute Nacht die Entwicklung einer „Super-Duper-Rakete“ bekannt. Was er uns wohl morgen präsentieren wird? Eine Erde zum Aufpusten?

Heute: Weltweites Internetz, Facebookkanal der Reformbühne Heim & Welt, 20 Uhr: Quarantänebühne Heim & Welt aus den Waranwerkstätten Wedding mit Heiko Werning, Dr. Jakob Hein, Technik-Held Frank Sorge, Falko Hennig, Gott und mich, einer Anneliese-Hülschrath-Gedächtniskolumne von Jürgen Witte und unserem Superstargast Titus Waldenfels aus München

Ahne | Allgemein | Keine Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Corona-Tagebuch 64

16. Mai 2020

Kanzleramtsminister Helge Braun hat verkündet, in Deutschland werde es keine Impfpflicht geben. Schätze, dies bedeutet sein Todesurteil. Das wird sich Bill Gates nie und nimmer bieten lassen, der ja durch die Impfpflicht die Weltherrschaft an sich reißen möchte, oder die Weltbevölkerung dezimieren, oder sie mit implantierten Chips versehen, oder weiß der Fuchs, beziehungsweise die Hygiene-Hysteriker, welche heute wieder zu Tausenden Straßen und Plätze der Bundesrepublik bevölkern werden, um der Merkel-Diktatur, die ja eigentlich eine Melinda-und-Bill-Gates-Diktatur ist, Frau Merkel ist ja lediglich eine Marionette, so wie alle anderen Herrschenden ebenfalls, bis auf Lukaschenko vielleicht, in Weißrussland und Bolsonaro in Brasilien, um jenen Volksverrätern die Maske vom Gesicht zu reißen, wie anno 1989 und 1933 (also, vielleicht). Selbst Bolsonaro besitzt ja nicht mehr wirklich die Macht, im bevölkerungsreichsten Land Südamerikas. Die haben die Viren übernommen, die es ja aber gar nicht gibt, weil man sie nicht sehen kann und wenn es sie aber doch gibt, sind sie von China, also Bill Gates, in einem Waffenlabor.., und helfen kann uns nur noch das Grundgesetz, wenn wir es sichtbar vor uns hertragen und dazu die erste Strophe des Deutschland-Liedes summen, aber leise, damit Ken Jebsen in Ruhe meditieren kann. Leider werde ich nicht auf einer dieser Hygiene-Demos sein, weil ich nämlich „Angst“ habe, wie ein Kollege, welcher einen Kraftfahrer-Blog betreibt und sich dort kritisch mit der „Doppelmoral des Gutmenschen“ auseinandersetzt, neulich schrieb. Ich werde stattdessen Klopapier kaufen, denn … es gibt wieder Klopapier! Ja! Die ganzen Regale in den Kaufhallen sind voller Klopapier! Von Bill Gates spendiert? Zur Beruhigung? Wahrscheinlich. In Spanien dürfen ab Montag die Außenbereiche von Bars und Cafes wieder aufmachen und die Ausgangsbeschränkungen werden, mit Ausnahme von Barcelona und Madrid, gelockert, Italien will seine Grenzen am 3. Juni öffnen, Norwegen seine erst am 20. August. New York verlängert die Ausgangssperre bis 28. Mai. Bangladesh verzeichnet mit 1.202 Neu-Infizierten den höchsten Anstieg innerhalb eines Tages, im Iran steigt die Anzahl wieder deutlich, 2.100 Neu-Infizierte, in Russland hingegen sinken die Zahlen leicht, den zweiten Tag in Folge unter 10.000 Neu-Infizierte, dafür meldet Brasilien einen neuen Rekord, 15.305 Neu-Infizierte und 824 Tote allein gestern. Nicht nur einen Rekord möchte Donald Trump vermelden, nein, er will in die Geschichtsbücher eingehen, weshalb die USA in „Rekord-Rekord-Rekord-Geschwindigkeit“ (Triple-Rekordgeschwindigkeit!) an einem Impfstoff gegen Covid-19 basteln. („Impfstoff? Hilfe!“) Laut Trump werde dieser bis Jahresende verfügbar sein. Vielleicht auch etwas früher. Oder etwas später, konkretisierte der Präsident im Anschluss.

Tipp für heute: In Rekord-Rekord-Rekord-Rekord-Geschwindigkeit (Quattro-Rekordgeschwindigkeit!) die Äuglein schließen.

Ahne | Allgemein | 2 Kommentare Zum Seitenbeginn springen

Du durchsuchst gerade das Archiv von Ahne.

Kategorien